Unfallverhütungsvorschriften
E01) Wer sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung?
Antwort: Die gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (BG) sowie weitere Unfallversicherungsträger im öffentlichen Dienst.

E02) Wie heißt die zuständige BG für das Bewachungswesen ?
Antwort: Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)

E03) Welche drei Gruppen von Vorschriften zur Arbeitssicherheit gibt es?
Antwort: Die “Arbeitsschutzvorschriften“ des Staates als Gesetze und Rechtsverordnungen, die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) der Unfallversicherungsträger und die “allgemein anerkannten Regeln der Sicherheitstechnik und Arbeitsmedizin“.

E04) Was sind die “BGV“?
Antwort: Von den gewerblichen BG erlassene “Berufsgenossenschaftliche Vorschriften“ für Schutz und Sicherheit bei der Arbeit“

E05) Wann, wohin und durch wen ist ein Arbeitsunfall “anzeigepflichtig“?
Antwort:
- bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen
- zur BG
- durch den Arbeitgeber

E06) Was muss der Sicherheitsunternehmer (SU) in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber (AG) für die Arbeitssicherheit im Einsatzbereich sicherstellen? 
Antwort: Der SU muss Mängel vor der Auftragsannahme und während der Auftragsdurchführung feststellen und die Abstellung bei dem AG anfordern sowie bei nicht vermeidbaren Gefahren die Sicherungskräfte in sicherheitsgerechtes Verhalten einweisen.

E07) Was sind die Ziele der “Dienstanweisung“?
Antwort:
a) die Auftragsdurchführung auch unter Arbeitssicherheitsaspekten zu regeln
b) eine möglichst gleiche Auftragsdurchführung von allen beteiligten Mitarbeitern zu erreichen

E08) Welche grundsätzlichen Voraussetzungen muss der SU bei “Einrichtungen, Ausrüstungen und
 
Hilfsmitteln“, mit denen er seine Sicherungskräfte ausstattet, sicherstellen?

Antwort: Sie müssen ordnungsgemäß sein und in ihre Handhabung muss ausreichend eingewiesen sein.

E09) Wie lauten die zwei Bestimmungen zum Verzehr von Alkohol oder von anderen berauschende Mitteln?
Antwort: 
a) Verbot jeglichen Verzehrs während der Arbeit
b) Gebot der Nüchternheit bei Arbeitsbeginn

E10) Wie ist der Einsatz von Schreck- und Gasschusswaffen im Bewachungsgewerbe geregelt?
Antwort: Es besteht ein generelles Verbot.

E11) Wie müssen Schusswaffen geführt werden?
Antwort:- sie sind nur in geeigneten Trageeinrichtungen zu führen
- sie müssen außer bei drohender Gefahr gesichert sein
- das Patronenlager muss außerhalb des Einsatzes frei sein (Ausnahme: Konstruktionsbedingt kann sich bei entspanntem Hahn kein Schuss lösen)

E12) Wie muss die Schießfertigkeit nachgewiesen werden? 
Antwort: Die mit Schusswaffen ausgerüsteten Sicherungskräfte müssen mindestens viermal jährlich im
Quartalsabstand nachweislich erfolgreich an Schießübungen teilnehmen.

Fragen zur Sachkunde nach §34a

E13) Was ist beim Be-und Entladen von Geldtransportfahrzeugen in öffentlich zugänglichen Bereichen zu beachten?
Antwort: Die verriegelten Fahrzeugteile müssen mit mindestens einer Person besetzt sein.

E14) Welche Eignung müssen für den Geldtransport eingesetzte Sicherungskräfte haben?
Antwort: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt, nachweislich zuverlässig und besonders ausgebildet und eingewiesen sein.

E15) Unter welchen Voraussetzungen sind erhebliche Mängel in der Arbeitssicherheit von den Sicherungskräften unverzüglich selbst abzustellen? 
Antwort: Wenn es für sie möglich, zumutbar und zulässig ist.

E16) Wie muss sich die Sicherungskraft bei erkennbar sicherheitswidrigen Weisungen verhalten? 
Antwort: Sie dürfen nicht befolgt werden.

E17) Wann müssen Sicherungskräfte “Persönliche Schutzausrüstungen“ tragen?
Antwort: Im Einsatz immer

E18) Welche vier Maßnahmen folgen nach einem Arbeitsunfall außer der Ersten Hilfe?
Antwort:
a) Meldung des Verunfallten an den Arbeitgeber
b) Eintragung in das Verbandbuch
c) Vorstellung des Verunfallten beim Durchgangsarzt, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als am Unfalltag dauert
d) Unfallanzeige des Arbeitgeber an die BG, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage dauert

E19) Was ist ein Sicherheitszeichen? 
Antwort: Ein Sicherheitszeichen ist ein Zeichen, das durch Kombination von geometrischer Form und Farbe sowie Bildzeichen eine bestimmte Sicherheits- und Gesundheitsschutzaussage ermöglicht.

E20) Ist dieses ein Brandschutzzeichen (roter Kreis) und welche Bedeutung hat es?
Antwort: Nein, dieses ist ein Verbotszeichen

E21) Welche Farbe hat ein Gebotszeichen?
Antwort: Ein Gebotszeichen hat die Farbe Blau

E22) Welche Grundbedeutung hat ein dreieckiges, gelbes Sicherheitszeichen?
Antwort: Warnung

E23) Was sind die Ziele des Brandschutzes?
Antwort:
- Brände verhüten
- Ausdehnung von Bränden verhindern
- Menschen und Sachwerte vor Bränden schützen
- Brände erfolgreich bekämpfen

E24) Was gehört u. a. zum baulichen Brandschutz?
Antwort:
- Verwendung von Baustoffen nach Baustoffklassen und von Bauteilen nach Feuerwiderstandsklassen
- Einhaltung von Gebäudeabständen
- Einrichtung von Brandmelde- und Warnanlagen
- Einrichtung von ortsfesten Feuerlöschanlagen

Fragen zur Sachkunde nach §34a

E25) Welche Maßnahmen des betrieblichen Brandschutzes kennen Sie u. a.?
Antwort:
- Erstellen einer Brandschutzordnung und Einweisung aller Mitarbeiter
- Ausstattung mit tragbaren Feuerlöschern
- Durchführung von Brandverhütungsschauen
- Erstellen von mehrsprachigen Alarmierungs- und Evakuierungstexten

E26) Wozu erfolgt die Einteilung brennbarer Stoffe in Brandklassen?
Antwort: Für die Auswahl der richtigen Löschmittel.

E27) In welcher Reihenfolge muss bei Brandausbruch gehandelt werden?
Antwort:
- Brand melden
- Menschen retten
- Brand bekämpfen

E28) Welches sind beispielsweise Kontrollschwerpunkte für Sicherheitsmitarbeiter im Brandschutz?
Antwort:
- Überprüfen der Vollzähligkeit und Unversehrtheit der Feuerlöscheinrichtungen
- Verhindern, dass Löscheinrichtungen und andere Rettungsmittel zweckentfremdet genutzt werden
- Überprüfen der Brandschutztüren auf Funktionalität und freie Begehbarkeit
- Freihalten der Fluchtwege und Überprüfen des sachgerechten Verschlusses von Flucht- und Rettungstüren
- Nachschauen nach Arbeiten mit thermischen Verfahren
- Freihalten der Feuerwehrzufahrten und -stellplätze

Fragen zur Sachkunde nach §34a