Kontrollfragen (Urkundenfälschung)

F184) Welches Rechtsgut schützt die Vorschrift?
Antwort: Die Vorschrift schützt die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Rechtsverkehrs mit Urkunden.

F185) In einem schriftlichen Kaufvertrag über einen Pkw werden Kilometerstand und Unfallfreiheit wahrheitswidrig beschrieben. Liegt neben einem Betrug auch eine Urkundenfälschung vor? 
Antwort: Es handelt sich um eine echte Urkunde, da der Aussteller des Vertrages wahrheitsgemäß erkennbar ist. Die echte Urkunde ist aber nicht verfälscht. Dass die Urkunde inhaltlich falsch ist, erfüllt als "schriftliche Lüge" nicht den Tatbestand der Urkundenfälschung.

F186) Was setzt der subjektive Tatbestand der Urkundenfälschung voraus?
Antwort: Der subjektive Tatbestand der Urkundenfälschung setzt Vorsatz und die Absicht voraus, im Rechtsverkehr zu täuschen.

F187) Ist die fahrlässige Urkundenfälschung strafbar? 
Antwort: Gemäß § 15 StGB ist grundsätzlich nur vorsätzliches Handeln strafbar, fahrlässiges Handeln jedoch nur, 
wenn das Gesetz es ausdrücklich vorsieht. Mithin ist die fahrlässige Urkundenfälschung straflos, da sie im Text des § 267 StGB nicht genannt ist.

F188) Ist die versuchte Urkundenfälschung strafbar?
Antwort: Gemäß § 12 Abs. 2 StGB ist die Urkundenfälschung ein Vergehen. Die versuchte Urkundenfälschung ist gemäß § 23 Abs. 1 StGB strafbar, da der Versuch in § 267 Abs. 2 StGB genannt ist.

F189) Was für ein Delikt ist die Urkundenfälschung?
Antwort: Vergehen, Offizialdelikt

Fragen zur Sachkunde nach §34a