Datenschutz
C01) Was ist unter Datenschutz zu verstehen?
Antwort: Datenschutz ist der Schutz des einzelnen vor Missbrauch im Umgang mit seinen personenbezogen Daten.

C02) Was versteht man unter dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung?
Antwort: Es ist das Recht des einzelnen, grundsätzlich selbst zu entscheiden, welche Lebenssachverhalte er offenbaren will; er hat auch das Recht zu wissen, wer was wann wo über ihn erfasst, speichert, für oder gegen ihn verwendet.

C03) Welche Gesetze sind speziell zum Datenschutz erlassen worden? 
Antwort: Bundesdatenschutzgesetz u. Landesdatenschutzgesetze

C04) Wo liegen die Gefahren eines extremen Datenschutzes?
Antwort: Wichtige Informationen zur Verbrechensbekämpfung und zur Gefahrenabwehr (z.B. Planung terroristischer Anschläge) könnten gar nicht oder zu spät den zuständigen Stellen bekannt werden.

C05) Welche Berührungspunkte hat das Private Sicherheitsgewerbe mit dem Datenschutz?
Antwort: In vielfacher Art, z.B. bei der Erhebung von Besucherdaten im Empfangsdienst, der Festnahme von Ladendieben, Anzeigen- und Berichtsfertigung, Detekteien und Auskunfteien, Personenfeststellungen im Kontrolldienst, der Videoüberwachung in Kaufhäusern und öffentlichen Verkehrsanlagen. Deshalb enthält § 8 BewachV spezielle Verpflichtungen und verweist auf das Bundesdatenschutzgesetz.

C06) Was sind personenbezogene Daten? 
Antwort: Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person, also jede Information, die man einer Person zuordnen kann. Das sind nicht nur die klassischen Personalien, sondern auch Fakten zu Lebensgewohnheiten, Krankheiten, Vermögensverhältnissen usw..

C07) Was ist eine nicht öffentliche Stelle? 
Antwort: Es sind natürliche und juristische Personen, Gesellschaften und andere Personenvereinigungen.

C08) Welche Folgen können bei Verstößen eintreten? 
Antwort: Straftaten, Ordnungswidrigkeiten, Schadensersatzforderungen

C09) Was ist unter „Datengeheimnis“ zu verstehen?
Antwort: Allen bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist es untersagt, unbefugt personenbezogene Daten zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit sind die Personen auf das Datengeheimnis schriftlich zu verpflichten. Die Verpflichtung gilt auch nach dem Ausscheiden aus dem Dienst weiter (siehe auch § 8 BewachV).

C10) Was ist der beste Datenschutz? 
Antwort: Datenvermeidung

C11) Wozu dienen technische und organisatorische Maßnahmen für die Gewährleistung der 
Einhaltung der Bestimmungen des BDSG bei der Datenerhebung und Datenverarbeitung und wer hat sie zu treffen? 
Antwort: Sie sollen die Einhaltung der Bestimmungen des BDSG gewährleisten und sind durch die verantwortliche Stelle (Inhaber, Vorstand, Geschäftsführer und ggf. betrieblicher Datenschutzbeauftragter) zu treffen.

C12) Welches sind beispielsweise technische und organisatorische Maßnahmen bei der Datenerhebung und Datenverarbeitung?
Antwort: Beispielsweise Zutrittskontrolle, Zugangskontrolle, Zugriffskontrolle, Weitergabekontrolle, Eingabekontrolle, Auftragskontrolle, Verfügbarkeitskontrolle, Zweckbindungskontrolle.

C13) Welche Aufgaben hat der betriebliche Datenschutzbeauftragte? 
Antwort: Gestaltung der innerbetrieblichen Organisation entsprechend den Anforderungen des Datenschutzes Schulung der Mitarbeiter Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Datenverarbeitungsprogramme Durchführung der Vorabkontrolle sensibler personenbezogener Daten

Fragen zur Sachkunde nach §34a

C14) Wo sind im StGB Tatbestände aufgeführt? 
Antwort: Im fünfzehnten Abschnitt ( §§ 201 bis 206 )

C15) Welche Überschrift trägt dieser Abschnitt? 
Antwort: Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs

C16) Wie sind diese Delikte einzustufen ?
Antwort: Es sind Vergehen, die überwiegend einen Strafantrag des Geschädigten als Verfahrensvoraussetzung erfordern.

C17) Welche Delikte sind dort beispielsweise aufgeführt? 
Antwort: Beispielsweise Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und Verletzung des Briefgeheimnisses (Weitere Beispiele: Ausspähen von Daten, Verletzung von Privatgeheimnissen, Verwertung fremder Geheimnisse, Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses)

Fragen zur Sachkunde nach §34a