B01) Welche Verordnungen enthalten die gewerberechtlichen Grundlagen für das Private Sicherheitsgewerbe (Bewachungsgewerbe)? 
Antwort: Gewerbeordnung und Bewachungsverordnung

B02) Wann ist grundsätzlich von einer Bewachung im Sinne der GewO auszugehen? 
Antwort: Es müssen fremde Personen oder Sachen bewacht werden durch Personen von gewisser Dauer oder mittels wiederkehrender Kontrollen (aktive Obhutstätigkeit).

B03) Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmer erfüllen? 
Antwort: Zuverlässigkeit, Mittel oder Sicherheiten nachweisen (Haftpflichtversicherung), Unterrichtung für Unternehmer oder Sachkundeprüfung

B04) Welche Voraussetzungen muss ein Mitarbeiter erfüllen? 
Antwort: 
• Zuverlässigkeit
• grundsätzlich Vollendung des 18. Lebensjahres 
• grundsätzlich Unterrichtung für Beschäftigte mit Verständnisüberprüfung
• Eignung für die jeweilige Aufgabe

B05) Für welche Tätigkeitsfelder ist eine Sachkundeprüfung erforderlich und warum ist diese Prüfung gefordert? 
Antwort: Kurzform: Citystreifen, Einzelhandelsdetektiv, Diskothekentürsteher. Es sind so genannte konfliktträchtige Tätigkeitsfelder, denn die Kunden sind sehr unterschiedlich, nicht selten gehören sie Randgruppen an. Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt häufig in Konfliktsituationen. Deshalb sind insbesondere sichere Rechtskenntnisse sowie Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Menschen erforderlich.

B06) Welche Verpflichtungen hat der Gewerbetreibende nach der GewO? 
Antwort: Er hat der zuständigen Behörde die Aufnahme und die Beendigung des Gewerbes, Standortverlegungen, Eröffnung von Zweigniederlassungen usw. anzuzeigen. Außerdem muss er der zuständigen Behörde eine Nachschau grundsätzlich während der üblichen Geschäftzeiten ermöglichen und Auskünfte erteilen.

B07) Was ist unter der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen zu verstehen? 
Antwort: Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse Dritter, die die Wachperson in Ausübung des Dienstes erfahren hat, dürfen nicht unbefugt offenbart werden.

B08) Welche Hinweise und Bestimmungen muss die Dienstanweisung enthalten? 
Antwort: 
• Wachpersonen haben nicht die Eigenschaft und die Befugnisse eines Polizeibeamten, eines Hilfspolizeibeamten oder eines sonstigen Bediensteten einer Behörde.
• Schusswaffen, Hieb- und Stoßwaffen sowie Reizstoffsprühgeräte dürfen nur mit Zustimmung des Gewerbetreibenden geführt werden.
• Jeder Gebrauch dieser Waffen ist unverzüglich der zuständigen Polizeidienststelle und dem Gewerbetreibenden anzuzeigen.

B09) Was muss der Gewerbetreibende der Wachperson gegen Empfangsbescheinigung aushändigen? 
Antwort: Abdruck der Dienstanweisung sowie der BGV C 7

B10) Was muss ein Dienstausweis enthalten? 
Antwort: Namen und Vornamen der Wachperson, Lichtbild der Wachperson, Namen und Anschrift des Gewerbetreibenden, Unterschriften der Wachperson sowie des Gewerbetreibenden (oder Vertreters)

B11) Welche Wachpersonen müssen gekennzeichnet sein? Wie soll die die Kennzeichnung erfolgen?
Antwort: Citystreifen und Diskothekentürsteher. Sie müssen ein Schild mit ihrem Namen oder einer Kennnummer sowie mit dem Namen des Gewerbetreibenden (Firmennamen) tragen.

B12) Wann muss eine Dienstkleidung getragen werden? 
Antwort: Wenn in Ausübung des Dienstes eingefriedetes Besitztum betreten werden soll

Fragen zur Sachkunde nach §34a

B13) Wie muss die Dienstkleidung beschaffen sein? 
Antwort: Sie darf nicht mit Uniformen der Angehörigen von Streitkräften oder behördlichen Vollzugsorganen 
verwechselt werden können. Das gleiche gilt sinngemäß für Abzeichen.

B14) Was ist im Umgang mit Waffen zu beachten? 
Antwort: Sie sind sicher aufzubewahren. Jeder Gebrauch ist der zuständigen Behörde und der Polizei anzuzeigen.Hinweis: Weitere Vorschriften sind den Kapiteln „Umgang mit Verteidigungswaffen“ und „Unfallverhütungsvorschriften“ zu entnehmen.

B15) Gibt es gesetzliche Vorschriften zur Buchführung und Aufbewahrung von Unterlagen und für wen gelten sie? 
Antwort: Ja, § 14 BewachV führt zahlreiche Bestimmungen auf. Sie gelten für den Gewerbetreibenden.

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