Kontrollfragen (Ausspähen von Daten)

F99) Welches Rechtsgut schützt die Vorschrift? 
Antwort: Die Vorschrift schützt Datenbank- und Datenverarbeitungssysteme vor unbefugten Zugriffen.

F100) Ist der Begriff "Daten" im Sinne des § 43 BDSG und im Sinne des § 202a StGB identisch?
Antwort: Bei § 43 BDSG geht es um personenbezogene Daten; bei § 202a StGB geht es um alle Daten.

F101) Sie geben ihren PC in die Werkstatt. Dort wird eine Sicherheitskopie aller Daten auf ihrer Festplatte gefertigt. Ist dieses Verhalten nach § 202a StGB strafbar? 
Antwort: Zwar verschafft sich der Mitarbeiter der PC-Werkstatt Daten, die nicht für ihn bestimmt sind. Allerdings ist sein Verhalten nicht unbefugt, so dass er sich nicht nach § 202a StGB wegen Ausspähens von Daten strafbar macht.

F102) Ist das fahrlässige Ausspähen von Daten strafbar? 
Antwort: Gemäß § 15 StGB ist grundsätzlich nur vorsätzliches Handeln strafbar, fahrlässiges Handeln jedoch nur, wenn das Gesetz es ausdrücklich vorsieht. Mithin ist das fahrlässige Ausspähen von Daten straflos, da es im Text des § 202a StGB nicht genannt ist.

F103) Ist das versuchte Ausspähen von Daten strafbar? 
Antwort: Gemäß § 12 Abs. 2 StGB ist das Ausspähen von Daten ein Vergehen. Das versuchte Ausspähen von Daten ist gemäß § 23 Abs. 1 StGB straflos, da der Versuch im Text des § 202a StGB nicht genannt ist.

Fragen zur Sachkunde nach §34a

F104) Was für ein Delikt ist das Ausspähen von Daten? 
Antwort: Vergehen, absolutes Antragsdelikt