Waffen- und munitionstechnische Begriffe
1.01 1. Was ist eine Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion,
zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden.

2. Was sind den Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände?

Tragbare Gegenstände,
- die zum Abschießen von Munition zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind.
- bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann, sind den Schusswaffen gleichgestellt.

3. Welche hier aufgeführten Gegenstände werden waffenrechtlich erfasst?
a) Druckluftgewehr
b) Armbrust
c) Bogen

1.02 Wie werden Schusswaffen im Sinne des Waffengesetzes definiert?
Schusswaffen sind Gegenstände, die zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel bestimmt sind und bei denen Geschossedurch einen Lauf getrieben werden.

1.03 Wie wird eine Schusswaffe dauerhaft unbrauchbar gemacht um sie ohne Erwerbsberechtigung erwerben zukönnen? (sog. Dekorationswaffe)
Dauerhaft unbrauchbar gemacht wird eine Schusswaffe durch den Inhaber einer Waffenbearbeitungserlaubnis, wenn mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen die Schussfähigkeit der Waffe oder der wesentlichen Teile nicht wiederhergestellt werden kann und dies durch das Anbringen eines Zulassungszeichens (Ortszeichen in der Raute) durch ein Beschussamt
bestätigt wird.

1.04 Wie wird eine Schusswaffe dauerhaft unbrauchbar gemacht um sie ohne Erwerbsberechtigung erwerben zu können? (sog. Dekorationswaffe)
a) Ein Büchsenmacher macht mehrere wesentliche Teile dauerhaft unbrauchbar und bringt sein Markenzeichen auf der Dekorationswaffe an.
b) Ein Waffenhändler macht alle wesentlichen Teile vörübergehend unbrauchbar und bringt ein Beschusszeichen auf der Dekorationswaffe anbringen.
c) Der Inhaber einer Waffenbearbeitungserlaubnis macht alle wesentlichen Teile unbrauchbar und lässt vom Beschußamt das Zulassungszeichen anbringen.

1.05 Bei welchen Dekorationswaffen ist kein Zulassungszeichen (Ortszeichen des Beschussamtes in der Raute) erforderlich?
a) Bei allen offensichtlich unbrauchbaren und nicht mehr schussfähigen Waffen, die vor dem 01.01.1970 hergestellt wurden.
b) Bei allen Schusswaffen, die vor dem 01.04.2003 nach dem damals geltenden Waffenrecht unbrauchbar gemacht wurden.
c) Bei allen Schusswaffen, deren Modell vor dem 01.01.1871 hergestellt oder entwickelt wurde.

1.06 Welche der hier genannten Gegenstände sind Schusswaffen im Sinne des Waffengesetzes?
a) Blasrohr
a) Druckluftgewehr mit Zulassungszeichen „F im Fünfeck“
b) Doppelflinte

1.07 Welche der hier genannten Gegenstände sind Feuerwaffen im Sinne des Waffengesetzes?
a) Einläufige Einzelladerwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen), deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde.
b) Einläufige Waffen mit Zündnadelzündung, deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde.
c) Einläufige Waffen mit Luntenzündung, deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde.

1.08 Was ist keine Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Druckluftpistole
b) Zündblättchenpistole
c) Signalpistole Kaliber 4

1.09 Welche der hier genannten Gegenstände sind keine Schusswaffen, bzw. ihnen gleichgestellte Gegenstände im Sinne des Waffengesetzes?
a) Soft-Air-Waffen mit einer Geschossenergie über 0,5 Joule
b) Waffen mit einer Mündungsenergie von weniger als 7,5 Joule, bei denen die Geschosse durch Federdruck durch einen Lauf getrieben werden.
c) Präzisionsschleudern.

1.10 Welche der hier genannten Gegenstände sind keine Schusswaffen im Sinne des Waffengesetzes?
a) Einläufige Waffen mit Funkenzündung (Steinschloss), deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde.
b) Bolzenschussgeräte für das Baugewerbe.
c) Böller.

1.11 Was versteht man unter halbautomatischen Schusswaffen?
Dies sind Schusswaffen, die nach Abgabe eines Schusses selbsttätig erneut schussbereit sind und bei denen aus demselben Lauf durch erneute Betätigung des Abzuges jeweils ein weiterer Schuss abgegeben werden kann (ausgenommen Double-Action-Revolver).

1.12 Welche der nachfolgenden Aussagen ist richtig?
a) Mit halbautomatischen Waffen kann man mehrere Schüsse aus demselben Lauf abgeben, ohne dass man Patronen per Hand
nachladen muss.
b) Mit halbautomatischen Waffen kann man durch einmaliges Betätigen des Abzugs mehrere Schüsse aus demselben Lauf abgeben.
c) Mit halbautomatischen Waffen kann man einen Schuss abgeben, dann muss stets eine neue Patrone aus dem Magazin per Hand durchgeladen werden.

1.13 Was versteht man unter dem Begriff „halbautomatische Waffe“?
a) Eine Waffe, die nach Abgabe eines Schusses selbsttätig erneut schussbereit wird und bei der durch nochmalige Betätigung des Abzuges ein weiterer Schuss aus demselben Lauf abgegeben werden kann.
b) Eine Waffe, die nach Abgabe eines Schusses durch manuelles Vor- und Zurückziehen des Verschlusshebels die leere Patronenhülse auswirft und eine neue Patrone aus dem Magazin zuführt.
c) Eine Waffe, bei der nach Abgabe eines Schusses die leere Patronenhülse automatisch ausgeworfen wird, eine neue Patrone aber manuell per Hand geladen werden muss.

1.14 Welche der aufgeführten Waffen ist eine halbautomatische Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Single-Action-Revolver
b) Selbstladepistole
c) Doppelflinte

1.15 Welche der hier genannten Waffen ist eine halbautomatische Waffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Büchse mit Geradezugverschluss
b) Selbstladeflinte
c) Double-Action-Revolver

1.16 Erläutern Sie den Begriff „Waffe“ im Sinne des WaffG!
- Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände.
- Tragbare Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen.
- Tragbare Gegenstände, die ohne dafür bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind die Angriffsoder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen und die im Waffengesetz genannt sind.

1.17 Was ist eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Blasrohr
b) Degen
c) Präzisionsschleuder

1.18 Wie unterscheidet das Waffengesetz Langwaffen und Kurzwaffen?
Langwaffen; dies sind Schusswaffen, deren Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm sind und deren kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge 60 cm überschreitet. Kurzwaffen sind alle anderen Waffen.

1.19 Gibt es Schusswaffen, oder sonstige Gegenstände, die nicht erworben, besessen oder überlassen werden dürfen?
Nennen sie mindestens vier dieser Gegenstände!
Ja, „verbotene Waffen oder Munition“, z.B.:
- Stahlruten, Totschläger, Schlagringe, Butterflymesser, Wurfsterne, Hartkernmunition, Leuchtspurmunition
- Hieb- und Stoßwaffen, die ihrer Form nach geeignet sind, einen anderen Gegenstand vorzutäuschen, oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind
- Gegenstände, bei denen leicht entflammbare Stoffe so verteilt und entzündet werden, dass schlagartig ein Brand entstehen kann
- Gegenstände, die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung dazu bestimmt sind, durch Drosseln die Gesundheit zu schädigen (z.B. Nun-Chakus).

1.20 Welcher der nebenstehend aufgeführten Gegenstände ist eine verbotene Waffe?
a) Samuraischwert
b) feststehendes Messer mit einer Klinge von mehr als 8,5 cm
c) Vorderschaftrepetierflinte Vorderschaftrepetierflinte mit einer Lauflänge unter 45 cm.

1.21 Welches sind „verbotene Waffen“ im Sinne des Waffengesetzes?
a) Blasrohr, Harpune, Armbrust
b) halbautomatisches Gewehr / halbautomatische Pistole
c) Schlagring, Stockdegen, Würgeholz (Nun-Chaku)

1.22 Was versteht man unter einer „verbotenen Waffe“?
a) Eine Waffe, zu deren Erwerb es der Erlaubnis in Form einer Erwerbsberechtigung (WBK, Jagdschein) der
örtlich zuständigen Erlaubnisbehörde bedarf.
b) Eine Waffe, mit der der Umgang verboten ist (wobei eine Ausnahmegenehmigung des BKA möglich ist).
c) Eine Waffe, die nur von Personen über 25 Jahren erworben werden darf.

1.23 Bei welchen der aufgeführten Beispiele handelt es sich um „verbotene Waffen“?
a) Schusswaffen mit Schalldämpfer.
b) Schusswaffen, die Reihenfeuer (Dauerfeuer) schießen.
c) Schusswaffen mit einem Laserzielgerät.

1.24 Welche Schusswaffen zählen zu den „verbotenen Waffen“?
a) Vorderschaftrepetierflinten deren Gesamtlänge in der kürzest möglichen Verwendungsform weniger als 95 cm beträgt.
b) Betäubungsgewehre
c) Schießkugelschreiber

1.25 Welches sind verbotene Waffen?
a) Harpunen
b) Hieb- oder Stoßwaffen, die ihrer Form nach geeignet sind, Gegenstände des täglichen Gebrauchs vorzutäuschen
c) Vorderschaftrepetierer

1.26 Welche der nebenstehend aufgeführten Gegenstände ist eine „verbotene Waffe“?
a) Präzisionsschleuder
b) Fahrtenmesser (14 cm lange Klinge, beidseitig geschliffen)
c) Baseballschläger

1.27 Welcher der nebenstehend aufgeführten Gegenstände ist eine „verbotene Waffe“?
a) Sportdegen
b) Stockdegen
c) Halbautomatisches Gewehr

1.28 Welche der nachfolgend genannten Gegenstände sind gemäß Waffengesetz verboten?
a) Schalldämpfer
b) Distanz-Elektroimpulsgeräte
c) für Schusswaffen bestimmte Zielscheinwerfer

1.29 Welche der nachfolgend genannten Gegenstände sind gemäß Waffengesetz verboten?
a) Butterflymesser
b) Schlagringe
c) Teleskopschlagstöcke

1.30 Welche der nachfolgend genannten Gegenstände sind gemäß Waffengesetz verboten?
a) Kurzwaffenpatronen mit Hohlspitzgeschossen
b) Büchsenpatronen mit Treibspiegelgeschossen
c) Kleinkaliberpatronen mit Leuchtspurgeschossen

1.31 Was sind „wesentliche Teile“ von Schusswaffen?
Nennen Sie mindestens vier! „Wesentliche Teile“ sind:
- der Lauf / Gaslauf
- der Verschluss
- das Patronen- oder Kartuschenlager (wenn dieses nicht bereits Bestandteil des Laufes ist)
- das Griffstück, oder sonstige Waffenteile von Kurzwaffen, soweit sie für die Aufnahme des Auslösemechanismus bestimmt
sind.
- die Verbrennungskammer, soweit zum Antrieb ein entzündbares flüssiges oder gasförmiges Gemisch verwendet wird
- bei Schusswaffen mit anderem Antrieb auch die Antriebsvorrichtung, sofern sie fest mit der Schusswaffe verbunden ist.

1.32 Aus welchen wesentlichen Teilen besteht eine Schusswaffe?
a) Lauf, Patronenlager, Verschluss, Griffstück bei Kurzwaffen
b) Patrone, Visierung, Abzug
c) Magazin, Schaft, Schlagbolzen

1.33 Was ist ein „wesentlicher Teil“ einer Schusswaffe?
a) Verschluss
b) Abzug
c) Magazin

1.34 „Wesentlicher Teil“ einer Schusswaffe ist...
a) der Schaft.
b) der Verschluss.
c) die Visierung.

1.35 „Wesentlicher Teil“ eines Revolvers ist:
a) die Griffschale.
b) die Trommel.
c) die Visiereinrichtung.

1.36 Welches sind wesentliche Teile von Schusswaffen?
a) der Lauf
b) das Magazin
c) der Verschluss
d) das Griffstück mit Auslösemechanismus bei Kurzwaffen
e) die Trommel eines Revolvers
f) der Gewehrschaft
g) das Zielfernrohr

1.37 Welche der hier genannten Gegenstände sind keine „wesentlichen Teile“ von Schusswaffen im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wechseltrommel für Revolver
b) Klappschaft für Flinten
c) Ersatzmagazin für Büchsen

1.38 Welche der nachfolgenden Aussagen ist richtig?
a) Repetierwaffen haben immer ein Magazin.
b) Revolver haben immer eine Trommel.
c) Pistolen haben immer ein Magazin.

1.39 Was versteht man bei Sportwaffen unter dem Begriff „Kleinkaliberwaffe“?
a) Eine Waffe in einem Kaliber unter 40 mm.
b) Eine Waffe in .22 l.r. (.22 lfB).
c) Eine Waffe mit einer Mündungsenergie unter 7,5 Joule.

1.40 Was ist ein „Kleinkalibergewehr“?
a) Bezeichnung für eine Flinte Kal. .410
b) Bezeichnung für eine Langwaffe in .22 l.r. (long rifle) (oder auch .22 lfB = lang für Büchse)
c) Gewehr in .243 Winchester

1.41 Was ist ein Drilling?
a) Eine Repetierwaffe.
b) Eine halbautomatische Waffe.
c) Eine Einzelladerwaffe.

1.42 Welche der hier genannten Waffen ist ein Einzellader im Sinne des Waffengesetzes?
a) halbautomatische Pistole
b) Doppelflinte
c) Schreckschussrevolver

1.43 Welche der hier genannten Waffen ist ein Einzellader im Sinne des Waffengesetzes?
a) halbautomatische Pistole
b) Perkussionspistole
c) Revolver

1.44 Was sind Einzellader?
Schusswaffen ohne Magazine mit einem oder mehreren Läufen, die vor jedem Schuss aus demselben Lauf von Hand geladen werden.

1.45 Welche der hier genannten Waffen ist ein Einzellader im Sinne des Waffengesetzes?
a) Doppelbüchse
b) Single-Action-Revolver
c) halbautomatische Pistole

1.46 Welche der hier genannten Waffen sind Mehrlader im Sinne des Waffengesetzes?
a) Double-Action-Revolver
b) Repetierbüchse
c) Doppelflinte

1.47 Zu welcher Waffenart im Sinne des Waffengesetzes zählt eine Doppelflinte?
a) Einzelladerwaffen
b) Repetierwaffen
c) halbautomatische Waffen

1.48 Zu welcher Waffenart im Sinne des Waffengesetzes zählt eine Unterhebel-Repetierbüchse (lever-action)?
a) Einzelladerwaffen
b) Repetierwaffen
c) halbautomatische Waffen

1.49 Welcher Unterschied besteht zwischen Büchse und Flinte?
a) Büchse mit gezogenem Lauf für Kugelschuss, Flinte mit glattem Lauf für Schrotschuss
b) Büchsen haben Kammerstängel und Verschluss, Flinten haben immer einen Kipplauf
c) kein Unterschied

1.50 Die Vorderschaft-Repetierflinte ist eine.................................im Sinnedes Waffengesetzes.
a) Einzelladerwaffe
b) Repetierwaffe
c) halbautomatische Waffe

1.51 Was sind Geschosse im Sinne des Waffengesetzes?
Sind als Waffen oder für Schusswaffen bestimmte
- feste Körper (Einzelgeschosse oder Schrote) oder
- gasförmige, flüssige oder feste Stoffe in Umhüllungen, die zum Verschießen aus Schusswaffen bestimmt sind.

1.52 Was zählt zu den Geschossen im Sinne des Waffengesetzes?
a) Platzpatronen
b) Schrote
c) Pfeile

1.53 Was zählt zu den Geschosse im Sinne des Waffengesetzes?
a) Pfeile für Jagdbögen
b) Bleirundkugeln für Vorderlader
c) CO2 - Kartuschen für Druckluftwaffen

1.54 Welche Arten von Munition unterscheidet das Waffengesetz?
- Patronenmunition (Hülsen mit Treibladungen, die ein Geschoss enthalten und Geschosse mit Eigenantrieb)
- Kartuschenmunition (Hülsen mit Ladungen, die kein Geschoss enthalten)
- Pyrotechnische Munition (Munition, in der explosionsgefährliche Stoffe oder Stoffgemische enthalten sind, die einen Licht-, Schall-, Rauch- oder ähnlichen Effekt erzeugen)
- Hülsenlose Munition (Treibladungen mit und ohne Geschosse)

1.55 Welche Munitionsarten unterscheidet das Waffengesetz?
- Patronenmunition,
- hülsenlose Munition,
- Kartuschenmunition,
- pyrotechnische Munition.

1.56 Welche Munitionsarten sind vom Waffengesetz erfasst?
a) Patronenmunition
b) hülsenlose Munition
c) pyrotechnische Munition

1.57 Zur Munition im Sinne des Waffengesetzes zählen:
a) Stahlkugeln für Präzisionsschleudern.
b) Wadcutter-Patronen.
c) .177 (4,5 mm) Rundkugeln.

1.58 Was ist keine Munition im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wurfpfeile
b) Randfeuerpatronen
c) Platzpatronen

1.59 Welche der hier genannten Gegenstände sind Munition im Sinne des Waffengesetzes?
a) Hohlspitzgeschosse für Kurzwaffen
b) Armbrustbolzen
c) Schrotpatronen

1.60 Welcher der hier genannten Gegenstände ist keine Munition im Sinne des Waffengesetzes?
a) Geschosse für Druckluftgewehre (Diabolos).
b) Platzpatronen für Schreckschusswaffen.
c) Zündhütchen für Vorderladerwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussion).

1.61 Eine Kleinkaliberpatrone besteht aus...
-Hülse, Geschoss, Zündsatz, Treibladung.

1.62 Aus welchen Teilen besteht eine Zentralfeuerpatrone?
a) Zündhütchen, Treibladung, Hülse, Geschoss
b) Pressling und Geschoss
c) Hülse, Treibladung, Zündsatz

1.63 Was versteht man unter Randfeuerpatronen?
a) Alle Patronen mit Rand.
b) Alle Patronen mit Zündsatz im Hülsenrand.
c) Alle Patronen mit speziellen Geschossen (z.B. Scharfrandgeschosse).

1.64 Welche der nachfolgend genannten Beispiele sind Kartuschenmunition im Sinne des Waffengesetzes?
a) Platzpatronen
b) Munition mit Betäubungsmittel für die Distanzinjektion
c) Zentralfeuerpatronen mit wiederladbaren Hülsen

1.65 Welche der folgenden Aussagen über Schalldämpfer ist richtig?
a) Ein Schalldämpfer verringert den Mündungsknall.
b) Ein Schalldämpfer kann die Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses beeinflussen.
c) Ein Schalldämpfer kann die Präzision der Waffe beeinflussen.

1.66 Was versteht man unter einem Kompensator?
a) Eine Vorrichtung am Waffenlauf, die das Hochschlagen beim Schuss verringern soll.
b) Eine Vorrichtung im Verschluss von halbautomatischen Waffen, die den Rückstoß verringern soll.
c) Eine Vorrichtung am Magazin, diedessen Kapazität erhöht.

1.67 Was versteht man unter einem Einstecklauf?
a) Wechsellauf, der anstelle des Laufes in die Verschlusshülse der Waffe eingesetzt und durch Einstecken befestigt wird.
b) Ein Lauf ohne eigenen Verschluss, der in die Läufe von Waffen größeren Kalibers eingesteckt werden kann.
c) Ein Lauf mit eigenem Verschluss, der in die Läufe von Waffen größeren Kalibers eingesteckt werden kann.

1.68 Was bewirkt ein Schalldämpfer?
a) Er verringert den Mündungsknall beim Schuss.
b) Er verstärkt den Rückstoß beim Schuss.
c) Er verringert den Geschossknall.

1.69 Was sind Schalldämpfer?
Schalldämpfer sind Vorrichtungen, die der wesentlichen Dämpfung des Mündungsknalls dienen und für Schusswaffen bestimmt sind.

1.70 Was versteht man unter einem Nachtzielgerät?
a) Ein Gerät, das mit Montagevorrichtung für Schusswaffen versehen ist und durch Bildwandler oder mittels elektronischer Verstärkung ein Zielen bei Nacht ermöglicht.
b) Ein Zielfernrohr mit besonders großen Linsen, das ein Erkennen des Zieles auch bei schlechten Lichtverhältnissen
ermöglicht.
c) Eine selbstleuchtende oder fluoreszierende Visiereinrichtung, die ein Zielen auch bei Dunkelheit ermöglicht.

Waffenrechtliche Begriffe

2.01 Was bedeutet „erwerben“ im Sinne des Waffengesetzes?
Das Erlangen der tatsächlichen Gewalt.

2.02 Was bedeutet „erwerben“ einer Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Abschluss eines Kaufvertrages
b) einsetzen als Erbe im Testament
c) erlangen der tatsächlichen Gewalt über die Waffe

2.03 Was müssen Sie unternehmen, wenn Sie eine erlaubnispflichtige Schusswaffe gefunden haben?
a) Als Waffenbesitzkarteninhaber muss ich nichts unternehmen.
b) Ich muss unverzüglich eine Anzeige bei der zuständigen Behörde machen.
c) Ich muss sie sofort einem Waffenhändler überlassen.

2.04 Sie erwerben eine erlaubnispflichtige Schusswaffe. Welche Angaben hat der Waffenhändler in Ihre „grüne Waffenbesitzkarte“ einzutragen?
a) Meine Adresse und die Nummer meines Personalausweises.
b) Hersteller-/ Warenzeichen oder Marke, Modellbezeichnung, Seriennummer, Tag des Überlassens und den Überlasser.
c) Waffenmodell, Kaliber und Bauartzulassung.

2.05 Ist der Dieb einer Schusswaffe Erwerber im Sinne des Waffengesetzes?
a) Ja.
b) Ja, wenn er sie behalten will.
c) Nein.

2.06 Ist der Finder einer Schusswaffe Erwerber im Sinne des Waffengesetzes?
a) Ja.
b) Nein.
c) Nur, wenn der Eigentümer nicht feststellbar ist.

2.07 Ist der Erbe einer Schusswaffe Erwerber im Sinne des Waffengesetzes?
a) Ja.
b) Nein.
c) Nur, wenn im Testament dem Erben zugesprochen wird.

2.08 Was hat der Erbe einer Schusswaffe zu veranlassen?
a) Benachrichtigung des Nachlassgerichts
b) Änderung der WBK des Verstorbenen
c) Benachrichtigung der zuständigen Waffenbehörde binnen eines Monats

2.09 Ein Schützenkamerad sagt: “Ich werde dir schon zu Lebzeiten mein Kleinkaliber-Gewehr vermachen.“ Wie ist dieser Vorgang waffenrechtlich zu beurteilen?
Es ist kein Erbfall, sondern eine beabsichtigte Schenkung. Der Erwerber muss zuvor erwerbsberechtigt
sein.

2.10 Sie sind gesetzlicher Erbe einer Schusswaffe. Was müssen sie tun?
Als Erbe habe ich innerhalb eines Monats die Ausstellung einer WBK zu beantragen, sofern die Schusswaffe nicht vorher einem Berechtigten überlassen oder unbrauchbar gemacht wird. Dies habe ich der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Die gesetzliche Anzeigepflicht über eine eventuelle Inbesitznahme bleibt hiervon unberührt. Erben ohne waffenrechtliches Bedürfnis müssen die Erbwaffe ggf. blockieren lassen.
(Hinweis: Die Frist beginnt mit der Annahme der Erbschaft.)

2.11 Sie wollen ihren Revolver mit dem Ihres Schützenkameraden dauerhaft tauschen, was müssen sie dabei beachten?
Ein erlaubnisfreier Tausch ist waffenrechtlich nicht vorgesehen. Es handelt sich dabei um ein gegenseitiges Überlassen und Erwerben. Beide haben demzufolge eine Erlaubnis zum Erwerb der jeweiligen Waffe zu beantragen. Es werden dabei von der Behörde die Erteilungsvoraussetzungen im vollen Umfang geprüft.

2.12 Wann wird eine Schusswaffe im Sinne des Gesetzes erworben?
a) Bei unrechtmäßiger Aneignung (Einbruchdiebstahl).
b) Waffenrechtlicher Erwerb liegt erst bei behördlichem Eintrag der Waffe in die WBK vor.
c) Wenn der Waffenhändler dem Schützen die Waffe nur zur Ansicht im Geschäft übergibt.

2.13 Was ist im Erbfall bei der Annahme des Erbes, das eine erlaubnispflichtige Waffe beinhaltet, zu veranlassen?
Der Erbe hat innerhalb eines Monats eine waffenrechtliche Erlaubnis (WBK) zu beantragen oder die Waffe einem Berechtigten zu überlassen oder unbrauchbar machen zu lassen und dies der zuständigen Behörde anzuzeigen.
Erben ohne waffenrechtliches Bedürfnis müssen die Erbwaffe ggf. blockieren lassen. Die gesetzliche Anzeigepflicht über eine eventuelle Inbesitznahme bleibt hiervon unberührt.

2.14 Wer erwirbt eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Jeder, der die tatsächliche Gewalt über die Waffe erlangt.
b) Jeder, der sich die Waffe für einen Zeitraum von weniger als 4 Wochen ausleiht.
c) Jeder, der die Waffe im Beisein des Besitzers in der Hand hält.

2.15 Wer erwirbt eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Der Dieb, der die Waffe stiehlt.
b) Der Kunde einer Waffenhandlung, wenn er seine Kaufabsicht erklärt und seine Waffenbesitzkarte vorlegt.
c) Der Finder, wenn er die Waffe an sich nimmt.

2.16 Wann „erwirbt“ der Käufer eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Bei dem Abschluss eines Kaufvertrages.
b) Bei der Vorlage der Waffenbesitzkarte des Käufers zum Eintrag der Waffe bei seiner zuständigen Behörde.
c) Bei der Aushändigung der Waffe durch den Verkäufer.

2.17 Sie wollen eine Waffe mit einem anderen Berechtigten dauerhaft tauschen, was müssen Sie berücksichtigen?
a) Ein Waffentausch ist gesetzlich nicht vorgesehen, jeder muss für die angestrebte Waffe erwerbsberechtigt sein und den Erwerb, sowie das Überlassen der anderen Waffe seiner zuständigen Behörde fristgerecht melden.
b) Ein Waffentausch ist nur dann waffenrechtlich zulässig, wenn die Waffenart und das Kaliber gleich bleiben (z.B. ein Revolver in .357 Magnum kann auch nur gegen einen Revolver in .357 Magnum getauscht werden). Anschließend ist die zuständige Behörde binnen von 14 Tagen zu informieren.
c) Ein Waffentausch darf nur zwischen den Inhabern zweier gleichartiger Erlaubnisse im Rahmen des von ihrem Bedürfnis umfassten Zweckes erfolgen (z.B. Nur zwei Sportschützen dürfen ihre Waffen tauschen, es muss sich um Sportwaffen handeln. Niemals dürfen z.B. ein Jäger und ein Sportschütze ihre Waffen tauschen.).

2.18 Was bedeutet „überlassen“ im Sinne des Waffengesetzes?
Einem Anderen die tatsächliche Gewalt über eine Waffe oder Munition einräumen.

2.19 Dürfen Sie während ihres Urlaubs erlaubnispflichtige Schusswaffen zur Aufbewahrung einem anderen überlassen?
a) Ja, jeder zuverlässigen volljährigen Person.
b) Nein.
c) Ja, dem Inhaber einer

2.20 Wem dürfen erlaubnispflichtige Schusswaffen überlassen werden?
a) Jedermann.
b) Nur an Sachkundige nach bestandener Prüfung.
c) Auf der Schießstätte einem Gastschützen zum Schießen.

2.21 Schusswaffen können vorübergehend überlassen werden:
a) dem Inhaber einer WBK.
b) einer Person des persönlichen Vertrauens.
c) Verwandten, die Mitglied im Schützenverein sind.

2.22 Was bedeutet „Überlassen“ einer Schusswaffe?
a) Vererben einer Schusswaffe (nach dem Tod).
b) Vergessen (Liegengelassen) auf dem Schießstand.
c) Die tatsächliche Gewalt einem Anderen einräumen.

2.23 Wann überlassen Sie eine Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wenn Sie im Wettkampf kurzfristig dem Schießleiter die Waffe zur Störungsbeseitigung übergeben.
b) Wenn Sie den Schießstand vorübergehend verlassen wollen und die Standaufsicht bitten, auf die Waffe aufzupassen.
c) Wenn Sie die Waffe Ihrem Freund in Ihrer Wohnung übergeben, damit er sie unter ihrer Aufsicht reinigt.

2.24 Wem darf auf einer Schießstätte eine Kleinkaliber-Pistole überlassen werden, wenn eine für die Jugendarbeit geeignete Aufsichtsperson zur Verfügung steht?
a) Einem 12-jährigen, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung des Sorgeberechtigten vorliegt.
b) Einem 14-jährigen, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung des Sorgeberechtigten vorliegt.
c) Einem 14-jährigen, aber nur wenn er Mitglied der Schützenjugend ist.

2.25 Wem dürfen Sie während Ihres 3- wöchigen Urlaubs ihre erlaubnispflichtigen Schusswaffen zur Aufbewahrung überlassen?
a) befreundeten Polizeibeamten
b) Inhabern einer Waffenbesitzkarte
c) besonders vertrauenswürdigen Personen (z.B. Notar, Pfarrer)

2.26 Wer benötigt keinen Waffenschein?
a) Derjenige, der eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe aufgrund eines Arbeitsverhältnisses im Rahmen seiner Tätigkeit als Geld- und Werttransporteur führt.
b) Derjenige, der eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe während einer traditionellen Brauchtumsveranstaltung (z.B. Schützenaufmarsch) führt.
c) Derjenige, der als Inhaber eines Jahresjagdscheins eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe während der berechtigten Jagdausübung führt.

2.27 Wer benötigt keinen Waffenschein?
a) Berufssoldaten, die im Manöver ihre private Schusswaffe (z.B. Double-Action-Revolver) als Ergänzung mitführen.
b) Verantwortliche Führer von Wasserfahrzeugen, wenn sie an Bord der Wasserfahrzeuge eine erlaubnispflichtige Signalwaffe führen.
c) Personen, die eine Waffe mit dem Zulassungszeichen „PTB im Viereck“ in der Öffentlichkeit tragen und Inhaber des Kleinen Waffenscheins sind.

2.28 Was darf der Inhaber eines Kleinen Waffenscheins?
a) Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit dem Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ in der Öffentlichkeit (ausgenommen öffentliche Veranstaltungen) führen.
b) Druckluft- und CO2-Waffen mit dem Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ in der Öffentlichkeit (ausgenommen öffentliche Veranstaltungen) führen.
c) Erlaubnispflichtige Schusswaffen lediglich vorübergehend, höchstens aber für einen Monat von einem Berechtigen zur sicheren Lagerung übernehmen.

2.29 Wer ist sachkundig im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wer mehr als zehn Leistungsnadeln geschossen hat.
b) Wer die Sachkundeprüfung bestanden hat.
c) Wer länger als zwölf Monate Mitglied in einem Schießsportverein ist.

2.30 Wer ist sachkundig im Sinne des Waffengesetzes?
a) Derjenige, der vor einem Prüfungsausschuss die Sachkundeprüfung erfolgreich abgelegt hat.
b) Soldaten, die mehrere Jahre mit Wartung, Pflege und Lagerung von Handfeuerwaffen betraut waren.
c) Derjenige, der erfolgreich seine Gesellenprüfung im Büchsenmacherhandwerk abgelegt hat.

2.31 Was bedeutet „führen“ im Sinne des Waffengesetzes?
Das Ausüben der tatsächlichen Gewalt außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums
oder einer Schießstätte.

2.32 „Führen“ im Sinne des Waffengesetzes bedeutet Ausübung der tatsächlichen Gewalt...
a) in der eigenen Wohnung.
b) außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums.
c) durch den Waffenhändler im Geschäftsraum.

2.33 „Führen“ im Sinne des Waffengesetzes liegt vor, wenn die Waffe....
a) in der eigenen Wohnung im Holster getragen wird.
b) im Treppenhaus eines fremden Mehrfamilienhauses im Holster getragen wird.
c) im eigenen PKW in der offenen Seitenablage transportiert wird.

2.34 Durch wen und wie wird die Zuverlässigkeit einer Person festgestellt?
Die Zuverlässigkeit wird von der zuständigen Behörde an Hand von Auskünften aus dem Bundeszentralregister, dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister und einer Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle geprüft.

2.35 Wer ist im Sinne des Waffengesetzes in der Regel nicht mehr zuverlässig?
a) Jeder, der wegen einer vorsätzlich begangenen Straftat zu einer Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen verurteilt wurde.
b) Jeder, der wegen der Begehung von zwei verschiedenen vorsätzlichen Straftaten zu Geldstrafen in Höhe von jeweils 20 Tagessätzen verurteilt wurde.
c) Jeder der wegen einer vorsätzlichen Geschwindigkeitsüberschreitung seinen Führerschein für mehr als 60 Tage abgeben musste.

2.36 Wer ist im Sinne des Waffengesetzes nicht zuverlässig bzw. nicht geeignet?
a) Jeder, der wegen einer vorsätzlichen Straftat vor 8 Jahren zu einer Haftstrafe von 2 Jahren verurteilt wurde.
b) Jeder, der aus einem anerkannten Schießsportverband ausgeschlossen wurde.
c) Jeder, bei dem Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass er mit Waffen oder Munition unsachgemäß umgehen wird, ohne dass bereits mit den Waffen oder der Munition etwas passiert ist.

2.37 Durch wen und wie wird die persönliche Eignung einer Person festgestellt?
Die persönliche Eignung wird von der zuständigen Behörde geprüft; ggf. ist ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis beizubringen.

2.38 Wer verfügt im Sinne des Waffengesetzes nicht über die erforderliche persönliche Eignung zum Waffenbesitz.
a) Alle Personen unter 25 Jahren, wenn sie kein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über ihre geistige und körperliche Eignung vorlegen können.
b) Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie psychisch krank oder debil sind.
c) Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie alkoholabhängig sind.

2.39 Die Doppelflinte ist im Sinne der waffenrechtlichen Vorschriften eine....
a) Einzelladerwaffe.
b) Repetierwaffe.
c) halbautomatische Waffe.

2.40 Was ist ein Schalldämpfer waffenrechtlich gesehen?
a) Er ist ein verbotener Gegenstand.
b) Er ist immer erlaubnisfreies Zubehör.
c) Er steht der Schusswaffe gleich, für die er bestimmt ist.

2.41 Was sind Repetierwaffen im Sinne des Waffengesetzes?
Schusswaffen, bei denen nach Abgabe eines Schusses über einen von Hand zu betätigenden Mechanismus Munition aus einem Magazin in das Patronenlager nachgeladen wird.2.42 Was versteht man unter „Besitz“ im Sinne des Waffengesetzes? Im Sinne des WaffG besitzt jemand eine Waffe oder Munition, wenn er die tatsächliche Gewalt über diese Gegenstände ausübt.

2.43 Was versteht man unter „Ausübung der tatsächlichen Gewalt“?
Die tatsächliche Gewalt über eine Waffe übt aus, wer die Möglichkeit hat, über die Waffe nach eigenem Willen zu verfügen. Es kommt dabei nicht auf die Eigentumsverhältnisse an.

2.44 Kann man eine im Ausland erworbene erlaubnispflichtige Schusswaffe in die Bundesrepublik einführen / verbringen?
a) Ja, ohne Einschränkung.
b) Ja, mit Waffenbesitzkarte.
c) Ja, mit einer vorherigen Verbringungserlaubnis der zuständigen Behörde.

2.45 Was versteht man unter „verbringen“ im Sinne des WaffG?
Waffen oder Munition werden verbracht, indem sie den Geltungsbereich des Waffengesetzes zum dortigen Verbleib oder mit dem Ziel des Besitzwechsels verlassen, oder in diesen Geltungsbereich eingeführt werden. Dies beinhaltet auch die Durchreise durch die Bundesrepublik Deutschland. Das Verbringen erlaubnispflichtiger Waffen und Munition bedarf grundsätzlich einer Erlaubnis (Verbringungserlaubnis).

2.46 Was bedeutet der Rechtsbegriff „Mitnahme einer Schusswaffe“?
a) Von zu Hause auf den Schießstand mitnehmen.
b) Von zu Hause in die Wohnung eines Freundes mitnehmen.
c) Zur Wettkampfteilnahme ins Ausland mitnehmen.

2.47 Was muss ein Waffenbesitzer veranlassen, wenn er seine erlaubnispflichtige Schusswaffe in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union verkaufen möchte?
a) Nichts, der Verkauf von erlaubnispflichtigen Schusswaffen in das europäische Ausland ist generell erlaubnisfrei.
b) Er lässt sich die Erwerbserlaubnis des Käufers vorlegen, überlässt diesem dann die Waffe. Der Käufer meldet die Waffe nach Erhalt in seinem Heimatland an. Anschließend schickt er dem Verkäufer eine Kopie der Anmeldung, damit dieser die Waffe bei seiner Behörde abmelden kann.
c) Er bittet den Käufer um Übersendung einer Erlaubnis des Empfängerlandes zur Einfuhr der Waffe. Anschließend beantragt der Verkäufer bei seiner zuständigen Behörde eine Erlaubnis zum dauerhaften Verbringen der Waffe ins Ausland. Erst nach Erlaubniserteilung darf die Waffe verbracht werden. Dies ist dem BKA zu melden.

2.48 Was versteht man unter dem Begriff „Europäischer Feuerwaffenpass“?
a) Einen europaweit gültigen Waffenschein für gefährdete Personen, die gegenüber dem Bundesverwaltungsamt ein besonderes Schutzbedürfnis glaubhaft gemacht haben.
b) Eine europaweit gültige Waffenbesitzkarte, die die Waffenmitnahme auf Reisen in Mitgliedstaaten der EU gestattet.
c) Ein von der EU standardisiertes Waffenbesitzdokument, das aber erst mit einer Erlaubnis des Einreiselandes zur Waffenmitnahme berechtigt.

2.49 Darf man als Inhaber einer Waffenbesitzkarte eine im Ausland erworbene Schusswaffe in die Bundesrepublik Deutschland einführen?
a) Ja, aber nur wenn sich in der Waffenbesitzkarte ein entsprechender Voreintrag der zuständigen Erlaubnisbehörde befindet.
b) Ja, die Waffe ist innerhalb von 14 Tagen bei der zuständigen Erlaubnisbehörde anzumelden.
c) Nein, man benötigt vor der Einfuhr eine Verbringungserlaubnis der zuständigen Behörde.

2.50 Wer benötigt keine Waffenbesitzkarte?
a) Derjenige, der eine Druckluftwaffe mit dem Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ erwirbt.
b) Derjenige, der eine Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffe mit dem Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ erwirbt.
c) Derjenige, der einen doppelläufigen Perkussions-Vorderlader erwirbt, wenn das Modell dieser Waffe vor dem 01.01.1871 hergestellt worden ist.

2.51 Wer benötigt keine eigene Waffenbesitzkarte (ausgenommen Jäger und Büchsenmacher)?
a) Derjenige, der eine erlaubnispflichtige Schusswaffe nur vorübergehend auf einem Schießstand zum dortigen Schießen erwirbt.
b) Derjenige, der eine erlaubnispflichtige Schusswaffe nur vorübergehend für einen Zeitraum von weniger als einem Monat von einem Berechtigten leiht.
c) Derjenige, der eine erlaubnispflichtige Schusswaffe nur vorübergehend von einem Berechtigten zur gewerbsmäßigen Beförderung, bzw. Lagerung übernimmt.

2.52 Welche Angaben zu einer Waffe werden in einer Waffenbesitzkarte eintragen?
a) Waffenart, Bezeichnung der Munition oder des Kalibers, Hersteller- / Warenzeichen oder Marke, Modellbezeichnung, Herstellungsnummer und Tag des Überlassens, sowie der Name und die Anschrift des Überlassers.
b) Waffenart, Kaliber, Hersteller- oder Warenzeichen, Beschusszeichen, Seriennummer und Tag des Überlassens, sowie der Name und die Personalausweisnummer des Überlassers.
c) Waffenart, Kaliber, Hersteller- oder Warenzeichen, Nummer der Waffenherstellungserlaubnis und Tag des Überlassens, sowie der Name und die Waffenbesitzkartennummer des Überlassers.

2.53 Eine Schusswaffe ist „zugriffsbereit“ im Sinne des Waffengesetzes,...
a) wenn sie unmittelbar, also mit wenigen schnellen Handgriffen, in Anschlag gebracht werden kann.
b) wenn sie im abgeschlossenen Koffer im Kfz untergebracht ist.
c) wenn sie ungeladen im unverschlossenen Handschuhfach liegt.

2.54 Wer hat Umgang mit einer Waffe oder Munition?
Umgang hat, wer erwirbt, besitzt, überlässt, führt, verbringt, mitnimmt, schießt, herstellt, bearbeitet, instand setzt oder Handel treibt.

2.55 Was regelt das Waffengesetz?
Das Waffengesetz regelt den Umgang mit Waffen oder Munition unter Berücksichtigung der Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
2.56 Waffenrechtlich gesehen ist der Schaft eines Gewehres...
a) ein wesentlicher Teil der Schusswaffe.
b) kein wesentlicher Teil einer Schusswaffe.
c) ein erlaubnispflichtiges Zubehörteil einer Schusswaffe.

2.57 Wann ist eine Waffe „zugriffsbereit“ (im Sinne des WaffG)?
Wenn sie mit unmittelbar, also mit wenigen schnellen Griffen in Anschlag gebracht werden kann.

2.58 Wer schießt im Sinne des Waffengesetzes?
a) Jeder, der in der Öffentlichkeit seine Waffe lädt.
b) Jeder, der mit seiner Waffe eine Platzpatrone (Kartuschenmunition) abfeuert.
c) Jeder, der mit einem Schaftböller (ähnlich wie ein Vorderlader zu handhaben) in der Öffentlichkeit böllert.

2.59 Was bedeutet „schießen“ im Sinne des Waffengesetzes?
Im Sinne des WaffG schießt jemand, der mit einer Schusswaffe ein Geschoss durch einen Lauf verschießt, Kartuschenmunition abschießt, mit Patronen- oder Kartuschenmunition Reiz- oder andere Wirkstoffe verschießt oder pyrotechnische Munition verschießt.

2.60 Darf man zu Silvester mit einem Revolver .38 Spezial Platzpatronen Kartuschenmunition) verschießen?
a) Nein.
b) Ja. Dies ist aber nur innerhalb der behördlich genehmigten „Knallzeit“ zulässig, wenn man sich zudem auf einem befriedeten Grundstück befindet.
c) Ja. Dies ist aber nur innerhalb der behördlich genehmigten „Knallzeit“ zulässig, wenn man sich zudem auf seinem eigenen, befriedeten Grundstück befindet.

2.61 Was bedeutet für einen Sportschützen der Rechtsbegriff „Zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit“?
a) Der Schütze darf die Waffe in der fremden Wohnung mit Einwilligung des Hausrechtsinhabers zu Schutzzwecken führen.
b) Der Schütze transportiert seine defekte Schusswaffe zur Reparatur zum Büchsenmacher.
c) Die Schusswaffe wird am Wohnort des Schützen von ihm über mehrere Tage in einem Autotresor im Kofferraum des PKW´s transportiert.

2.62 Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit der Rechtsbegriff „sportliches Schießen“ erfüllt wird?
Sportliches Schießen liegt dann vor, wenn nach festen Regeln einer genehmigten Sportordnung geschossen wird.

2.63 Wann ist eine Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes „schussbereit“?
a) Wenn sie griffbereit im Holster getragen wird.
b) Wenn das Schlagstück / Schlagbolzen bei entladener Waffe gespannt und entsichert ist.
c) Wenn sich Geschosse oder Patronen in der Waffe befinden.

2.64 Wann ist eine Waffe „schussbereit“ im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wenn sie geladen und gespannt ist.
b) Wenn sie geladen, aber entspannt und gesichert ist.
c) Wenn ein gefülltes Magazin eingeführt ist.
d) Immer.

2.65 Wann ist eine Waffe „schussbereit“ im Sinne des Waffengesetzes?
a) Waffe geladen, aber gesichert und im abgeschlossenen Koffer.
b) Waffe ungeladen und ohne Magazin in der Hosentasche.
c) Waffe ungeladen in der Hand.

2.66 Wann ist eine Schusswaffe „schussbereit“ im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wenn sie mit wenigen Griffen in Anschlag zu bringen ist.
b) Wenn sie geladen ist.
c) Wenn sie im Holster mitgeführt wird.

2.67 Wann ist eine Waffe „schussbereit“ im Sinne des Waffengesetzes?
a) Wenn sie ungeladen im Holster getragen wird.
b) Wenn sie in einem verschlossenen Koffer liegt und sich eine Patrone im Patronenlager befindet.
c) Wenn das Magazin in der Waffe mit Patronen gefüllt ist und die Waffe im unverschlossenen Handschuhfach eines PKW liegt.

2.68 In welchem zeitlichen Mindestabstand werden die Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse erneut auf ihre Zuverlässigkeit und ihre persönliche Eignung geprüft?
Mindestens alle drei Jahre.

2.69 Welche Voraussetzungen müssen Sie als Antragsteller für die Erteilung einer Waffenbesitzkarte erfüllen?
1. Ich muss ein Bedürfnis nachweisen.
2. Ich muss die persönliche Eignung besitzen.
3. Ich muss die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.
4. Ich muss die erforderliche Sachkunde nachweisen.
5. Ich muss das 18. Lebensjahr vollendet haben.

2.70 Das Fortbestehen des Bedürfnisses wird nach erstmaliger Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis von der Behörde geprüft. Welche Frist hat der Gesetzgeber hier vorgesehen?
Drei Jahre.

2.71 Das Fortbestehen des Bedürfnisses wird drei Jahre nach der erstmaligen Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis von der Behörde geprüft. Ist dies die einzige Prüfung des Fortbestehens des Bedürfnisses?
Nein, das Fortbestehen des Bedürfnisses kann von der zuständigen Behörde auch nach diesem Zeitraum geprüft werden.

2.72 Eine Erlaubnis zum Führen einer Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes ist erforderlich, wenn
a) ... sie entladen in der unverschlossenen Aktentasche mitgeführt wird.
b) ... sie geladen in einer verschlossenen Aktentasche mitgeführt wird.
c) ... sie sich entladen im unverschlossenen Handschuhfach eines PKW befindet und die Munition in einem Metallbehältnis mit Schwenkriegelschloss im Kofferraum mitgeführt wird.

2.73 Welcher Sportschütze muss für die erstmalige Erteilung einer Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Schusswaffen ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über seine geistige Eignung vorlegen?
a) Ein 18-jähriger, der ein Kleinkalibergewehr erwerben möchte.
b) Ein 19-jähriger, der eine Doppelflinte im Kaliber 12/70 erwerben möchte.
c) Ein 22-jähriger, der einen großkalibrigen Revolver erwerben möchte.

2.74 Wer benötigt als Sportschütze ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Gutachten?
Sportschützen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und erstmalig eine erlaubnis- und bedürfnispflichtige Waffe erwerben wollen - außer Schusswaffen bis .22 l.r. / lfB. (mit Randzündung), sowie Einzellader- Flinten bis Kaliber 12.

2.75 Welcher Sportschütze muss sich einer amts- oder fachärztlichen oder fachpsychologischen Untersuchung unterziehen, um seine persönliche Eignung zum Waffenerwerb nachzuweisen?
a) 18-jähriger Sportschütze für eine Kleinkaliberpistole (KK-Pistole)
b) 21-jähriger Sportschütze für ein Kleinkalibergewehr (KK-Gewehr)
c) 24-jähriger Sportschütze für eine als erste Großkaliberwaffe zu erwerbende halbautomatische Pistole .45 ACP

2.76 Für den Erwerb welcher Schusswaffe bedarf es einer Waffenbesitzkarte?
a) mehrschüssiger Vorderladerrevolver
b) CO2-Pistole mit Zeichen
c) Gaspistole mit Zulassungszeichen

2.77 Für den Erwerb welcher der nachfolgend genannten Waffen bedarf es einer Waffenbesitzkarte?
a) Druckluftgewehre ohne Zulassungszeichen „F im Fünfeck“, die nach dem 01.01.1970 hergestellt wurden (ausgenommen DDRProduktion).
b) Perkussionsrevolver, deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde.
c) Waffen in 4 mm M20 mit den Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ und „PTB im Viereck“.

2.78 Für den Erwerb welcher Waffen bedarf es keiner Waffenbesitzkarte?
a) Druckluftgewehre mit Zulassungszeichen „F im Fünfeck“
b) doppelläufige Waffen mit Funkenzündung (Stein- / Radschloss), deren Modell vor dem 01.01.1871 entwickelt wurde
c) Einzelladerlangwaffen in .22 l.r. (.22 lfB)

2.79 Was bedeutet „Anscheinswaffe“ im Sinne des Waffengesetzes?
Anscheinswaffen sind
-Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach im Gesamterscheinungsbild den Anschein von Feuerwaffen (Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 1 Nr. 2.1 WaffG) hervorrufen und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine heißen Gase verwendet werden,
-Nachbildungen von Schusswaffen mit dem Aussehen der o.g. Schusswaffen
-unbrauchbar gemachte Schusswaffen mit dem Aussehen der o.g. Schusswaffen.

2.80 Welcher der genannten Gegenstände ist eine Anscheinswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Sportgewehr .223 Remington, das wie ein Sturmgewehr aussieht ohne Zulassungszeichen
b) Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalpistole mit Zulassungszeichen „PTB im Kreis“
c) Spielzeugpistole, die äußerlich einer echten Pistole in 9mm Luger zum Verwechseln ähnlich sieht.

2.81 Welcher der genannten Gegenstände ist eine Anscheinswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Messer mit einer 14cm langen, aber nur einseitig geschliffenen Klinge
b) Nach waffenrechtlichen Vorschriften unbrauchbar gemachtes altes Armeegewehr mit Zulassungszeichen „Ortszeichen in der Raute“ .
c) Stockflinte (als Spazierstock getarnte Flinte, früher angeblich oft von Wilderern benutzt)

2.82 Welcher der genannten Gegenstände ist keine Anscheinswaffe im Sinne des Waffengesetzes?
a) Karnevalspistole, deren Form äußerlich einer echten Pistole in 9mm Luger nachempfunden ist, aber doppelt so groß wie diese ist.
b) signalorange Spielzeugpistole, deren Form äußerlich einer echten Pistole in 9mm Luger zum Verwechseln ähnlich sieht.
c) Softair-Pistole (Geschossenergie unter 0,5 Joule, Federdruckantrieb), deren Form äußerlich einer echten Pistole in 9mm Luger nachempfunden ist.

2.83 Welche Ausnahmen vom Verbot des Führens von Anscheinswaffen gibt es?
Anscheinswaffen dürfen geführt werden,bei
- der Verwendung bei Foto-, Film oder Fernsehaufnahmen oder bei Theateraufführungen
- dem Transport in einem verschlossenen Behältnis.

2.84 Welcher der genannten Gegenstände darf nicht ohne weiteres geführt werden?
a) Baseballschläger
b) Fahrtenmesser mit 11 cm langer Klinge.
c) Kochmesser mit 14 cm langer Klinge.

2.85 Welcher der genannten Gegenstände darf nicht ohne weiteres geführt werden?
a) Klappmesser mit 14 cm langer, nicht feststellbarer einseitig geschliffener Klinge.
b) , Gummiknüppel
c) Küchenmesser mit 11 cm langer Klinge .

2.86 Welcher der genannten Gegenstände darf nicht ohne weiteres geführt werden?
a) Samuraischwert.
b) Buschmesser.
c) Forstaxt

2.87 Welche Ausnahmen vom Verbot des Führens von Hieb- und Stoßwaffen, bzw. Einhandmessern und feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 cm gibt es?
Hieb- und Stoßwaffen, bzw. Einhandmesser und feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm dürfen geführt werden, bei
- der Verwendung bei Foto-, Film oder Fernsehaufnahmen oder bei Theateraufführungen
- dem Transport in einem verschlossenen Behältnis
- sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt (insbesondere im Zusammenhang mit der Berufsausübung, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck)


I. Waffenrecht Kennzeichnung von Schusswaffen und Munition
3.01 Welches Kennzeichen muss u.a.auf einem Großkaliber-Revolver angebracht sein?
a) Bezeichnung der Munition
b) Herstellerzeichen
c) Warnhinweis „Gefährlich…“

3.02 Welche Kennzeichnung trägt üblicherweise eine Feuerwaffe?
a) Name des Besitzers
b) Beschusszeichen
c) Lauflänge

3.03 Welche der nebenstehenden Kennzeichen sind nicht auf einer waffenbesitzkartenpflichtigen Schusswaffe zu finden?
a)
b)
c)

3.04 Welche Kennzeichnung trägt üblicherweise eine Schusswaffe?
1. Name, Firma oder Marke eines Waffenherstellers oder -händlers, der im Geltungsbereich dieses Gesetzes eine gewerbliche Niederlassung hat,
2. Landeskürzel des Herstellungslandes
3. die Bezeichnung der Munition; sofern keine Munition verwendet wird, die Bezeichnung der Geschosse,
4. eine fortlaufende Nummer,
5. Beschusszeichen
6. bei Importwaffen auch Einfuhrland (Länderkürzel) und Einfuhrjahr.

3.05 Wie sind Schreckschuss-, Reizstoffund Signalwaffen gekennzeichnent, deren Erwerb und Besitz erlaubnisfrei ist?
Durch das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt).

3.06 Welche Kennzeichnung muss eine erlaubnispflichtige Feuerwaffe mindestens aufweisen?
a) Hersteller- oder Händlerzeichen, Seriennummer, Modell, Bezeichnung der Munition
b) Hersteller- oder Händlerzeichen, Herstellungsland (Länderkürzel), Seriennummer, Beschusszeichen, Bezeichnung der Munition, bei Importwaffen auch Einfuhrland (Landeskürzel) und Einfuhrjahr
c) Hersteller- oder Händlerzeichen, Seriennummer, Herstellungsjahr, Bezeichnung der Munition

3.07 Welche Kennzeichen müssen auf der kleinsten Verpackungseinheit von Patronen angebracht sein?
a) Hersteller- oder Fertigungszeichen, Fertigungsserie, Patronendaten, Zulassungszeichen
b) Herstellungsdatum, Patronenkaliber
c) keine

3.08 Welche Kennzeichnung muss die Randfeuerpatrone aufweisen?
a) Kaliberangabe auf der Hülse.
b) Herstellerzeichen und Bezeichnung der Munition auf der Hülse.
c) Kaliber und Herstellerzeichen auf der Hülse.

3.09 Welche Kennzeichnung muss die Zentralfeuerpatrone aufweisen?
a) Kaliberangabe und Geschossart auf dem Hülsenboden.
b) Herstellerzeichen auf dem Hülsenhals.
c) Herstellerzeichen und Bezeichnung der Munition auf der Hülse.

3.10 Woran erkennt man die für eine Waffe zugelassene Munition?
a) Wenn die Angaben auf der kleinsten Verpackungseinheit mit den Angaben auf der Waffe übereinstimmen.
b) Wenn man die Munition von einem Sportwaffenhändler hat.
c) Wenn sie ins Patronenlager eingeführt werden kann.

3.11 Was bedeutet der Zusatz „R“ in der Munitionsbezeichnung?
a) Patrone mit Rand
b) Randfeuerpatrone
c) Patrone für Revolver (R = Revolver)

3.12 Welche zusätzlichen Angaben müssen Schrotpatronen im Kaliber 12/70 aufweisen?
a) keine zusätzlichen Angaben erforderlich
b) auf der Hülse die Längenangabe 70
c) Angabe der Anzahl der Schrote

3.13 Welche Kennzeichen müssen auf Zentralfeuermunition angebracht sein?
Auf der Hülse der Munition müssen das Herstellerzeichen und die Bezeichnung der Munition angebracht sein.

3.14 Welche Kennzeichen müssen auf der kleinsten Verpackungseinheit der Munition angebracht sein?
- das Herstellerzeichen
- das Fertigungszeichen (Fertigungsserie)
- die Bezeichnung der Munition
- Zulassungszeichen

3.15 Welche Kennzeichen müssen auf der kleinsten Munitionsverpackungseinheit angebracht sein?
a) Herstellerzeichen, Bezeichnung der Munition, Fertigungsserie (Losnummer), Zulassungszeichen,
b) Herstellerzeichen, Bezeichnung der Munition, Anzahl der Patronen in der Packung, Herstellungsjahr, Zulassungszeichen
c) Herstellerzeichen, Bezeichnung der Munition, Anzahl der Patronen in der Packung, Fertigungsserie (Losnummer), Herstellungsdatum

3.16 Welche Kennzeichnung muss auf einer Zentralfeuerpatrone angebracht sein?
a) Bezeichnung der Munition und Geschossart.
b) Bezeichnung der Munition und Herstellerzeichen.
c) Bezeichnung der Munition und Losnummer.

3.17 Welche Kennzeichnung muss auf einer Randfeuerpatrone angebracht sein?
a) Bezeichnung der Munition
b) Randfeuer
c) Herstellerzeichen

3.18 Woran erkennt man die für eine Waffe zugelassene Munition?
a) Die Angaben auf der kleinsten Verpackungseinheit stimmen mit den Angaben auf der Waffe überein.
b) Die Angaben auf der kleinsten Verpackungseinheit stimmen mit den Angaben in der Waffenbesitzkarte überein.
c) Die Angaben auf der kleinsten Verpackungseinheit stimmen mit den Angaben auf dem Verschluss der Waffe überein.

3.19 Welche Angaben befinden sich auf Patronen mit Flintenlaufgeschossen im Kaliber 12/67,5?
a) Auf dem Hülsenboden die Kaliberangabe 12 und das Beschusszeichen, auf der Hülse zusätzlich Angaben über die Hülsenlänge und das Geschossgewicht.
b) Auf dem Hülsenboden die Kaliberangabe 12 und der Verwendungszweck (J = Jagd / S = Sport), auf der Hülse zusätzlich Angaben über die Hülsenlänge.
c) Auf dem Hülsenboden die Kaliberangabe 12, auf der Hülse zusätzlich Angaben über die Hülsenlänge und den Hersteller.

3.20 Welche Kennzeichnung muss auf einer Randfeuerpatrone angebracht sein?
a) Herstellerzeichen auf der Hülse.
b) Kaliberangabe auf dem Hülsenboden
c) Beschusszeichen und Nummer des Fertigungsloses

3.21 Welche Bedeutung hat ein Beschusszeichen?
a) Sicherheitsüberprüfung der Waffe beim zuständigen TÜV.
b) Die Waffe ist durch die Physikalisch- Technische Bundesanstalt auf Funktionsfähigkeit geprüft.
c) Die Waffe ist auf Haltbarkeit, Funktionssicherheit, Maßhaltigkeit und richtige Kennzeichnung durch ein anerkanntes Beschussamt geprüft.

3.22 Welche Bedeutung hat ein Beschusszeichen auf einer Feuerwaffe?
a) Haltbarkeit, Funktionssicherheit, Maßhaltigkeit und richtige Kennzeichnung der Waffe wurden durch ein Beschussamt geprüft.
b) Es handelt sich um eine gebrauchte Waffe.
c) Es handelt sich um eine Sportwaffe.

3.23 Welches Beschusszeichen trägt ein in der Bundesrepublik beschossener Revolver .357 Magnum?
a) Bundesadler, V
b) Bundesadler, N
c) Bundesadler, PN

3.24 Auf welchem Waffenteil muss das Beschusszeichen auch angebracht sein?
a) Auf dem Lauf.
b) Auf dem Schaft.
c) Auf dem Visier.

3.25 Was bedeutet das Beschusszeichen ?
a) Die Waffe ist behördlich geprüft und zum Schießen zugelassen.
b) Die Gebühren sind bezahlt.
c) Die Waffe ist gebraucht.

3.26 Woran erkennt man, ob eine Schusswaffe zum Schießen zugelassen ist?
Die Waffe muss ein gültiges Prüf- und/oder Beschusszeichen tragen.

3.27 Was bedeutet das Beschusszeichen?
Die Waffe wurde auf Haltbarkeit, Funktionssicherheit, Maßhaltigkeit und richtige Kennzeichnung behördlich geprüft

3.28 Wann ist eine Schusswaffe erneut zum Beschuss vorzulegen?
Wenn ein wesentliches Teil ausgetauscht, verändert oder instandgesetzt worden ist.

3.29 Darf eine Waffe ohne Beschusszeichen einem anderen zum Schießen überlassen werden?
Nein.
(Ausgenommen sind Schusswaffen, die vor dem 1. Januar 1891 hergestellt wurden oder für die von einem Beschussamt eine Bescheinigung darüber ausgestellt wurde, dass der Beschuss der Waffe nicht durchgeführt werden kann.)

3.30 Handfeuerwaffen müssen Beschusszeichen tragen. Was wird geprüft?
- Haltbarkeit,
- Funktionssicherheit,
- Maßhaltigkeit und
- richtige Kennzeichnung.

3.31 Dürfen Sie mit nachgebauten Vorderladerschusswaffen ohne Beschusszeichen auf Schießstätten schießen?
a) Ja, weil es sich hier um Nachbauten von historischen Schusswaffen (Original vor 1891 hergestellt) handelt.
b) Grundsätzlich nein, alle nach dem 01.01.1891 hergestellten Feuerwaffen müssen amtliche Beschusszeichen tragen.
c) Ja, aber nur bei einläufigen Vorderladerschusswaffen.

3.32 Welche Schusswaffe muss ein amtliches Beschusszeichen tragen?
a) ein jetzt hergestellter Nachbau einer Steinschlosspistole (Original 18. Jhdt.)
b) Ein Druckluftgewehr, das dem Geschoss eine Energie von ca. 10 Joule erteilt.
c) Ordonnanzgewehr aus dem 2. Weltkrieg
d) Bauartgeprüfter Schreckschussrevolver im Kaliber bis 6 mm

3.33 Dürfen Sie als Sportschütze mit einer Schusswaffe, die der Beschusspflicht unterliegt, auf dem Schießstand „Probeschüsse“ abgeben, wenn kein Beschussstempel angebracht ist?
a) Ja, das Probeschießen ist gestattet.
b) Nein, das ist niemals gestattet.
c) Solche Schüsse sind nur durch die verantwortliche Aufsicht zulässig.

3.34 Welche Bedeutung hat das Beschusszeichen?
a) Der zuständige TÜV hat eine umfangreiche Sicherheitsprüfung vorgenommen, die Waffe ist somit für den Gebrauch als Jagd- und Sportwaffe zugelassen.
b) Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat eine Funktionsprüfung durchgeführt, die Waffe ist für den Geltungsbereich des Waffengesetzes zugelassen.
c) Ein Beschussamt hat die Waffe auf Haltbarkeit, Funktionssicherheit, Maßhaltigkeit und Kennzeichnung geprüft.

3.35 Welche Beschussstempelung trägt üblicherweise eine in der Bundesrepublik Deutschland beschossene Schusswaffe?
Beschusszeichen in Form eines Bundesadlers mit darunter liegendem Kennbuchstaben für die Art des Beschusses, Ortszeichen für das Beschussamt, Zahlen oder Buchstabencodierung für das Beschussdatum.

3.36 Welche Bedeutung hat ein Beschusszeichen, bei dem ein Bundesadler mit den darunter liegenden Buchstaben „PN“ abgebildet ist?
a) Die Waffe ist für das Schießen mit allen Munitionssorten (Schwarzpulver und rauchloses Pulver) im entsprechenden Kaliber zugelassen. (PN = Prüfung Normal)
b) Die Waffe ist für das Schießen mit allen Munitionssorten im entsprechenden Kaliber zugelassen, die mit rauchlosem Pulver geladen sind. (PN = Prüfung Nitro)
c) Die Waffe ist für das Schießen mit allen Munitionssorten im entsprechenden Kaliber zugelassen, die mit Schwarzpulver geladen sind. (PN = poudre noir)

3.37 Wann ist eine Waffe erneut zu beschießen?
a) Unter anderem, wenn der Neubschuss fällig wird. Dies ist bei Neuwaffen nach 15 Jahren, bei Gebrauchtwaffen nach 10 Jahren der Fall.
b) Ein Beschuss ist unter anderem dann erforderlich, wenn eine Waffe von einem gewerblichen Waffenhändler an einen Kunden verkauft wird. Dies ist aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung zum Schutze des Kunden besonders geregelt.
c) Ein erneuter Beschuss muss immer dann erfolgen, wenn höchstbeanspruchte Teile der Waffe verändert oder instand gesetzt wurden.

3.38 Welches Beschusszeichen muss ein in der Bundesrepublik Deutschland beschossener Revolver .357 Magnum tragen?
a) Bundesadler mit dem darunter befindlichen Buchstaben „V“.
b) Bundesadler mit dem darunter befindlichen Buchstaben „N“.
c) Bundesadler mit dem darunter befindlichen Buchstaben „PN“.

3.39 Ist die zuständige Erlaubnisbehörde zu unterrichten, wenn durch einen Büchsenmacher der Lauf ersetzt und die Waffe anschließend neu beschossen wurde?
a) Die Erlaubnisbehörde ist immer zu unterrichten.
b) Die Erlaubnisbehörde ist nur zu unterrichten, wenn sich die dort registrierten „Waffendaten“ (z.B. das Kaliber) verändert haben.
c) Die Erlaubnisbehörde ist nie zu unterrichten.

3.40 Was wird bei einem amtlichen Beschuss geprüft?
a) Die Waffe wird auf Haltbarkeit, Funktionsssicherheit und Maßhaltigkeit geprüft.
b) Die Waffe wird auf Lebensdauer, Konstruktionsschlüssigkeit und Funktionstauglichkeit geprüft.
c) Die Waffe wird auf Präzision, Fertigungstoleranzen und Materialhärte geprüft.

3.41 Was bedeutet die Überstempelung eines Beschusszeichens mit dem Andreaskreuz, bzw. mit einem „X“?
a) Die Waffe wurde in England erneut beschossen, es ist nur noch der englische Beschuss gültig.
b) Die Waffe wurde bei einer erneuten Beschussprüfung als nicht mehr beschusstauglich befunden, der bereits vorhandene Beschussstempel ist ungültig.
c) Die Waffe wurde für den Export nach Großbritannien erneut beschossen, da dort der deutsche Beschuss nicht gültig ist.

3.42 Wann ist eine Waffe erneut zum Beschuss vorzulegen?
a) ein neuer Lauf wurde eingebaut
b) Sportgriffschalen wurden montiert
c) der Verschluss wurde erneuert
d) die Schussfolge wurde geändert
e) der Lauf wurde mit Kompensatoröffnungen versehen
f) das Abzugsgewicht wurde durch Einbau einer anderen Feder verringert

3.43 Auf welchen Waffenteilen muss das Beschusszeichen (auch) angebracht sein?
a) Lauf, Verschluss
b) Schaft, Visier
c) Sicherung, Magazin

3.44 Welche der folgenden Waffenteile unterliegen der Beschusspflicht?
a) Einsteckläufe für Zentralfeuerpatronen
b) Wechseltrommeln
c) Wechselsysteme

3.45 Darf mit einer amerikanischen Schusswaffe mit französischem Beschusszeichen in der Bundesrepublik geschossen werden?
a) Nein, die Waffe braucht ein deutsches Beschusszeichen.
b) Ja, das französische Beschusszeichen ist anerkannt.
c) Nein, die Waffe braucht ein amerikanisches Beschusszeichen.

3.46 Eine Feuerwaffe wird aus einem der nebenstehenden Länder eingeführt. Bei welchem Land muss die Feuerwaffe einem Beschussamt der C.I.P. (Internationale Kommission zur
Prüfung von Handfeuerwaffen und Munition) vorgelegt werden?
a) USA
b) Ungarn
c) Chile

3.47 Werden in Deutschland auch Beschusszeichen anderer Staaten anerkannt?
a) Ja, aller Staaten, die eine Sicherheitsprüfung vorschreiben.
b) Ja, aber nur Staaten, die dem Übereinkommen über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen und Prüfzeichen beigetreten sind.
c) Nein, alle Schusswaffen müssen vor ihrem Gebrauch von deutschen Beschussämtern geprüft sein.

3.48 Welcher der nebenstehend angeführten Staaten gehört dem Übereinkommen über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen nicht an?
a) Schweiz
b) Chile
c) Ungarn

3.49 Welche der nebenstehend angeführten Staaten gehören dem Übereinkommen über die gegenseitige Anerkennung von Beschusszeichen an?
a) Österreich
b) USA
c) Ungarn

3.50 Bei welchen der folgenden Staaten ist der dortige amtliche Beschuss auch in der Bundesrepublik Deutschland gültig?
(D.h. die dort beschossenen Waffen müssen nicht von einem deutschen Beschussamt erneut beschossen werden.)
a) Ungarn, Russland
b) USA, Kanada
c) Belgien, Italien

3.51 Bei welchen der folgenden ehemaligen Staaten ist der dortige amtliche Beschuss auch in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin gültig?
(D.h. die dort beschossenen Waffen müssen nicht von einem deutschen Beschussamt erneut beschossen werden.)
a) CSSR
b) DDR
c) Deutsches Reich

3.52 Braucht ein Volljähriger für den Erwerb von Druckluft-, Federdruck- oder CO2-Waffen eine Erwerbsberechtigung?
a) Ja, in jedem Fall.
b) Ja, wenn die Waffe mit gekennzeichnet ist.
c) Nein, wenn die Waffe mit gekennzeichnet ist.

3.53 Welche Bedeutung hat das Zeichen ?
a) F wie „Feuerwaffe“.
b) Die Geschossenergie E0 beträgt maximal 7,5 Joule.
c) Die Geschossgeschwindigkeit V0 liegt unter 7,5 m/s.

3.54 Welche Bedeutung hat das Zeichen ?
a) Die Waffe wurde von dem Beschussamt auf ihre Handhabungssicherheit hin geprüft.
b) Die Geschossenergie E0 beträgt maximal 7,5 Joule.
c) Diese Waffe ist für das Schießen von Munition im „Kleinstkaliber“ 4 mm lang zugelassen.

3.55 Wo dürfen Sie mit Druckluftwaffen, die das Zeichen „F im Fünfeck“ tragen, schießen?
a) In Ihrem eingezäunten Garten, wenn sichergestellt ist, dass die Geschosse den Garten nicht verlassen können.
b) In einem verlassenen Steinbruch (kein Geschoss kann das Gelände verlassen).
c) Nur auf zugelassenen Schießständen.
d) Im eigenen Keller, wenn hierbei niemand gefährdet werden kann.

3.56 Welche Schusswaffe muss neben dem Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ noch als weiteres Zulassungszeichen „PTB im Quadrat“ tragen? (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt)
a) Druckluftwaffen mit einer Bewegungsenergie bis zu 7,5 Joule.
b) Schusswaffen mit kleinerem Kaliber als .22 l.r. und einer Bewegungsenergie bis zu 10 Joule.
c) Feuerwaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule erteilt wird.

3.57 Benötigen Sie zum Führen einer Druckluftpistole (mit Kennzeichnung „F im Fünfeck“) im Gürtelholster einen Waffenschein?
a) Ja.
b) Nein.
c) Nur, wenn ich noch nicht volljährig bin.

3.58 Welche der folgendermaßen gekennzeichneten Schusswaffen dürfen Sie als volljährige Person erlaubnisfrei erwerben?
a) Der Aufdruck „Frei ab 18 Jahren“ ist auf allen wesentlichen Teilen der Waffe eingeprägt.
b) Auf der Waffe befindet sich das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ oder das Zulassungszeichen „F im Fünfeck“.
c) Auf der Waffe befinden sich die Zulassungszeichen „PTB im Viereck“ und das Zulassungszeichen „F im Fünfeck“.

3.59 Welche Bedeutung hat das Zeichen „F im Fünfeck“?
a) Das Zeichen „F im Fünfeck“ kennzeichnet Waffen, die von volljährigen Personen erlaubnisfrei erworben werden dürfen.
b) Das Zeichen „F im Fünfeck“ kennzeichnet Waffen, deren Geschossen eine Energie von nicht mehr als 7,5 Joule erteilt wird.
c) Das Zeichen „F im Fünfeck“ kennzeichnet Waffen, deren Mündungsgeschwindigkeit unter 7,5 m/s. liegt.

3.60 Wann sind erwerben?
- Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen,
a) Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit Bauartzulassungszeichen „PTB im Kreis“. (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt)

- Wann sind erwerben? b) Druckluft-, Federdruck- und CO2 Waffen „frei“, d.h. ohne Waffenbesitzkarte zu
b) Druckluft-, Federdruck- und CO2 Waffen mit einem Zeichen „F im Fünfeck“ (wenn diese nach dem 01.01.1970 in der Bundesrepublik Deutschland hergestellt wurden).

3.61 Dürfen Sie aus einer Waffe für Munition 8x57I auch Patronen mit der Munitionsbezeichnung 8x57IS verschießen?
a) Ja, aus dieser Waffe dürfen auch die schwächeren „S-Patronen“ 8x57IS verschossen werden. (S = Subsonic = Unterschall)
b) Ja, aus dieser Waffe dürfen auch die stärkeren “S-Patronen“ 8x57IS verschossen werden, wenn die Waffe einen verstärkten (Magnum) Beschuss hat.
c) Nein, aus dieser Waffe dürfen keinesfalls Patronen 8x57IS verschossen werden, da diese einen höheren Gasdruck und einen größeren Geschossdurchmesser haben.

3.62 Welche Druckluftwaffen dürfen erlaubnisfrei erworben werden?
a) Alle Druckluftwaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von weniger als 7,5 Joule erteilt wird.
b) Alle Druckluftwaffen, die vor dem 01.01.1970 hergestellt und in den Handel gebracht wurden.
c) Alle Druckluftwaffen mit dem Zulassungszeichen „F im Fünfeck“.

3.63 Welche Druckluftwaffen dürfen erlaubnisfrei erworben werden?
a) Alle Druckluftwaffen, die vor dem 02.04.1991 (Einigungsvertrag) in der DDR hergestellt und in den Handel gebracht wurden.
b) Alle Druckluftwaffen, deren Geschosse ausschließlich durch Federkraft angetrieben werden.
c) Alle Druckluftwaffen, bei denen der Lauf die Beschriftung „frei ab 18 Jahren“ trägt.

I. Waffenrecht Umgang mit Waffen und Munition

4.01 Darf eine Schusswaffe, auch wenn sie ungeladen ist, auf Menschen gerichtet werden?
a) Niemals.
b) Ja.
c) Nein, außer bei Notwehr.

4.02 Wie soll eine Schusswaffe an eine andere Person übergeben werden?
a) geladen, gesichert
b) geladen, ungesichert
c) ungeladen

4.03 Mit welchen Waffen darf man auf seinem befriedeten Grundstück schießen, wenn sichergestellt ist, dass die Geschosse das Grundstück
nicht verlassen können und niemand durch Lärm behindert oder belästigt wird?
a) Druckluftwaffen mit dem Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ und Soft-Airwaffen.
b) Mit Waffen für Randfeuermunition bis .22 l.r. (= lfB).
c) Mit Waffen (z.B. im „Kleinstkaliber“ 4 mm M20), sofern diese das Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ und das Zulassungszeichen „PTB im Viereck“ tragen.

4.04 Um Ihre Vorderschaftrepetierflinte leichter transportieren zu können ersetzen Sie den normalen Hinterschaft durch einen Pistolengriff.
a) Das ist verboten.
b) Das macht Sinn und ist zulässig.
c) Das ist nur Jägern erlaubt.

4.05 Welche Gegenstände zählen zu den verbotenen Waffen?
a) Feuerwaffen mit Dauerfeuereinrichtung.
b) Spielzeugwaffen.
c) Schusswaffen mit Schalldämpfer.

4.06 Erlaubnispflichtig, jedoch keine verbotene Waffe ist...
a) ein Fallmesser.
b) eine vollautomatische Pistole.
c) eine zivile halbautomatische Schusswaffe, die wie eine vollautomatische Kriegswaffe aussieht.

4.07 Was ist keine verbotene Waffe?
a) halbautomatische Flinte
b) Nun-Chaku
c) Präzisionsschleuder

4.08 Mit welchen Waffen ist der Umgang verboten?
a) Stockdegen
b) Richtschwert (auch Henkerschwert genannt)
c) Morgenstern

4.09 Mit welchen Waffen ist der Umgang verboten?
a) Butterflymesser, Präzisionsschleudern mit Armstütze
b) Wurfsterne, Schlagringe
c) Stahlruten, beidseitig geschliffene Springmesser

4.10 Mit welchen Gegenständen ist der Umgang verboten?
a) Zielscheinwerfer
b) Leuchtpunktvisiere für Kurzwaffen
c) Nachtzielgeräte

4.11 Gehören Schalldämpfer zu den verbotenen Waffen?
Nein.

4.12 Dürfen Schalldämpfer erworben werden?
a) Ja, für alle in der grünen WBK eingetragenen Waffen.
b) Nein.
c) Ja, jedoch unterliegen Schalldämpfer für erlaubnispflichtige Schusswaffen ebenfalls der Erlaubnispflicht. Ein Voreintrag in die Waffenbesitzkarte ist erforderlich.

4.13 Wie kann man eigene Munition entsorgen?
a) In den Hausmüll werfen.
b) Beim Waffenhändler abgeben.
c) In den Sondermüll geben.

4.14 Was versteht man unter „Kaliber“?
a) Den Außendurchmesser eines Laufes.
b) Den Innendurchmesser des Laufes.
c) Den Durchmesser des Einzelgeschosses.

4.15 Welche Munition dürfen Sie aus Ihrer Waffe verschießen?
a) Alles, was ins Patronenlager passt.
b) Munition, für die diese Waffe konstruiert und zugelassen ist.
c) Nur Zentralfeuermunition.

4.16 Was bezeichnet die Zahl „12“ bei dem entsprechenden Flintenkaliber?
a) Den Innendurchmesser des Laufes in Millimetern.
b) Den Innendurchmesser des Laufes in Zoll (Inch).
c) Der Innendurchmesser des Laufes entspricht dem Durchmesser einer Bleikugel mit dem Gewicht eines zwölftel (1/12) Pfundes (englisches Maß, ca. 454 Gramm) Blei -> es handelt sich also um einen „Zwölftelpfünder“.

4.17 Wie darf unbrauchbar gewordene Munition entsorgt werden?
a) Geschoss abziehen, Pulver in Wasser auflösen, Rest in Hausmüll geben.
b) Als Sondermüll / Gefahrstoff bei der örtlichen Annahmestelle abgeben.
c) An den Verkäufer / Hersteller oder einen Delaborierbetrieb geben.

4.18 Darf man einem Kind eine leere Patronenhülse schenken?
a) Ja. . Bei Kindern im Alter bis zu sechs Jahren ist die Verschluckungsgefahr von Kleinteilen zu beachten.
b) Nein, nur Personen über 18 Jahren.
c) Nein, nur Inhabern einer Waffenbesitzkarte, eines Jagd- oder Munitionserwerbsscheines.

4.19 Woran können Sie erkennen, welche Munition aus einer Ihnen vorliegenden Waffe verschossen werden darf?
a) Die für die Waffe zulässige Munition ist in einer Tabelle des Herstellers exakt angegeben. Diese Tabelle liegt jeder Waffe bei und kann bei Verlust kostenfrei vom Hersteller oder Importeur angefordert werden.
b) Die für die Waffe zulässige Munition ergibt sich aus der Kaliberangabe des amtlichen Eintrags dieser Waffe in der Waffenbesitzkarte des Besitzers.
c) Die für die Waffe zulässige Munition ergibt sich aus der Munitionsbezeichnung auf der Waffe.

4.20 Was versteht man unter dem Begriff „Kaliber“?
a) Den Durchmesser des Geschosses.
b) Die Länge des Geschosses.
c) Das Gewicht des Geschosses.

4.21 Warum ist z.B. die Munitionsbezeichnung „9 mm“ nicht ausreichend?
a) Weil es verschiedene 9 mm- Patronen gibt.
b) Weil die Kaliberangabe in der Regel nie ganz exakt ist, sondern auf gerundeten Werten beruht.
c) Weil die Kaliberangabe keine Information über die zulässigen Treibladungsmittel (Schwarz- oder Nitrozellulosepulver) enthält.

4.22 Wie viel Munition darf mit einer Waffenbesitzkarte bei entsprechender Munitionserwerbsberechtigung erworben werden (ungeachtet von Transportbeschränkungen)?
a) bis zu 1000 Patronen je Kauf / Lieferung
b) bis zu 5 kg Nettoexplosivmasse je Kauf / Lieferung
c) unbegrenzt

4.23 Mit welcher Munition der Bezeichnung „9 mm Luger“ ist der Umgang verboten?
a) Hohlspitzpatronen
b) Kleinschrotpatronen
c) Leuchtspurpatronen

4.24 Mit welcher Munition ist der Umgang verboten?
a) Kleinschrotmunition für Kartuschenlager bis 12,5 mm (sog. Grenaille-Patronen)
b) Patronenmunition mit sog. Dum-Dum- Geschossen (Vollmantelgeschosse, bei denen die Geschossspitze entfernt wurde, so dass der Bleikern freiliegt)
c) Patronenmunition mit Treibspiegelgeschossen für Waffen mit gezogenen Läufen

4.25 Ist eine Patrone mit Wadcutter- Geschoss verbotene Munition?
a) Ja, denn es handelt sich um ein Dum-Dum-Geschoss.
b) Nein, es ist Scheibenmunition.
4.26 Welche Munition ist nicht verboten?
a) Wadcutter-Munition
b) Leuchtspurmunition
c) Büchsenpatrone mit Treibspiegel- Geschoss

4.27 Dürfen Leuchtspurpatronen ohne Erlaubnisschein erworben werden?
Nein, es handelt sich um verbotene Munition.

4.28 Was versteht man unter Double- Action-Only Pistolen?
a) Pistolen, deren Abzug jedes Mal vorgespannt werden muss.
b) Pistolen, bei denen nur der erste Schuss mittels Spannabzug abgefeuert wird.
c) Pistolen, bei denen jeder Schuss mittels Spannabzug abgefeuert wird.

4.29 Welche der nebenstehenden Schusswaffen können auch halbautomatische Waffen sein?
a) Büchsen
b) Doppelflinten
c) Pistolen

4.30 Was versteht man unter dem Begriff „Double-Action-Pistole“?
a) Eine Waffe mit Spannabzug (auch im entspannten Zustand kann durch Betätigen des Abzugs ein Schuss abgegeben werden).
b) Eine Waffe, die für mindestens zwei Schießsportdisziplinen zugelassen ist.
c) Eine Waffe, bei der durch Betätigen der Sicherung im gespannten Zustand sowohl der Hahn (das Schlagstück) entspannt, als auch der Schlagbolzen gesichert wird.

4.31 Nennen Sie mindestens fünf Grundregeln zum Umgang mit einer Schusswaffe, die Sie unbedingt beachten müssen! Hier sind allgemeine Sicherheitsregeln zu benennen wie z.B.:
- eine Schusswaffe ist immer als geladen zu betrachen, so lange man sich nicht persönlich vom Gegenteil überzeugt hat
- es ist immer dafür Sorge zu tragen, dass kein Unbefugter die Waffe an sich nehmen kann
- die Waffe darf nur in sicherer Richtung geund entladen werden
- eine geladene Waffe darf nicht aus der Hand gelegt werden
- eine Schusswaffe darf nicht spielerisch auf Personen gerichtet werden
- auf Schießanlagen ist die Schießstandordnung zu beachten
- den Anweisungen der Aufsicht ist folge zu leisten
- fremde Waffen dürfen nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung des Besitzers oder der Standaufsicht berührt werden
- kein Hantieren mit Waffen unter dem Einfluß berauschender Mittel

4.32 Für die Anerkennung eines Bedürfnisses zum Erwerb und Besitz von Schusswaffen ist bei Sportschützen die Vorlage einer Bescheinigung des anerkannten Schießsportverbandes erforderlich, dem der Antragsteller durch seine Vereinsmitgliedschaft angehört. Die Bescheinigung muss ausweisen, dass...
a) er seit mindestens 12 Monaten den Schießsport in einem Verein regelmäßig als Sportschütze betreibt.
b) er seine Sammlung vervollständigen möchte.
c) die Waffe für eine Disziplin nach der Sportordnung des Schießsportverbandes zugelassen und erforderlich ist.

4.33 Wie soll eine halbautomatische Pistole auf der Schießstätte an eine andere Person übergeben werden?
a) Die geladene Waffe ist zu sichern, der Ladezustand ist mitzuteilen.
b) Aus der geladenen Waffe ist das Magazin zu entnehmen, der Ladezustand ist mitzuteilen.
c) Ungeladen, mit geöffnetem Verschluss.

4.34 Was sollte als erstes geschehen, wenn man eine Schusswaffe übergeben bekommt?
a) Die Waffe ist sofort auf ihren Ladezustand zu überprüfen.
b) Es genügt die Sicherung der Waffe auf ihre Funktionssicherheit zu prüfen.
c) Die Waffe ist sofort zu zerlegen und auf Beschädigungen zu prüfen. Außerdem sollten die Beschusszeichen in Augenschein genommen werden.

4.35 Was haben Sie zu tun, bevor Sie mit einer Schusswaffe schießen?
a) Waffe auf sichtbare Beschädigungen prüfen.
b) Überprüfen, ob das Patronenlager und der Lauf frei von Fremdkörpern sind.
c) Prüfen, ob die bereitgestellte Munition aus dieser Waffe verschossen werden darf.

4.36 Wo darf ein Sportschütze seine Waffe laden?
a) Nur auf dem Schützenstand.
b) Auf dem gesamten Schießstand.
c) Im Aufenthaltsraum.

4.37 Darf ausnahmsweise eine geladene Waffe einem anderen übergeben werden?
a) Ja, bei Waffenstörung der verantwortlichen Aufsichtsperson.
b) Nur an den Nachbarschützen.
c) Nein, auf keinen Fall.

4.38 Dürfen Sie mit einem Druckluftgewehr (E0 max. 7,5 J) in Ihrem Keller schießen, wenn sichergestellt ist, dass hierbei niemand gefährdet wird?
a) Das ist waffenrechtlich erlaubt.
b) Nein, das ist verboten.
c) Nein, ich darf nur mit sogenannten Spielgeräten (Energie 0,08 J) außerhalb von Schießständen schießen.

4.39 Darf mit jeder beliebigen Waffe auf Schießstätten geschossen werden?
a) Ja, wenn sie funktionssicher sind.
b) Nein.

4.40 Welche Erlaubnis berechtigt zum Schießen mit Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen (mit Zulassungszeichen PTB im Kreis) außerhalb des eigenen befriedeten
Besitztums?
a) Kleiner Waffenschein
b) behördliche Schießerlaubnis
c) Waffenbesitzkarte

4.41 Sie erhalten durch Voreintrag die Erlaubnis zum Erwerb einer Kurzwaffe. Wie lange gilt die Erwerbsberechtigung?
Ein Jahr.

4.42 Sie haben in ihrer WBK einen Voreintrag für einen Revolver .38 Spezial. Ihr Waffenhändler bietet Ihnen zu einem sehr günstigen Preis ein Sondermodell .357 Mag. an.
Dürfen Sie diesen erwerben?

a) Ja, der Durchmesser (das Kaliber) ist ja gleich.
b) Nein, die Magnum-Patrone ist länger.
c) Nein, weil Sie keinen entsprechenden Voreintrag haben.

4.43 Welche Erlaubnispapiere berechtigen auch zum Erwerb von Einzellader- Langwaffen?
a) Waffenschein
b) Jagdschein
c) Europäischer Feuerwaffenpass

4.44 Welche Erlaubnispapiere berechtigen auch zum Erwerb von Einzellader- Langwaffen?
a) Sportschützen-WBK (ohne Voreintrag)
b) allgemeine WBK -grün- (ohne Voreintrag)
c) Waffenhandelserlaubnis (uneingeschränkt)

4.45 Wie heißt eine Erwerbsberechtigung für eine einschüssige Kleinkaliber- Sportpistole?
a) Waffenschein
b) Waffenbesitzkarte für Sportschützen
c) Waffenerwerbsschein

4.46 Wann wird in der Regel eine waffenrechtliche Erlaubnis von der Erlaubnisbehörde widerrufen?
a) Wenn der Inhaber nicht mehr zuverlässig im Sinne des Waffengesetzes ist.
b) Wenn der Inhaber kein Bedürfnis mehr nachweisen kann.
c) Wenn der Inhaber seinen Wohnort in ein anderes Bundesland verlegt.

4.47 Welche Erlaubnis ist zum Erwerb einer halbautomatischen Pistole .32 S&W erforderlich?
a) Waffenschein
b) Waffenbesitzkarte für Sportschützen
c) Waffenbesitzkarte mit Erwerbsberechtigung

4.48 Beim Erwerb einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe von einer Privatperson durch den Erwerbsberechtigten ...
a) zeigt er den Erwerb der Waffe innerhalb eines Jahres der zuständigen Behörde an und legt die WBK zur Eintragung vor.
b) zeigt er den Erwerb der Waffe innerhalb vier Wochen der zuständigen Behörde an und legt die WBK zur Eintragung vor.
c) zeigt er den Erwerb der Waffe innerhalb zwei Wochen der zuständigen Behörde an und legt die WBK zur Eintragung vor.

4.49 Was muss ein Sportschütze nach dem dauerhaften Erwerb einer Waffe von einem anderen Sportschützen veranlassen?
a) Nichts.
b) Seine Waffenbesitzkarte innerhalb von zwei Wochen bei der zuständigen Behörde vorlegen und den Erwerb schriftlich anzeigen.
c) Beide Waffenbesitzkarten sofort der zuständigen Behörde vorlegen.

4.50 Was muss der Erwerbsberechtigte nach dem Kauf einer Schusswaffe von einer Privatperson veranlassen?
a) Er muss einen lizenzierten Waffenhändler einschalten.
b) Er muss den Kauf der zuständigen Behörde unter Vorlage des Kaufvertrages mitteilen.
c) Er muss innerhalb von zwei Wochen bei der zuständgen Behörde den Erwerb schriftlich anzeigen und seine Waffenbesitzkarte zur Eintragung vorlegen.

4.51 Was müssen Sie tun, wenn Sie eine erlaubnispflichtige Schusswaffe von einem Händler erworben haben?
Ich bin verpflichtet, den Erwerb binnen zwei Wochen der Erlaubnisbehörde schriftlich anzuzeigen und meine Waffenbesitzkarte vorzulegen.

4.52 Was haben Sie zu veranlassen, wenn Sie eine erlaubnispflichtige Waffe auf Grund einer waffenrechtlichen Erlaubnis dauerhaft erworben haben?
a) Ich melde den Erwerb schriftlich meiner örtlichen Erlaubnisbehörde.
b) Ich melde den Erwerb schriftlich der Erlaubnisbehörde des Verkäufers.
c) Ich melde den Erwerb schriftlich meinem örtlichen Polizeirevier.

4.53 Innerhalb welcher Zeit haben Sie den Erwerb, bzw. den Verkauf einer erlaubnispflichtigen Waffe zu melden?
a) binnen einer Woche
b) binnen zwei Wochen
c) binnen eines Monats

4.54 Sie wollen ein Kleinkaliber- Repetiergewehr verkaufen. Es interessieren sich
1. ein Jäger,
2. ein Sportschütze.
In welcher Form ist der Nachweis der Erwerbsberechtigung in den genannten Fällen zu erbringen?
Zu 1: gültiger Jagdschein
Zu 2: Waffenbesitzkarte für Sportschützen oder grüne Waffenbesitzkarte mit Voreintrag

4.55 An wen dürfen erlaubnispflichtige Pistolen verkauft werden?
a) Reservisten der Bundeswehr
b) Polizeibeamte
c) Personen mit Erwerbsberechtigung

4.56 Welches Dokument berechtigt auch zum Erwerb von Munition?
a) Europäischer Feuerwaffenpass
b) Jagdschein (nur für Langwaffenmunition)
c) Polizeidienstausweis

4.57 Welche Erlaubnisse berechtigen zum Beispiel zum Erwerb von Munition?
- Gültiger Jagdschein (Langwaffenmunition).
- Waffenbesitzkarte, sofern eine Munitionserwerbsberechtigung eingetragen ist.
- Munitionserwerbsschein.

4.58 Wo kann erlaubnispflichtige Munition frei erworben werden?
Auf dem Schießstand zum sofortigen Verbrauch auf dieser Schießstätte.

4.59 Darf man Schrotmunition in unbeschränkter Menge erwerben?
a) Ja, auf dem Schießstand zum sofortigen Verbrauch lediglich auf dieser Schießstätte.
b) Ja, mit Erwerbsberechtigung.
c) Nein.

4.60 Unter welchen Umständen dürfen anderen Personen z.B. Waffen oder Munition überlassen werden?
a) Nur, wenn Waffen und Munition getrennt übergeben werden.
b) Waffen vorübergehend zur nicht gewerbsmäßigen sicheren Aufbewahrung, wenn der Andere selbst keine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt.
c) Auf dem Schießstand: Waffen ja, Munition nur zum sofortigen Verbrauch.
d) Zur Beförderung, wenn der Andere selbst eine WBK besitzt.
e) Zur vorübergehenden Aufbewahrung, wenn der Andere selbst eineWBK hat.

4.61 Was ist zu veranlassen, wenn eine Privatperson einer anderen berechtigten Privatperson eine erlaubnispflichtige Schusswaffe dauerhaft überlässt?
Bei dieser Art des Überlassens sind der Erwerber und der Überlasser verpflichtet, ihre Waffenbesitzkarten innerhalb von zwei Wochen der Behörde zur Eintragung des Besitzwechsels und der sonstigen vorgeschriebenen Angaben vorzulegen und den Besitzwechsel schriftlich anzuzeigen.

4.62 Sie überlassen Ihre WBK-pflichtigen Schusswaffen Ihrem Vereinskollegen für die Dauer von 2 Monaten. Er will die Waffen ausprobieren und Ihnen gegebenenfalls abkaufen.
a) Das ist waffenrechtlich erlaubt.
b) Das ist waffenrechtlich nicht erlaubt.
c) WBK-Inhaber dürfen ihre Schusswaffen grundsätzlich immer tauschen.

4.63 Sie überlassen einem Berechtigten auf Dauer Ihr Großkaliber- Sportgewehr. Innerhalb welcher Frist müssen Sie Ihrer Behörde das Überlassen anzeigen?
a) 2 Wochen
b) 4 Wochen
c) 1 Woche

4.64 Dürfen Sie während des Urlaubes einem Vereinskamaraden Ihre WBKpflichtige Schusswaffe zur sicheren Aufbewahrung überlassen?
a) Ja, wenn er selbst auch eine WBK besitzt und über ein entsprechendes Behältnis verfügt.
b) Nein, das ist nicht gestattet.
c) Dies ist unter Vereinsmitgliedern gestattet.
d) Nur, wenn er ein entsprechendes Behältnis besitzt.

4.65 Wem dürfen Sie während Ihres Urlaubs eine erlaubnispflichtige Waffe vorübergehend zur sicheren Aufbewahrung überlassen?
a) Einem Waffenhändler.
b) Einer volljährigen Person meines Vertrauens.
c) Einer über 25-jährigen Person meines Vertrauens.

4.66 Wem dürfen Sie während Ihres Urlaubs eine erlaubnispflichtige Waffe vorübergehend zur sicheren (nicht gewerblichen) Aufbewahrung überlassen?
a) Einem befreundeten Polizeibeamten.
b) Dem Kundenbetreuer (über 21 Jahre alt) meiner Bank, sofern er die Waffe im Tresorraum lagert.
c) Einem Inhaber einer Waffenbesitzkarte.

4.67 Wo darf eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe gelagert werden?
a) In einem Waffenschrank der Sicherheitsstufe A, sofern sich keine dazu passende Munition im Schrank befindet.
b) In einem Waffenschrank der Sicherheitsstufe B, sofern sich keine dazu passende Munition im Schrank befindet.
c) In einem Waffenschrank mit dem Widerstandsgrad 0.

4.68 Welchem Sicherheitsstandard muss ein Waffenschrank mindestens entsprechen, damit Waffen und dazu passende Munition zusammen darin aufbewahrt werden dürfen?
a) Sicherheitsstufe B, Schrankgewicht über 200kg
b) Widerstandsgrad 0
c) Widerstandsgrad I

4.69 In welchem Behältnis darf erlaubnispflichtige Munition gelagert werden?
a) Wohnzimmerschrank mit Sicherheitsschloss
b) Blechschrank mit Vorhängeschloss
c) Metallkasten mit Schwenkriegelschloss

4.70 Darf die Erlaubnisbehörde Zutritt zur Wohnung verlangen, um die ordnungsgemäße Waffenaufbewahrung zu überprüfen?
a) Ja, der Inhaber einer WBK hat dies grundsätzlich zu gestatten.
b) Ja, sofern eine dringende Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
c) Ja, aber nur mit einem richterlichen Durchsuchungsbefehl.

4.71 Unter welchen Voraussetzungen dürfen Sie eine in der Bundesrepublik Deutschland erlaubnispflichtige Schusswaffe nach dem Erwerb im Ausland in das Bundesgebiet einführen?
a) Nur wenn ich im Besitz einer in Deutschland gültigen Waffenbesitzkarte mit Voreintrag bin.
b) Nur wenn ich im Besitz eines Europäischen Feuerwaffenpasses bin.
c) Nur wenn ich im Besitz einer Verbringungserlaubnis bin.

4.72 Wozu berechtigt mich der Europäische Feuerwaffenpass?
a) Zur Waffenmitnahme bei Reisen in EU-Mitgliedstaaten; ich muss die Waffe aber am Zielort der dortigen Erlaubnisbehörde anmelden.
b) Zur Waffenmitnahme bei Reisen in EU-Mitgliedstaaten. Ich benötige aber vor Grenzübertritt eine Erlaubnis des betreffenden Reiselandes (z.B. durch Eintrag in meinen
EFP).
c) Zur Waffenmitnahme bei Reisen in EU-Mitgliedstaaten, muss ich aber die Reise mindestens 14 Tage vorher meiner zuständigen Erlaubnisbehörde schriftlich anzeigen.

4.73 Berechtigt der Europäische Feuerwaffenpass zur Einfuhr von erlaubnispflichtiger Munition aus einem EU-Mitgliedstaat, sofern die Munition dort von Ihnen berechtigterweise erworben wurde?
a) Ja.
b) Nein.
c) Ja, aber nur wenn eine Waffe entsprechenden Kalibers in den EFP eingetragen ist.

4.74 Berechtigt die grüne Waffenbesitzkarte zum Munitionserwerb?
a) Ja, wenn ich Sportschütze bin.
b) Nur, soweit für die eingetragenen Waffen die Erlaubnis zum Munitionserwerb in der WBK vermerkt ist.
c) Nein, es ist immer zusätzlich ein Munitionserwerbsschein erforderlich.

4.75 Welche Erlaubnis reicht zum Erwerb einer erlaubnispflichtigen Einzelladerwaffe aus?
a) Waffenbesitzkarte für Sportschützen
b) Waffenschein
c) Sachkundenachweis

4.76 Welche Waffe kann nur mit einer grünen Waffenbesitzkarte (mit Voreintrag) erworben werden?
a) Druckluftwaffe mit dem Zeichen
b) Armbrust
c) Kurzwaffe .357 SIG

4.77 Welcher Nachweis ist als Erwerbsberechtigung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen erforderlich?
a) Waffenbesitzkarte
b) Fotokopie der Waffenbesitzkarte
c) Sportschützenausweis

4.78 Berechtigt die „grüne“ Waffenbesitzkarte zum Munitionserwerb?
a) Nur bei einem entsprechenden behördlichen Vermerk.
b) Grundsätzlich ja.
c) Nur bei sogenanntem „Altbesitz“.

4.79 Welche Eintragungen sieht die grüne Waffenbesitzkarte zum Erwerb einer Schusswaffe vor?
Laufende Nummer, Art, Bezeichnung der Munition oder des Kalibers, Dauer der Erwerbsberechtigung und Dienstsiegel.

4.80 Wie erfolgt die Eintragung zum Erwerb von Munition in der grünen Waffenbesitzkarte?
Durch Dienstsiegel an entsprechender Stelle.

4.81 An wen darf eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe verkauft werden?
a) An Jugendliche, wenn die Eltern ihr schriftliches Einverständnis gegeben haben.
b) An Inhaber einer grünen WBK mit entsprechendem Voreintrag.
c) An jeden Polizeibeamten.

4.82 Welche behördliche Erlaubnis ist im Allgemeinen zum Erwerb und Besitz einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe erforderlich?
Waffenbesitzkarte.

4.83 Welche Teile erlaubnisflichtiger Schusswaffen dürfen einzeln nur mit einer Waffenbesitzkarte erworben werden?
- Lauf
- Verschluss
- Patronen- oder Kartuschenlager
- Griffstück bei Kurzwaffen

4.84 Wie lange gilt eine Waffenbesitzkarte?
Unbefristet.

4.85 Welches sind die Voraussetzungen zur Erlangung einer Waffenbesitzkarte?
- Zuverlässigkeit
- Bedürfnis
- Sachkunde
- Persönliche Eignung
- Mindestalter

4.86 Kann eine Waffenbesitzkarte auch nachträglich mit Auflagen versehen werden?
Ja.

4.87 Kann eine Waffenbesitzkarte auch einem Schützenverein erteilt werden?
a) Ja, wenn es sich um einen eingetragenen Verein handelt.
b) Nein.
c) Ja, jedem Verein.

4.88 Welche Erlaubnispapiere berechtigen nur mit einem entsprechenden Eintrag zum Erwerb von Munition für die eingetragenen Waffen?
a) Polizeidienstausweis
b) allgemeine WBK -grünc) Sammler-WBK

4.89 Für Erwerb und Besitz welcher Waffen bedarf es keiner Waffenbesitzkarte?
a) Harpunen mit Gummizug.
b) Einläufige Einzelladerwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen), deren Modell vor dem 01. Januar 1871 entwickelt worden ist.
c) Alle Perkussionsrevolver, deren Modell vor dem 01. Januar 1871 entwickelt worden ist.

4.90 Für Erwerb und Besitz welcher Waffen bedarf es keiner Waffenbesitzkarte?
a) Druckluftwaffen, die das Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ tragen
b) Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, die das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ tragen
c) Spielzeugwaffen mit einer Mündungsenergie von mehr als 0,5 Joule

4.91 Wie lange gilt ein Voreintrag zum Erwerb einer Schusswaffe in einer grünen Waffenbesitzkarte?
a) 6 Monate
b) 1 Jahr
c) unbefristet

4.92 Wer benötigt keine eigene Waffenbesitzkarte?
a) Der Finder einer Waffe, sofern er den Fund unverzüglich bei der zuständigen Behörde oder nächsten Polizeidienststelle anzeigt.
b) Der Ehepartner eines Erlaubnisinhabers, wenn er dessen Waffen weisungsgemäß zum Schießstand oder Büchsenmacher transportiert.
c) Ein Kurierfahrer, der die Waffe im Auftrag des Erlaubnisinhabers gewerbsmäßig transportiert.

4.93 Darf man einem anderen Waffenbesitzkarteninhaber eine Waffe leihen?
a) Ja, für einen von seinem Bedürfnis umfassten Zweck, aber nur vorübergehend, höchstens für einen Monat.
b) Ja, ohne Zweckbindung, aber nur vorübergehend, für die Dauer von maximal einen Monat.
c) Nein, es ist grundsätzlich eine behördliche Genehmigung erforderlich.

4.94 Wie lange gilt der Kleine Waffenschein?
a) 1 Jahr
b) 3 Jahre
c) unbefristet

4.95 Wie lange gilt ein Waffenschein maximal?
a) 1 Jahr
b) 3 Jahre
c) 5 Jahre

4.96 Wozu berechtigt der Kleine Waffenschein?
a) Zum Erwerb von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, sofern diese das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ tragen.
b) Zum Besitz von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, sofern diese das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ tragen.
c) Zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, sofern diese das Zulassungszeichen „PTB im Kreis“ tragen.

4.97 Welche Erlaubnisse berechtigen zum zugriffsbereiten Führen außerhalb der eigenen Wohnung, der eigenen Geschäftsräume und des eigenen befriedeten Besitztums einer Druckluftwaffe (mit Zulassungszeichen „F im Fünfeck“)?
a) Kleiner Waffenschein in Verbindung mit einem gültigen Ausweis
b) Waffenbesitzkarte in Verbindung mit Sportschützenausweis
c) Waffenschein oder behördliche Ausnahmegenehmigung

4.98 Welche Gegenstände dürfen grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit geführt werden?
a) Anscheinswaffen (originalgetreue Imitate von Feuerwaffen) und Schlagstöcke
b) Schweizer Taschenmesser und Gurtschneider
c) Feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm und Einhandmesser

4.99 Unter welchen Voraussetzungen dürfen Hieb- und Stoßwaffen, feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm und Einhandmesser ausnahmsweise in der Öffentlichkeit geführt werden?
a) Für den Fall, dass man sich irgendwann einmal selbst verteidigen muss.
b) Beim Transport in einem verschlosenen Behältnis.
c) Sofern ein berechtigtes Interesse am Führen vorliegt (z. B. im Zusammenhang mit der Berufsausübung, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten
Zweck).

Transport und Mitführen von Schusswaffen und Munition

5.01 Wer benötigt einen Waffenschein?
a) Wer eine erlaubnispflichtige Schusswaffe besitzt.
b) Wer als Berechtigter mehr als 3 Waffen zum Schießstand transportieren will.
c) Wer eine Schusswaffe außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des befriedeten Besitztums oder der Schießstätte zugriffsbereit führen möchte.

5.02 Zum Führen welcher Waffen benötigt man keinen „großen“ Waffenschein?
a) Waffen mit dem Zeichen
b) Reizstoff-Sprühdosen mit dem Zeichen
c) Waffen mit dem Zeichen

5.03 Für welche Art des Umgangs mit Schusswaffen benötigt man einen Waffenschein?
a) Transport einer erlaubnispflichtigen Waffe zum Schießstand
b) Selbstschutz zu Hause
c) zugriffsbereites Führen einer erlaubnispflichtigen Waffe auf der Straße

5.04 Als Erlaubnis zum zugriffsbereiten Führen einer Waffe braucht man den Kleinen Waffenschein für...
a) Druckluft-, Federdruck-, CO2 Waffen.
b) Schreckschuss-, Reizstoff-, Signalwaffen mit dem Zeichen „PTB im Kreis“ (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt).
c) Feuerwaffen, die nicht zugriffs- und nicht schussbereit transportiert werden.

5.05 Wie ist eine Schusswaffe von der Wohnung zu der Schießstätte zu transportieren, wenn kein Waffenschein erteilt wurde?
Beim Transport darf die Waffe nicht zugriffsbereit und nicht schussbereit sein.

5.06 Wer benötigt in der Regel einen Kleinen Waffenschein?
Wer außerhalb seiner Wohnung, Geschäftsräume, seines befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte eine Schusswaffe mit dem Bauartzulassungszeichen „PTB im Kreis“ führen möchte (PTB = Physikalisch-Technische Bundesanstalt).

5.07 Benötigen Jäger zur befugten Jagdausübung einen Waffenschein?
Nein.

5.08 Wozu berechtigt der Kleine Waffenschein?
Zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoffund Signalwaffen, deren Erwerb und Besitz erlaubnisfrei sind.

5.09 Wer benötigt in der Regel einen Waffenschein?
Wer eine Schusswaffe zugriffs- und schussbereit führen will.

5.10 Wer benötigt einen „großen“ Waffenschein?
a) Wer eine „scharfe“ Waffe zu Hause führt.
b) Wer eine Druckluftpistole unverpackt auf dem Rücksitz im PKW mitnimmt.
c) Wer mit der Armbrust auf einem Feld schießt.

5.11 Bei welcher der nebenstehend aufgeführten Schusswaffen benötigt man einen Waffenschein, wenn man sie außerhalb der Wohnung zugriffsbereit „bei sich“ hat?
a) doppelläufiges Steinschlossgewehr (Modell vor 1871)
b) Druckluftpistole mit einer Mündungsenergie bis zu 7,5 Joule
c) Steinschloss-Duellpistole (Modell vor 1871)

5.12 Einer Erlaubnis zum Führen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe bedarf nicht,
a) wer diese beim Schießen auf Schießstätten zu einem vom Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit führt.
b) wer die Waffe als Sportschütze unverpackt auf dem PKW-Rücksitz zum Büchsenmacher bringt.
c) wer die Waffe seinen Freunden auf der Straße zeigt.

5.13 Welche Voraussetzungen müssen zur Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis für einen Revolver .44 Magnum bei Sportschützen gegeben sein?
1. Vollendung des 21. Lebensjahres
2. Nachweis der Sachkunde
3. Zuverlässigkeit
4. Persönliche Eignung, bei Personen vor Vollendung des 25. Lebensjahres nachgewiesen durch ein amts- oder fachärztlichen oder fachpsychologischen Zeugnis
5. Nachweis eines Bedürfnisses

5.14 a) Welche Signalwaffen können erlaubnisfrei erworben werden?
a) Signalwaffen mit dem Bauartzulassungszeichen „PTB im Kreis“ (PTB = Physikalisch- Technische Bundesanstalt).
b) Dürfen diese zugriffsbereit geführt werden?
b) Das Führen ist nur mit dem Kleinen Waffenschein erlaubt.

5.15 Unter welchen Voraussetzungen darf Ihnen ein Waffenhändler eine erlaubnispflichtige Schusswaffe zum Ausprobieren ohne vorherige Erlaubnis der zuständigen Behörde überlassen?
a) Überhaupt nicht. Ohne vorherige Erlaubnis ist das immer verboten.
b) Das ist waffenrechtlich für die Dauer von bis zu 6 Wochen ohne weitere Voraussetzung erlaubt.
c) Das ist nur erlaubt, wenn ich bereits eine WBK besitze und der Erwerb vorübergehend ist (höchstens einen Monat).

5.16 Welche Legitimationspapiere sind beim Transport einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe durch einen Sportschützen mitzuführen?
a) Personal- und Schützenausweis
b) Waffenbesitzkarte und Waffenschein
c) Personalausweis oder Reisepass und Waffenbesitzkarte

5.17 Welche Dokumente muss ein Sportschütze mitführen, der
a) seine eigene erlaubnispflichtige Waffe zum Schießstand führt (nicht zugriffs- bzw. schussbereit)
a) Personalausweis oder Reisepass und WBK

b) die erlaubnispflichtige Waffe eines anderen zum Schießstand führt (nicht zugriffs- bzw. schussbereit)?
b) Personalausweis oder Reisepass, die eigene WBK und eine Bescheinigung des Überlassens mit Datum der Überlassung.

5.18 Welche Dokumente benötigen Sie zum zugriffsbereiten Führen einer bauartzugelassenen Schreckschusswaffe?
a) Keine Dokumente erforderlich, da der Erwerb ja auch genehmigungsfrei ist.
b) Kleiner Waffenschein und Personalausweis oder Reispass.
c) Waffenbesitzkarte und Personalausweis oder Reisepass.

5.19 Der Transport einer Kleinkaliber- Sportpistole ist erlaubt, wenn sie...
a) im nicht einsehbaren Handschuhfach eines Pkw befördert wird.
b) versteckt am Körper getragen wird.
c) im verschlossenen Waffenkoffer befördert wird.

5.20 Darf ein Anderer als der WBKInhaber dessen Kurzwaffe zur Instandsetzung zum Waffengeschäft bringen?
a) Ja, wenn er Inhaber einer WBK ist oder die Waffe gewerblich transportiert.
b) Nein, das ist nicht erlaubt.
c) Das muss immer erst bei der Behörde beantragt werden.

5.21 Sie wollen den defekten Lauf ihrer Pistole zum Waffenhändler bringen.Wie nehmen sie ihn waffenrechtlich einwandfrei mit?
Bei einem Lauf handelt es sich um einen wesentlichen Teil einer Waffe. Diese stehen den Schusswaffen gleich. Der Lauf ist deshalb nicht zugriffsbereit zu transportieren.

5.22 Was ist beim Transport einer Schusswaffe von der Wohnung zur Schießstätte zu beachten?
Beim Transport darf die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit sein.Der Transport darf nur zum vom Bedürfnis umfassten Zweck erfolgen.

5.23 Erlaubnisfreies Führen im Sinne des Waffengesetzes liegt vor, wenn man die Waffe....
a) bei einer Schützenhochzeit zum Spalier stehen verwendet.
b) im verschlossenen Kofferraum des PKW, ungeladen und verpackt zum Schießstand fährt.
c) im verschlossenen Waffenkoffer, getrennt von der Munition zum Büchsenmacher transportiert.

5.24 Wo darf ein Sportschütze seine ungeladene Kurzwaffe am Körper tragen?
a) Auf dem Schießstand, wenn es die Sport- / Schießstandordnung zulässt.
b) Auf dem Weg von der Wohnung zum Schießstand.
c) In seiner Wohnung.

5.25 Eine Schusswaffe führt erlaubnispflichtig...
a) wer beim Festumzug ein Druckluftgewehr geschultert hat.
b) der Paketbote bei der Zustellung einer bestellten Ware.
c) wer Anschlagübungen in der eigenen Wohnung durchführt (Trockenübungen).

5.26 Unter welchen Voraussetzungen darf man in einem fremden Besitztum eine Schusswaffe ohne Waffenschein bei sich haben?
Unter der Voraussetzung, dass die Mitnahme der Waffe vom Bedürfnis umfasst ist und der über das Besitztum Verfügende zugestimmt hat.

5.27 Bedarf es zum Führen
1. einer nicht schussbereiten Waffe im unverschlossenen Handschuhfach oder
2. einer schussbereiten Waffe im verschlossenen Handschuhfach eines Waffenscheines?
Zu 1: Ja.
Zu 2: Ja.

5.28 Dürfen Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere an Volksfesten und öffentlichen Vergnügungen, Waffen mit sich führen?
Nein, hierfür bedarf es besonderer Erlaubnisse.

5.29 Brauchen Sie zum zugriffsbereiten Führen von Druckluft-, Federdruckoder CO2-Waffen in der Öffentlichkeit einen „großen“ Waffenschein?
Ja.

5.30 Ist das Führen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe von der Wohnung zum Schießstand erlaubt?
a) Nur mit Waffenschein.
b) Ja, wenn sie ungeladen und gesichert im Holster am Körper getragen wird.
c) Ja, wenn sie nicht zugriffsbereit und nicht schussbereit transportiert wird.

5.31 Ist das zugriffsbereite Führen einer Signalpistole in der Öffentlichkeit erlaubnispflichtig?
Ja.

5.32 Wer ist zum zugriffsbereiten Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, deren Erwerb und Besitz erlaubnisfrei ist, in der Öffentlichkeit berechtigt?
Inhaber des Kleinen Waffenscheines.

5.33 Welche Schusswaffen bzw. sonstigen Waffen dürfen Sie bei öffentlichen Veranstaltungen „bei sich“ haben?
a) Erlaubt ist das Führen eines Schreckschussrevolvers, wenn ich den Kleinen Waffenschein habe.
b) Steinschlosspistole, weil ich die nach dem WaffG ohnehin führen darf.
c) Nur solche, die erlaubnisfrei geführt werden dürfen.

5.34 Was ist beim Verbringen von Schusswaffen über Staatsgrenzen immer zu beachten?
a) Beim Verbringen von Waffen nach Deutschland müssen vor Grenzübertritt die erforderlichen Erlaubnisse (z.B. Verbringungserlaubnis) vorliegen.
b) Beim Verbringen von Waffen aus Deutschland müssen vor Grenzübertritt die erforderlichen Erlaubnisse des Ziellandes und ggf. aller Transitländer vorliegen.
c) Es genügt immer eine deutsche WBK.

5.35 Wozu berechtigt der Europäische Feuerwaffenpass?
Zur Mitnahme der dort eingetragenen Schusswaffen und für diese bestimmten Munition in einen anderen EU-Mitgliedsstaat, wenn dieser zugestimmt hat.

5.36 Wann ist eine Waffe „schussbereit“?
Wenn Sie geladen ist, d. h. dass Munition oder Geschosse in der Trommel, im in die Waffe eingefügten Magazin oder im Patronen- oder Geschosslager sind, auch wenn sie nicht gespannt ist.

5.37 Wann ist eine Waffe „zugriffsbereit“?
Wenn Sie unmittelbar in Anschlag gebracht werden kann.

5.38 Was ist Voraussetzung für den Erwerb von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, deren Erwerb und Besitz erlaubnisfrei ist, Voraussetzung?
Vollendung des 18. Lebensjahres.

5.39 Wann ist der Erwerb eines Wechselsystems .22 l.r. zur eingetragenen Waffe .32 S&W Long WC waffenrechtlich zulässig?
a) Ab 18 Jahren frei zu erwerben.
b) Ohne Altersbeschränkung frei zu erwerben.
c) Nur mit Nachweis der Original-WBK frei zu erwerben.

5.40 Wie lange müssen sie mindestens als Mitglied eines schießsportlichen Vereins geschossen haben, um als Sportschütze der Behörde ein Bedürfnis zum Erwerb einer Schusswaffe nachweisen zu können?
a) mindestens 6 Monate
b) mindestens 12 Monate
c) mindestens 18 Monate

5.41 Wie alt müssen Sie als Sportschütze mindestens sein, um eine Büchse (.308 Win.) ohne amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis dauerhaft erwerben zu
können?
a) 21 Jahre
b) 25 Jahre
c) 27 Jahre

5.42 Welches Lebensjahr müssen sie vollendet haben, um Einzellader- Langwaffen mit glatten Läufen im Kaliber 12 oder kleiner als Sportschütze dauerhaft erwerben zu
dürfen?
a) 18 Jahre
b) 21 Jahre
c) 25 Jahre

5.43 Welche der nebenstehend aufgeführten Schusswaffen kann mit der Waffenbesitzkarte für Sportschützen erworben werden?
a) halbautomatische Langwaffe
b) einläufige Einzellader-Kurzwaffe
c) halbautomatische Kurzwaffe

5.44 Wieviele Schusswaffen dürfen Sie als Sportschütze in der Regel innerhalb von 6 Monaten bei entsprechendem Bedürfnis erwerben?
a) Zwei
b) Eine
c) Drei

5.45 Wie können Sie als 19-jähriger Sportschütze Ihre persönliche Eignung für den dauerhaften Erwerb einer halbautomatischen Pistole .45 ACP gegenüber der Behörde nachweisen?
a) Durch ein fachärztliches Gutachten.
b) Durch eine Bescheinigung eines anerkannten Schießsportverbandes.
c) Es besteht keine Möglichkeit des Erwerbs in diesem Alter.

5.46 Welche Schusswaffen dürfen Sie als 20-jähriger Sportschütze ohne vorheriges Gutachten über Ihre persönliche Eignung dauerhaft erwerben?
a) halbautomatische Pistole 9 mm Luger
b) Double-Action-Revolver .357 Magnum
c) Bockflinte im Kaliber 12/70

Schießen und Schießstätten

6.01 Benötigen Sie zum Schießen mit einer Waffe 6 mm Flobert eine behördliche Erlaubnis?
a) Nein.
b) Ja, außerhalb von Schießstätten.
c) Nicht auf dafür zugelassenen Schießstätten.

6.02 Wo darf man ohne Erlaubnis mit einem Gewehr (.22 l.r.) schießen?
a) Im Wald.
b) Außerhalb des befriedeten Besitztums.
c) Auf dafür zugelassenen Schießstätten.

6.03 Dürfen erlaubnispflichtige Schusswaffen und Munition auf einer Schießstätte zum Schießen Personen ohne Erwerbsberechtigung überlassen werden?
Ja, Waffen nur zum vorübergehenden Gebrauch auf dieser Schießstätte und Munition zum sofortigen Verbrauch.

6.04 Bedarf es zum Schießen außerhalb von Schießstätten einer behördlichen Erlaubnis?
Zum Schießen außerhalb von Schießstätten bedarf es in der Regel einer Erlaubnis.

6.05 Darf der Berechtigte für Vereinswaffen im Schützenverein einem Sportschützen die Vereinswaffe ohne vorherige Erlaubnis der Behörde zum Beispiel für einen Wettkampf auf einem anderen Schießstand (ohne berechtigte Begleitperson) überlassen?
a) Nein, nicht erlaubt.
b) Hier ist eine vorherige Absprache mit der Erlaubnisbehörde vorgeschrieben.
c) Der Schütze darf nach Weisung des Berechtigten im Verein die Schusswaffe für den vorgesehenen Zweck transportieren und am Wettkampf teilnehmen. Der Berechtigte darf dem Weisungsabhängigen nur die Befugnisse einräumen, die zur Erfüllung dieser konkreten Aufgaben erforderlich sind.

6.06 Wann darf ein 14-jähriger mit dem Einverständnis des/der Sorgeberechtigten auf dem Schießstand mit einer Waffe für Randfeuerpatronen bis 5,6 mm lfb (.22 l. r.) und einer Mündungsenergie von maximal 200 Joule schießen?
a) Wenn der Schießstandbetreiber zustimmt.
b) Wenn der erforderlichen Aufsichtsperson das Einverständnis des/der Sorgeberechtigten vorliegt.
c) Wenn die behördliche Ausnahmegenehmigung vorliegt.

6.07 Ab wann darf ein Jugendlicher auf dem Schießstand ohne Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten mit einem Kleinkaliber-Match- Gewehr schießen?
a) Ab 12 Jahren.
b) Ab 14 Jahren.
c) Ab 16 Jahren.

6.08 Mit welchen Waffen darf
a) ein 13-jähriger,
b) ein 15-jähriger
auf einer zugelassenen Schießstätte schießen?
a) Ein 13-jähriger darf mit Druckluft-, Federdruck- und CO2-Waffen schießen, wenn der/die Sorgeberechtigte/n schriftlich sein/ihr Einverständnis erklärt hat/haben und eine geeignete Aufsichtsperson ständig anwesend ist.
b) Ein 15-jähriger darf auch mit Waffen für Randfeuerpatronen bis 5,6 mm lfb (.22 l. r.) und einer Mündungsenergie von maximal 200 Joule schießen, wenn der/die Sorgeberechtigte/ n schriftlich sein/ihr Einverständnis erklärt hat/haben und eine geeignete Aufsichtsperson ständig anwesend ist.
c) Ein 15-jähriger darf auch mit Einzelladerlangwaffen mit glatten Läufen im Kaliber 12 oder kleiner schießen, wenn der/die Sorgeberechtigte/ n schriftlich sein/ihr Einverständnis erklärt hat/haben und eine geeignete Aufsichtsperson ständig anwesend ist

6.09 Unter welchen Voraussetzungen darf ein Jugendlicher nach Vollendung des 15. Lebensjahres auf dem Schießstand eines Vereins schießen?
a) Ohne weitere Einschränkung mit Druckluftwaffen bis zu 7,5 Joule Bewegungsenergie.
b) Hierfür ist die behördliche Genehmigung (§3 WaffG) erforderlich.
c) Erlaubt mit Einverständnis seiner Eltern und unter Aufsicht einer hierfür geeigneten Person beim Schießen mit einem Kleinkalibergewehr (.22 l. r.) mit maximal 200 Joule Mündungsenergie.

6.10 Unter welchen Voraussetzungen darf ein Kind nach Vollendung seines 12. Lebensjahres mit einer Druckluftpistole auf dem Schießstand eines Vereins schießen?
a) Das Kind darf nur mit der vereinseigenen Druckluftpistole schießen.
b) Hierfür ist die behördliche Genehmigung (§3 WaffG) erforderlich.
c) Das Kind darf mit schriftlichem Einverständnis seiner Eltern und unter Aufsicht einer hierfür geeigneten Person schießen.

6.11 Darf ein 17-jähriger Schütze auf einer dafür zugelassenen Schießstätte mit einer halbautomatischen Pistole (.40 S&W) schießen?
a) Wenn eine verantwortliche Aufsichtsperson anwesend ist, ist dies möglich.
b) Nur unter Aufsicht eines Behördenvertreters.
c) Nein, der Schütze muss dafür mindestens 18 Jahre alt sein.

6.12 Den Anordnungen der verantwortlichen Aufsichtsperson auf dem Schießstand ist Folge zu leisten:
a) Nur im Wettkampf.
b) Nur bei Gefahr im Verzug.
c) Immer.

6.13 Darf eine verantwortliche Aufsichtsperson am Schützenstand dem Schützen im Rahmen der Ausbildung eine geladene Waffe übergeben?
a) Ja, da er umfangreiche Fachkenntnisse besitzt.
b) Nein, geladene Waffen dürfen nicht übergeben werden.
c) Ja, wenn er Anfänger unterweist.

6.14 Wie ist eine Kipplaufflinte auf einer Schießstätte zu tragen?
a) Gesichert, mit einem Tragriemen auf der Schulter.
b) Ungeladen, mit geöffnetem Verschluss.
c) Geschlossen und gesichert.

6.15 Wie sind Kleinkalibergewehre auf dem Schießstand abzulegen?
a) Entladen, mit geöffnetem Verschluss, Magazin entnommen.
b) Unterladen, mit der Mündung nach oben.
c) Gesichert, mit geschlossenem Verschluss.

6.16 Darf ich eine fremde Schusswaffe auf dem Schützenstand in die Hand nehmen?
a) Nur mit Erlaubnis des Besitzers.
b) Nur mit Erlaubnis des Schießleiters.
c) Ja, wenn sie entladen ist, immer.

6.17 Dürfen Sie zur Scheibenbeobachtung eine geladene Schusswaffe ablegen?
a) Ja, wenn die Schusswaffe gesichert ist.
b) Nur mit Erlaubnis des Schießleiters.
c) Nein, nur die entladene und geöffnete Waffe darf abgelegt werden.

6.18 Wann darf mit dem Schießen begonnen werden?
a) Wenn sich niemand mehr vor dem Ziel aufhält.
b) Wenn die verantwortliche Aufsichtsperson das Schießen freigegeben hat.
c) Wenn alle Schützenstände belegt sind.

6.19 Darf ohne waffenrechtliche Erlaubnis Munition auf einer Schießstätte zum Schießen überlassen werden?
a) Ja, nur einem Mitglied des Schützenvereins.
b) Ja, aber nur zum sofortigen Verbrauch.
c) Nein.

6.20 Ist es zulässig im Aufenthaltsraum Anschlagübungen mit Schusswaffen zu machen?
a) Ja, nur nach Anleitung des Schießleiters.
b) Ja, wenn eine entsprechende Ladeecke eingerichtet wurde.
c) Nein, nur auf dem Schützenstand erlaubt.

6.21 Darf einem Gastschützen, der nicht im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis ist, eine erlaubnispflichtige Schusswaffe überlassen werden?
a) Ja, aber nur zur Mitnahme nach Hause.
b) Ja, nur zum Schießen auf einer Schießstätte.
c) Nein, unter keinen Umständen.

6.22 Wie sind Schusswaffen auf dem Schießstand aus der Hand zu legen?
a) Geladen, entspannt und gesichert.
b) Entladen, nur mit leerem Magazin, Verschluss geschlossen.
c) Verschluss offen, Lauf Richtung Geschoßfang, leeres Patronenlager, leeres Magazin (entfernt von Waffe).

6.23 Darf eine kombinierte Langwaffe (z.B. Drilling) zum sportlichen Schießen benutzt werden?
a) Ja, wenn es Sportordnung und Schießstandzulassung erlauben.
b) Nein, kombinierte Waffen sind vom sportlichen Schießen ausgeschlossen.
c) Ohne jede Einschränkung.

6.24 Was ist beim Schießen mit einer halbautomatischen Pistole hinsichtlich der Schussbereitschaft zu beachten?
a) Die Waffe ist nach jedem Schuss wieder schussbereit, solange sich Patronen im Magazin befinden.
b) Nichts besonderes, wenn die Waffe eine Sicherung hat.
c) Die Waffe ist sofort nach Schussabgabe zu sichern.

6.25 Ist ein Drilling für das Schießen auf dem Wurfscheibenstand zugelassen?
a) Nein.
b) Ja.
c) Ja, wenn nur die Schrotläufe benutzt werden.

6.26 Sind auch Platzpatronen gefährlich?
Ja, auch Platzpatronen können schwere, unter Umständen auch tödliche Verletzungen verursachen.

6.27 Was ist bei der Übergabe einer Schusswaffe zu beachten?
Was ist bei der Übernahme einer Schusswaffe zu beachten? Waffen sind immer ungeladen zu übergeben, und der Übergebende muss den Zustand der Waffe ansagen. Der Übernehmende hat sich zu überzeugen, in welchem Ladezustand sich die Waffe befindet.

6.28 Darf mit einem Gewehr .22 l.r. im befriedeten Besitztum geschossen werden?
a) Nein.
b) Ja, wenn die Geschosse das Grundstück nicht verlassen können.
c) Ja, wenn Personen oder Sachen nicht gefährdet werden können.

6.29 Welche Dokumente benötigt ein Salutschütze beim Schießen in der Öffentlichkeit?
a) Waffenschein und Pass.
b) Waffenbesitzkarte und Sportschützenausweis.
c) Schießerlaubnis, evtl. Waffenbesitzkarte und Personalausweis, bei Vorderladern: „Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz“.

6.30 Ist für das Schießen mit einem Gewehr .22 l.r. im Keller eines Wohnhauses eine behördliche Erlaubnis erforderlich?
a) Nein, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.
b) Ja, eine Erlaubnis zum Betrieb einer Schießstätte oder eine Schießerlaubnis.
c) Nein, die des Hauseigentümers reicht aus.

6.31 Wann darf im befriedeten Besitztum außerhalb von Schießstätten ohne Schießerlaubnis geschossen werden?
Das Schießen ohne Schießerlaubnis ist nur durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung zulässig
- mit Schusswaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule erteilt wird oder die eine Bauartzulassung nach dem Beschussgesetz haben,
sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können,
- mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann.
6.32 Unter welchen Voraussetzungen dürfen sie in einem befriedeten Besitztum mit einer Druckluftwaffe mit Zulassungszeichen „F im Fünfeck“ schießen?
- Nur mit Zustimmung des Inhabers des Hausrechts u n d
- wenn gleichzeitig gewährleistet ist, dass die Geschosse das befriedete Besitztum nicht verlassen können und Gefährdungen ausgeschlossen sind.

6.33 Sie wollen an Silvester mit Ihrem Karabiner K98 auf der öffentlichen Straße vor Ihrem Haus einige Platzpatronen verschießen. Was ist dabei zu beachten?
Ich benötige eine Schießerlaubnis und einen Waffenschein.

6.34 Mit welchen Schusswaffen darf im befriedeten Besitztum außerhalb von Schießstätten ohne Schießerlaubnis geschossen werden?
a) Nur mit schallgedämpften Waffen (Immissionsschutz).
b) Mit allen, vorausgesetzt es ist ein ausreichender Kugelfang vorhanden, so dass die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können.
c) Mit bauartzugelassenen Schusswaffen, deren Geschossen eine Energie von max. 7,5 Joule erteilt wird und die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können.
d) Mit Waffen, die über glatte Läufe verfügen und zum Verschießen von Randfeuer-Schrotpatronen geeignet sind, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können.

6.35 Was ist beim sportlichen Schießen auf Schießstätten zu beachten?
a) Es darf nur unter Aufsicht geschossen werden (ausgenommen die zur Aufsichtsführung befähigte Person schießt alleine).
b) Es darf nur mit für den Stand zugelassenen Waffen und Munition geschossen werden.
c) Sportliches Schießen liegt dann vor, wenn nach festen Regeln einer genehmigten Sportordnung geschossen wird.

6.36 Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor der Schießbetrieb aufgenommen werden darf?
a) Eine verantwortliche Aufsichtsperson muss anwesend sein.
b) Die Waffen müssen geladen werden. c) Waffen und Munition müssen der Standzulassung entsprechen.

6.37 Dürfen Sie auf einer Schießstätte Ihre Sportwaffe einem Vereinskameraden, der keine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt, in Ihrem Beisein zur Ansicht übergeben?
a) Ja.
b) Dies ist nur zum Probeschießen erlaubt.
c) Nur wenn der Stand für dieses Kaliber zugelassen ist.

6.38 Darf unter Alkoholeinfluss geschossen werden?
a) Nein.
b) Ja, weil Alkohol beim Zielen hilft.
c) Ja, aber nur mit Langwaffen.
6.39 Wenn ein Mitglied, das als Sportschütze eine waffenrechtliche Erlaubnis besitzt, aus dem Schießsportverein austritt, muss der Verein....
a) den Austritt unverzüglich der zuständigen Behörde melden.
b) die Waffen des Mitgliedes in Verwahrung nehmen.
c) nichts tun.

6.40 Dürfen Sorgeberechtigte minderjährige Schützen beim Schießbetrieb beaufsichtigen?
a) Ja, wenn sie zur Standaufsicht berechtigt sind, dürfen sie ihre Kinder beaufsichtigen.
b) Nein, das dürfen nur in der Kinderund Jugendarbeit ausgebildete Obhutspersonen.
c) Ja, Sorgeberechtigte dürfen alle minderjährigen Schützen beim Schießbetrieb beaufsichtigen.

Nichtgewerbliches Herstellen und Bearbeiten von Schusswaffen und Munition

7.01 Ist das nichtgewerbliche Wiederladen von Patronenhülsen erlaubt?
a) Ja, für Inhaber einer Munitionserwerbserlaubnis.
b) Ja, nur mit einer Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz.
c) Nein.

7.02 Das nichtgewerbliche Wiederladen von Patronenmunition ist...
a) für jeden erlaubt, der eine Waffensachkundeprüfung bestanden hat.
b) für jeden erlaubt, der gefahrlos mit Schwarzpulver umgehen kann.
c) für jeden erlaubt, der die Fachkundeprüfung nach dem Sprengstoffgesetz bestanden hat und dem durch die Behörde eine entsprechende Erlaubnis erteilt wurde.

7.03 Berechtigt die abgelegte Sachkundeprüfung zum nichtgewerblichen Wiederladen von Hülsen?
Nein, es ist eine Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz erforderlich.

7.04 Welche Änderung an einer Schusswaffe dürfen Sie selbst nicht ausführen?
a) Schaftmodifizierung
b) Änderung am Visier
c) Anbringen von Bohrungen an der Systemhülse zur Zielfernrohrmontage

7.05 Welche Änderung an einer Schusswaffe dürfen Sie selbst nicht ausführen?
a) Änderung des Verschlusses von Rand- auf Zentralfeuer
b) Aufsetzen eines Wechselsystems
c) Anbringen von Sportgriffschalen

7.06 Welche Änderungen an Schusswaffen dürfen nur von hierzu berechtigten Personen durchgeführt werden?
a) Der Lauf wird verkürzt.
b) Die Schusswaffe wird in der Schussfolge verändert.
c) Die Schusswaffe wird so geändert, dass andere Munition oder Geschosse mit anderem Kaliber aus ihr verschossen werden können.
d) Wesentliche Teile, zu deren Einpassung eine Nacharbeit erforderlich ist, werden ausgewechselt.
e) Der gesamte Schaft wird getauscht.

7.07 Sie brauchen eine behördliche Erlaubnis...
a) zum Austausch eines Trainingsabzuges.
b) zur Verwendung eines 10 Schussanstelle eines 5 Schuss- Magazins.
c) zur Änderung des Patronenlagers / Laufinneren auf ein größeres Kaliber.

7.08 Dürfen Sie Schusswaffen für bessere Ergebnisse ohne Erlaubnis bearbeiten?
a) Nur, wenn ich in der Metallbearbeitung erfahren bin.
b) Abzug, Visierung und Schaft dürfen von mir bearbeitet werden.
c) Auch wesentliche Teile dürfen von mir geändert werden.

7.09 Eine Langwaffe wird unzulässigerweise bearbeitet, wenn Sie ohne Erlaubnis...
a) den Gewehrlauf kürzen.
b) eine Schaftkappe montieren.
c) die Griffschalen austauschen.

7.10 Eine Kurzwaffe wird von Ihnen unzulässigerweise bearbeitet, wenn...
a) der Lauf mit Kompensatorbohrungen versehen wird.
b) ein Balkenkorn eingesetzt wird.
c) die Magazinkapazität erhöht wird.

7.11 Wer darf eine erlaubnispflichtige Waffe instand setzen?
Nur Personen, die im Besitz einer entsprechenden Erlaubnis sind.

7.12 Dürfen wesentliche Teile von Schusswaffen auch von anderen als Waffenherstellern und Büchsenmachern verändert werden?
Ja, aber nur von Personen, die dazu eine entsprechende Erlaubnis besitzen.

7.13 Ein Handwerker schweißt durch Anbau verschiedener Teile einen Gewehrlauf mit Patronenlager zu einem Kerzenständer um. Was ist der „Kerzenständer“ waffenrechtlich?
a) Das Waffenrecht ist nun nicht mehr anwendbar. Von diesem Teil geht keine Gefahr mehr aus.
b) Dieses Gerät darf man trotzdem erst ab 18 Jahren im Handel frei erwerben.
c) Der „Kerzenständer“ ist waffenrechtlich als wesentliches Teil immer noch einer Schusswaffe gleichzusetzen.

7.14 Wann wird eine Schusswaffe im Sinne des Waffengesetzes „bearbeitet“?
a) Der Holzschaft eines Gewehres wird auf ein für den Schützen passendes Maß abgefräst.
b) Die gebrochene Schließfeder einer Pistole wird ausgetauscht.
c) Der Lauf eines Revolvers wird von einem befreundeten Schlosser auf 4 Zoll verkürzt.

7.15 Darf zugelassene pyrotechnische Munition im Aufbau verändert werden?
Nein.

Aufbewahren von Schusswaffen und Munition

8.01 Wie müssen Schusswaffen und Munition aufbewahrt werden?
Gesichert gegen Abhandenkommen oder Inbesitznahme durch Unbefugte.

8.02 Schusswaffen sind im Urlaub aufzubewahren...
a) versteckt, an einem anderen Ort als üblich.
b) nur bei der Erlaubnisbehörde.
c) in einem Behältnis der entsprechenden Sicherheitsstufe.

8.03 Wo müssen erlaubnispflichtige Schusswaffen und Munition aufbewahrt werden, damit sie nicht abhanden kommen?
a) Im Kleiderschrank.
b) In einer verschlossenen und alarmgesicherten Familienwohnung.
c) In einem Behältnis der entsprechenden Sicherheitsstufe.

8.04 Wie sind Schusswaffen und Munition während des Aufenthaltes auf Schießstätten außerhalb des Schießens aufzubewahren?
- So, dass sie nicht in den Besitz Unberechtigter gelangen können.
- Ungeladen und getrennt von der Munition.

8.05 Gegen unbefugten Zugriff ist eine erlaubnispflichtige Pistole zu Hause gesichert, wenn sie…
a) versteckt im Bücherregal liegt.
b) im abgeschlossenen Waffenkoffer im Schrank aufbewahrt wird.
c) in einem Behältnis der Sicherheitsstufe B aufbewahrt wird.

8.06 Gegen unbefugten Zugriff ist eine erlaubnispflichtige Langwaffe gesichert, wenn sie...
a) sich in einem abgeschlossenen Waffenschrank (Sicherheitsstufe A) befindet.
b) im Gewehrständer steht.
c) an der Wand hängt und mit einem Schloss gesichert ist.

8.07 Wie sind erlaubnispflichtige Schusswaffen gegen unbefugte Wegnahme zu sichern?
a) Durch Anketten der Waffe und Verstecken der Munition.
b) Einschließen im Keller, in einem stabilen, abschließbaren Holzschrank.
c) In Behältnissen der entsprechenden Sicherheitsstufen.

8.08 Was ist bei der dauerhaften Aufbewahrung von Waffen bzw. Munition zu beachten?
Schusswaffen und Munition sind gegen Abhandenkommen und Diebstahl zuverlässig zu sichern. Schusswaffen und dazugehörige Munition sind in der Regel getrennt voneinander aufzubewahren. Schusswaffen sind in Sicherheitsbehältnissen der entsprechend vorgeschriebenen Sicherheitsstufen aufzubewahren. Munition ist in ausreichend sicheren Behältnissen aufzubewahren.

8.09 Was ist zu tun, wenn eine zuverlässige Sicherung bei längerer Abwesenheit oder aus sonstigen Gründen nicht möglich ist?
Diese Gegenstände können ohne besondere Erlaubnis vorübergehend einem berechtigten Dritten (gewerblich, WBK-Inhaber) zur sicheren Verwahrung übergeben werden.

8.10 Sind Sie in Bezug auf die sichere Verwahrung ihrer Waffe(n) oder Munition zur Auskunft gegenüber der Behörde verpflichtet?
Ja, wer Waffen oder Munition besitzt, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren Verwahrung getroffenen Maßnahmen nachzuweisen.

8.11 Wozu kann die nicht ordnungsgemäße Aufbewahrung von Waffen oder Munition u.a. führen?
Zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit.

8.12 Ist die gemeinschaftliche Aufbewahrung von Waffen oder Munition durch berechtigte Personen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, zulässig?
a) Ja.
b) Nein.

8.13 Wie sind Waffen und Munition außerhalb der Wohnung, z.B. bei Hotelübernachtung anlässlich eines Wettkampfes, aufzubewahren?
Unter angemessener Aufsicht oder durch sonstige erforderliche Vorkehrungen gegen Abhandenkommen gesichert.

8.14 Wie sind erlaubnispflichtige Kurzwaffen aufzubewahren?
a) In einer Stahlkassette der Sicherheitsstufe A.
b) In einem Sicherheitsbehältnis der Sicherheitsstufe DIN/EN 1143- 1 Widerstandsgrad 0 oder der Sicherheitsstufe B der Norm VDMA 24992.
c) In einer Truhe mit Schwenkriegelschloß im verschlossenen Keller.

8.15 Welche Mindestanforderungen gelten für die dauerhafte Aufbewahrung von Waffen und Munition?
Munition: Stahlbehältnis mit Schwenkriegelschloss oder gleichwertiges Behältnis. Kurzwaffen: Max. 5 Kurzwaffen je B-Schrank bis 200 kg. Über 200 kg je 10 Kurzwaffen.Über 10 Kurzwaffen Widerstandsgrad 1. Langwaffen: Bis zu 10 Langwaffen je ASchrank. Über 10 Langwaffen im B-Schrank.

8.16 Wie dürfen acht erlaubnispflichtige Kurzwaffen sicher vor unbefugtem Zugriff dauerhaft aufbewahrt werden?
a) In einem Tresor der Sicherheitsstufe B mit mehr als 200 Kilogramm Gewicht (VDMA 24992).
b) In einem Tresor mit Widerstandsgrad 0 (DIN/EN 1143-1).
c) In einem Tresor der Sicherheitsstufe A (VDMA 24992).

8.17 Welche und wie viele erlaubnispflichtigen Schusswaffen dürfen Sie in einem Schrank der Sicherheitsstufe A nach VDMA 24992 (Stand Mai 1995) dauerhaft aufbewahren?
a) 5 Kurzwaffen
b) 5 Langwaffen und 5 Kurzwaffen
c) 10 Langwaffen

Not- und Seenotsignalmittel

9.01 Was versteht man unter pyrotechnischen Seenotsignalen?
Notsignale, die mit Hilfe explosionsgefährlicher Stoffe ausgelöst werden.

9.02 Was versteht man unter pyrotechnischer Munition?
Munition, die explosionsgefährliche Stoffe oder Stoffgemische enthält und einen Licht-, Schall-, Rauch- oder ähnlichen Effekt erzeugt und keine zweckbestimmte Durchschlagskraft im Ziel entfaltet.

9.03 Was sind explosionsgefährliche Stoffe?
Feste oder flüssige Stoffe und Zubereitungen, die durch eine nicht außergewöhnliche Beanspruchung (thermisch, mechanisch oder andere) zur Explosion gebracht werden können.

9.04 Wann dürfen pyrotechnische Notsignale verwendet werden?
Nur im Notfall, d.h. unter anderem, wenn angezeigt werden soll, dass Gefahr für Leib und Leben besteht und Hilfe erforderlich ist.

9.05 Was darf zur pyrotechnischen Notsignalgebung verwendet werden?
Die Signalpistole Kaliber 4 (26,5 mm) und die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zugelassenen Signalwaffen einschließlich Munition bzw. die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassenen sonstigen Notsignale.

9.06 Erläutern Sie die Handhabung der Signalpistole im Notfall!
Bei abwärts gerichteter Mündung Waffe öffnen, Patrone einführen, Waffe schließen, Waffe mit nach oben gerichtetem Lauf über Augenhöhe heben, Hahn spannen – schießen.

9.07 Welche Arten von Zündern werden bei Not-Handfackeln gewöhnlich verwendet und wie funktionieren sie?
1. Reibkopf-Zündung – funktioniert wie ein Streichholz, zündet mit einer Verzögerung direkt den Leuchtsatz (nicht mehr im deutschen Handel).
2. Reißzünder – ein Draht im Inneren wird durch einen reibempfindlichen pyrotechnischen Anzündsatz gezogen, der dann den eigentlichen Signalsatz zündet.

9.08 Was ist sicherheitstechnisch bei der Verwendung einer Seenot- Handfackel zu beachten?
1. Gebrauchsanweisung beachten.
2. In jedem Fall die brennende Fackel nach Lee waagerecht so halten, dass versprühter Abbrand keine Verletzungen (Hand, Augen) verursacht oder die Yacht beschädigt.

9.09 Was ist bei der Verwendung von Seenot-Rauchsignalen zu beachten?
Rauchsignale nur am Tage und bei geringen Windstärken verwenden. Die Anzündung erfolgt durch eine Reißschnur, die unter einer abschraubbaren Schutzkappe liegt. Nach der Zündung ist das Rauchsignal zur Leeseite außenbords zu werfen.

9.10 Welche pyrotechnischen Seenot- Signalmittel werden an Bord verwendet?
Signalraketen, Fallschirmraketen, Handfackeln und Rauchsignale.

9.11 Wann werden Notsignale verwendet?
Im Notfall, wenn Hilfe erforderlich ist.

9.12 Wann sind Rauchsignale zu verwenden?
Nur am Tag und erst wenn Hilfe gesichtet worden ist.

9.13 Zu welchem Zweck, außer der Signalgebung, kann die „Signalwaffe“ im Kaliber 4 (26,5 mm) noch verwendet werden?
Als Abschussgerät für einen Trägerkörper zur Herstellung einer ersten Leinenverbindung.

9.14 Welche Farbe ist bei Signalraketen international als Notsignal zu verwenden?
a) rot
b) weiss
c) grün

9.15 Wann dürfen Notsignale verwendet werden?
a) In Notfällen, wenn unter anderem Leib und Leben von Personen in Gefahr sind und dringend fremde Hilfe benötigt wird.
b) In Notfällen, wenn bedeutende Sachwerte in Gefahr sind und dringend fremde Hilfe benötigt wird.
c) Ausschließlich wenn alle anderen Kommunikationsmittel ausgefallen sind.

9.16 Wie lang ist die Verbrauchsdauer pyrotechnischer Notsignale bei sachgemäßer Lagerung?
Soweit auf dem einzelnen Gegenstand nichts anderes vermerkt ist, max. 3 Jahre.

9.17 Was verkürzt die durch den Hersteller vorgegebene Verbrauchsdauer pyrotechnischer Notsignale oder beeinträchtigt ihre sichere Verwendung?
1. Feuchtigkeit,
2. Korrosion,
3. hohe Lagertemperaturen,
4. mechanische Beschädigung.

9.18 Was machen Sie mit überlagerten pyrotechnischen Notsignalen?
Über den Munitionshandel zurückgeben oder Delaborierbetrieben übergeben (Keinesfalls als Feuerwerkskörper verwenden).

9.19 Wie lange dürfen Sie Signalmunition verwenden?
a) Drei Jahre ab Kauf im Fachhandel.
b) Fünf Jahre ab Herstellung im Werk.
c) Das Verfallsdatum ist auf der Munition und/oder der Verpackung angebracht.

9.20 Wie darf Signalmunition entsorgt werden?
a) Durch Rückgabe an den Fachhandel.
b) Durch Abgabe bei einer Sondermüllund Gefahrstoffsammelstelle.
c) Öffnen der Patrone, durchfeuchten des Inhaltes mit Wasser, dann wie b).

9.21 Wie sind pyrotechnische Seenotsignale während der Fahrt aufzubewahren?
1. Kühl und trocken,
2. leicht zugänglich in unverschlossenen Behältern.

9.22 Wie ist eine Signalpistole an Bord eines seegehenden Wassersportfahrzeuges im Hafen aufzubewahren?
Es sind geeignete Vorkehrungen zu treffen die verhindern, dass die Signalpistole abhanden kommt oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen.

9.23 Wie ist pyrotechnische Munition während der Liegezeit im Hafen zu lagern?
Möglichst originalverpackt, kühl und trocken in einem Metallbehältnis mit Schwenkriegelschloss.

9.24 Wem kann zum Zweck der sicheren Aufbewahrung an Land die Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) übergeben werden?
Nur einem Berechtigten, z.B. mit Waffenbesitzkarte.

9.25 Wie ist an Bord eines seegehenden Schiffes im Hafen eine Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) aufzubewahren?
In einem mit dem Schiffskörper verankerten sicheren Behältnis aus Stahlblech. Die Tür muss mindestens 4mm dick und elektronisch oder mechanisch verriegelt sein.

9.26 Wie ist an Land eine Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) aufzubewahren?
Mindestens in einem Behältnis, das der Sicherheitsstufe B oder dem Widerstandsgrad 0 entspricht.

9.27 Wie ist eine Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) aufzubewahren, wenn sich die Yacht im Winterlager befindet?
Eine Aufbewahrung an Bord ist nur mit einer speziellen behördlichen Erlaubnis möglich, ein Behältnis das der Sicherheitsstufe B oder dem Widerstandsgrad 0 entspricht, reicht nicht aus. Für die Aufbewahrung in der eigenen Wohnung ist ein Behältnis erforderlich, das der Sicherheitsstufe B oder dem Widerstandsgrad 0 entspricht.

9.28 Wie ist an Land erlaubnispflichtige Munition aufzubewahren?
Mindestens in einem Stahlblechbehältnis (klassifizierungsfrei), das mit einem Schwenkriegelschloss oder einem gleichwertigen Verschluss gesichert ist, oder in einem gleichwertigen Behältnis.

9.29 Warum sollte pyrotechnische Munition möglichst original verpackt gelagert werden?
Diese Verpackungen sind in der Regel wasserdicht und schwimmfähig.

9.30 Wie ist die Signalmunition während der Liegezeit im Hafen an Bord zu lagern?
a) In einem Metallbehältnis mit Schwenkriegelschloss.
b) In einem Holzschrank mit seitlichen Druckentlastungsöffnungen.
c) In einer klimadichten, antistatischen Munitionsbox.

9.31 Wie ist die Signalmunition während der Fahrt zu lagern?
a) Wie bei einem längeren Aufenthalt im Hafen.
b) Zugriffsbereit in der Nähe der Signalwaffe.
c) Nicht zugriffsbereit, in größerer Entfernung zur Signalwaffe.

9.32 Wozu berechtigt eine Waffenbesitzkarte?
Mit entsprechendem Voreintrag zum Erwerb, sowie zum Besitz einer Signalpistole und zum Erwerb der dazugehörigen Munition bei entsprechendem Eintrag.

9.33 Worin liegt der wesentliche Unterschied zwischen Waffenschein und Waffenbesitzkarte?
Ein Waffenschein berechtigt nicht zum Erwerb, sondern zum zugriffsbereiten Führen der Schusswaffe in der Öffentlichkeit.

9.34 Wo ist eine Waffenbesitzkarte zu beantragen?
Bei der zuständigen Behörde des Wohnortes (nicht des Liegeplatzes).

9.35 Welche Signalwaffen darf der Inhaber eines Kleinen Waffenscheins führen?
a) Alle.
b) Nur amtlich beschossene Signalwaffen im Kaliber unter 12 mm.
c) Nur Signalwaffen mit dem Zulassungszeichen „PTB im Kreis“.

9.36 Worüber sollten Sie sich sofort nach dem Erwerb pyrotechnischer Seenotsignale informieren?
Gebrauchsanweisung sorgfältig bis zum Ende lesen – nicht erst im Notfall.

9.37 Was haben Sie nach dem Erwerb einer erlaubnispflichtigen Signalpistole zu tun?
Innerhalb von 2 Wochen nach dem Erwerb habe ich der zuständigen Behörde den Erwerb schriftlich unter Benennung von Name und Anschrift des Überlassenden anzuzeigen und die Waffenbesitzkarte zur Eintragung des Erwerbs vorzulegen.

9.38 Welche Signalwaffen können frei erworben und an Bord mitgeführt werden?
Signalwaffen (SRS-Waffen) mit dem Bauartzulassungszeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt („PTB im Kreis“).

9.39 Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um eine Waffenbesitzkarte für eine Signalpistole, Kaliber 4 (26,5 mm), erwerben zu können?
Der Bewerber muss:
1. das 18. Lebensjahr vollendet haben und
2. zuverlässig, sachkundig und persönlich geeignet sein, und ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis vorlegen, sofern das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet ist und
3. es muss ein Bedürfnis vorliegen.

9.40 Wie kann ein Wassersportler nachweisen, dass ein Bedürfnis für den Erwerb einer Signalpistole vorliegt?
Durch Angabe des Verwendungszwecks und Vorlage von Unterlagen, aus denen der Besitz eines seegängigen Wasserfahrzeugs (Kaufvertrag, Chartervertrag, Versicherungspolice, Standerschein, Internationaler Bootsschein usw.) oder die Notwendigkeit für Lehr- und Prüfungszwecke hervorgeht.

9.41 Welche amtlichen Dokumente berechtigen zum Erwerb von erlaubnispflichtiger pyrotechnischer Munition?
Die Waffenbesitzkarte mit entsprechender Munitionserwerbsberechtigung oder ein entsprechender Munitionserwerbsschein.

9.42 Welche pyrotechnischen Seenotsignale können erlaubnisfrei erworben, aufbewahrt und verwendet werden?
Die der Unterklasse T1, d.h. „Handfackeln rot“ und bestimmte Rauchsignale, Abschussgeräte ohne Schusswaffeneigenschaft, von jedem, der das 18. Lebensjahr vollendet hat.

9.43 Welche erlaubnispflichtigen pyrotechnischen Seenotsignale dürfen Wassersportler mit einem im Führerschein eingedruckten Befreiungsvermerk bzw. Sachkundenachweis erwerben?
Die der Unterklasse T2, d.h. „Signalraketen rot“, „Fallschirmsignalraketen rot“ und bestimmte Rauchsignale.

9.44 Bis zu welchem Alter ist vom Antragsteller auf erstmalige Erteilung einer waffenrechtlichen Genehmigung zum Erwerb einer Signalpistole Kaliber 4 (26,5 mm) stets ein ärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis beizubringen?
Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

9.45 Darf eine Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) in einem anderen Land erworben werden?
Ja, unter Berücksichtigung des jeweiligen nationalen Waffenrechts. Vor Erreichen des deutschen Hoheitsgebietes muss eine Verbringungserlaubnis erteilt worden sein.

9.46 Wie können pyrotechnische Seenotsignale erworben werden?
Durch Kauf oder Überlassung unter Vorlage der jeweiligen Erwerbsberechtigung.

9.47 Welche Signalmittel sind für jedermann frei erhältlich?
a) Knicklichter / Leuchtstäbe
b) Signalpfeifen
c) Pressluftfanfaren

9.48 Darf mit einem Bootsführerschein mit eingetragenem Befreiungsvermerk nach dem Waffen- und Sprengstoffgesetz Seenotsignalmunition im Kaliber 4 erworben werden?
a) Nein, hierfür ist eine Waffenbesitzkarte mit eingetragener Munitionserwerbsberechtigung für das Kaliber 4 erforderlich.
b) Nein, hierfür ist eine Waffenbesitzkarte mit einer eingetragenen Signalwaffe im Kaliber 4 erforderlich.
c) Ja, die Waffenbesitzkarte wird nur für den Waffenerwerb benötigt und dient als Legitimation für den Waffenbesitz.

9.49 Nennen Sie sechs pyrotechnische Notsignale!
1. Signalraketen, rot
2. Fallschirmsignalraketen, rot
3. Handfackeln, rot
4. Rauchsignale, orange
5. Lichtrauchsignale
6. Blitz-Knall-Patronen

9.50 Welche Farben haben pyrotechnische Notsignale?
Leuchtsignale rot
Rauchsignale orange

9.51 Was ist bei allen steigenden Seenotsignalen unbedingt zu beachten?
1. Auf freies Schussfeld achten (z.B. Mast und Segel),
2. Signalgerät senkrecht (ggf. in den Wind geneigt) nach oben halten,
3. beim Handhaben und Abfeuern nicht auf Personen richten und selbst nicht mit Körperteilen oder Kleidung vor die Mündung kommen,
4. nicht an Versagern hantieren, sondern diese über Bord werfen.

9.52 Was ist bei steigenden Notsignalen zu beachten?
a) freies Schussfeld
b) Windrichtung und Abschusswinkel
c) keine entflammbaren Gegenstände im Gefahrenbereich

9.53 Worin liegt die besondere Gefährlichkeit pyrotechnischer Signalsätze?
Es besteht Explosions-, Feuer- und Verletzungsgefahr. Sie brennen auch im Wasser weiter.

9.54 Welche Vorteile haben Signalraketen bzw. Signalpatronen, die mit Fallschirmen ausgerüstet sind, gegenüber Signalsternen?
Auf Grund geringerer Sinkgeschwindigkeit (5 m/s) ist eine längere Brenndauer möglich; dadurch haben sie einen höheren Aufmerksamkeitswert.

9.55 Woraufhin sind pyrotechnische Seenotsignale ständig zu überwachen, damit die Funktionsfähigkeit gewährleistet ist?
1. Verbrauchsdauer/Verfallsdatum beachten,
2. auf Korrosion oder Beschädigung achten.

9.56 Mit welchen Zeichen ist Notsignalmunition im Kaliber 4 gekennzeichnet?
1. Bezeichnung der Munition und der Verbrauchsdauer.
2. Bei „Notsignalen rot“ durchgehende Rändelung des Patronenbodenrandes und roter Lackverschlussdeckel.

9.57 Welche Steighöhe und Leuchtdauer haben Fallschirmsignalpatronen?
Steighöhe mindestens 300 m, Leuchtdauer mindestens 30 Sekunden.

9.58 Woran erkennen Sie an einem pyrotechnischen Notsignal, um welche Unterklasse es sich handelt?
Am Zulassungszeichen: BAM-PT1 oder BAM-PT2.

9.59 Wer darf pyrotechnische Notsignale der Klasse T verwenden?
Jeder, der damit anzeigen will, dass ein Seenotfall vorliegt, d. h. unter anderem, dass Gefahr für Leib oder Leben der Besatzung und daher die Notwendigkeit zur Hilfe besteht.

9.60 Wie lang ist die Brenndauer einer Seenot-Handfackel?
Ihre Brenndauer beträgt 30 bis 60 Sekunden.

9.61 Beschreiben Sie den allgemeinen Aufbau eines Seenot-Rauchsignals!
In einem Behälter befindet sich ein Anzünder (meist Reißzünder) mit Verzögerung, der einen pyrotechnischen Satz anzündet, der dann bis zu 4 Minuten lang orangefarbenen Rauch abgibt.

9.62 Was wissen Sie über Steighöhe und Brenndauer von Signalraketen?
Steighöhe bis 300 m, Brenndauer bis zu 30 Sekunden.

9.63 Fallschirmsignalraketen und Handfackeln sind bei klarem Wetter unterschiedlich weit zu sehen. Welche Signale verwenden Sie den Umständen entsprechend?
Fallschirmsignalraketen, um weit entfernte Helfer auf eine Notlage aufmerksam zu machen und grob in die Richtung einzuweisen. Handfackeln, um die genaue Position bei Annäherung kenntlich zu machen.

9.64 Wie sind
1. weiße und
2. grüne
Signalpatronen im Kaliber 4 (26,5 mm) gekennzeichnet?

1. Weißer Lackverschluss und halbgerändelter Patronenbodenrand.
2. Grüner Lackverschluss und glatter Patronenbodenrand.

9.65 Wie ist eine Blitz-Knallpatrone (akustisches Signal) im Kaliber 4 (26,5 mm) gekennzeichnet?
Glatter Patronenbodenrand und brauner Lackverschluss.

9.66 Welche Angaben finden sich auf allen pyrotechnischen Signalpatronen im Kaliber 4 (26,5 mm)?
1. Hersteller bzw. Herstellerzeichen
2. Bezeichnung der Munition
3. Herstellungsjahr und Verbrauchsdauer
4. Art des pyrotechnischen Satzes

9.67 Welche Hinweise finden sich auf den pyrotechnischen Seenotsignalen?
Anweisungen über die Handhabung.

9.68 Was bedeutet die Zahl „4“ bei der Kaliberangabe der Signalpistole?
a) Die Waffe verschießt Patronen mit einer Hülsenlänge von 4“ (Zoll).
b) Die Waffe verschießt Munition mit einem Geschossdurchmesser von 4 cm.
c) Die Zahl „4“ bezeichnet die Anzahl der Bleikugeln vom Laufdurchmesser, die zusammen ein englisches Pfund (453,6 Gramm) wiegen. Das entspricht einem Laufinnendurchmesser von ca. 26,5 mm.

9.69 Wann muss eine Signalpistole durch ein Beschussamt erneut geprüft werden?
a) alle 3 Jahre
b) alle 10 Jahre
c) wenn wesentliche Waffenteile ausgetauscht oder instand gesetzt wurden

9.70 Wie hoch steigen Seenotsignalraketen bei senkrechtem Abschusswinkel?
a) bis zu 50 Metern
b) bis zu 300 Metern
c) bis zu 200 Metern

9.71 Dürfen Sie den Lauf der Signalpistole mittels eines Stahlrohrs zur Leistungssteigerung verlängern?
a) Nein.
b) Ja, ich muss die Signalwaffe dann aber durch ein Beschussamt neu beschießen lassen.
c) Ja, sofern der Rohrinnendurchmesser um mindestens dreizehntel (3/10) Millimeter größer ist als das Munitionskaliber und zudem das Rohr eine Wandstärke von mindestens 2 Millimetern aufweist und gasdicht ist.


9.72 Brennen pyrotechnische Geschosse weiter, wenn Sie ins Wasser fallen?
a) Nein.
b) Nur, wenn es sich um militärische Munition handelt.
c) Ja.

9.73 Dürfen Sie pyrotechnische Gegenstände selbst herstellen und bearbeiten?
Nein, nur als Inhaber einer entsprechenden Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz.

9.74 Wer darf pyrotechnische Gegenstände herstellen und bearbeiten?
Nur Inhaber einer speziellen Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz.

9.75 Welche pyrotechnischen Notsignale unterliegen dem Waffengesetz?
Die Signalpistole und die hierfür bestimmte Munition (nur mit WBK). Abschussgeräte und Munition (ab 18 Jahre).

9.76 Welche pyrotechnischen Seenotsignale unterliegen dem Sprengstoffgesetz?
Alle pyrotechnischen Seenotsignale, die nicht aus einer Signalpistole abgefeuert werden, wie Signalraketen, Handsignalraketen mit Fallschirm, Handfackeln und Rauchsignale.

9.77 Welche pyrotechnische Munition unterliegt dem Waffengesetz?
Alle pyrotechnische Munition, der Zulassungsklassen BAM PM I und BAM PM II.

9.78 Was regelt das Sprengstoffgesetz?
Den Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen.

9.79 Welche Bestimmung regelt den Einsatz von Notsignalen auf See?
Kollisionsverhütungsregeln (KVR; Regel 37).

9.80 Welche Vorschrift regelt die Pflicht zur Hilfeleistung in Seenotfällen?
Verordnung über die Sicherung der Seefahrt.

9.81 Welche nautische Veröffentlichung (Broschüre) beschreibt die seemännische Sorgfaltspflicht für Wassersportler, auch für den Seenotfall?
Wer gibt sie heraus?
Die Broschüre „Sicherheit im See- und Küstenbereich“, herausgegeben vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

9.82 Welche nautische Veröffentlichung (Handbuch) für die Sport- und Kleinschifffahrt enthält Anleitungen zur Bewältigung von Notlagen auf See? Wer gibt sie heraus?
Das Handbuch „Suche und Rettung“, herausgegeben vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

9.83 Welche pyrotechnischen Signalmittel unterliegen dem Waffengesetz?
a) Alle Leuchtraketen, die einen eigenen Treibsatz beinhalten.
b) Alle Signalpistolen und Abschussvorrichtungen, sowie die für diese bestimmte Munition.
c) Alle steigenden Signale, die einen Durchmesser von mehr als 12 mm aufweisen.

9.84 Welche pyrotechnischen Signalmittel unterliegen dem Sprengstoffgesetz?
a) Handfackeln und Rauchkörper
b) Handsignalraketen mit Fallschirm
c) Blitz-Knall-Patronen im Kaliber 4

9.85 Wie verhalten Sie sich bei einem Munitionsversager in der Signalpistole?
Waffe in Schussrichtung belassen, über Kopf erneut spannen und nochmals abdrücken, bei erneutem Versagen die Waffe mit nach oben gerichtetem Lauf frühestens nach 1 Minute nach außenbords öffnen und den Versager herausgleiten lassen.

9.86 Was ist zu tun, wenn die Patrone in der Signalpistole nach Abzugsbetätigung nicht gezündet hat?
a) Sofort eine neue Patrone laden und erneut versuchen zu schießen.
b) Waffe einem anderen Besatzungsmitglied geben, damit eine Fehlbedienung ausgeschlossen werden kann. Waffe nach frühestens 5 Minuten entladen.
c) Waffe in Schussrichtung belassen, über Kopf erneut spannen und nochmals abdrücken, bei erneutem Versagen die Waffe mit nach oben gerichtetem Lauf frühestens nach 1 Minute nach außenbords öffnen und den Versager herausgleiten lassen.

9.87 Was machen Sie mit Munition, die beim versuchten Verschießen aus der Signalwaffe nicht gezündet hat (Versager)?
a) Wieder in die Originalverpackung zurücklegen.
b) An einer freien Stelle über Deck lagern.
c) Über Bord werfen.

9.88 Dürfen Sie Seenotsignalmittel in öffentlichen Verkehrsmitteln befördern?
Nein.

9.89 Wie dürfen Sie Ihre Signalpistole von der Wohnung zur Yacht transportieren, wenn Sie keinen Waffenschein besitzen?
Nicht schuss- und nicht zugriffsbereit.

9.90 Wie ist eine Signalpistole an Land zu transportieren?
a) entladen, entspannt, gesichert
b) entladen, entspannt, von der Munition getrennt
c) entladen, verpackt, von der Munition getrennt

9.91 Wem dürfen Seenotsignale dauerhaft überlassen werden?
Nur berechtigten Personen im Sinne des Waffen- oder Sprengstoffrechts.

9.92 Wem dürfen Sie ohne Erlaubnis die Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) nebst Munition vorübergehend überlassen?
a) Volljährigen Personen meines Vertrauens zur sicheren Aufbewahrung.
b) Polizeibeamten.
c) Charterern von seegehenden Wasserfahrzeugen, sofern der Besitz über die Waffe nach meinen Weisungen erfolgt.

9.93 Welche Dokumente sind beim Führen einer Signalpistole mitzuführen?
Personalausweis oder Pass, Waffenbesitzkarte und - erforderlichenfalls - Waffenschein.

9.94 Welche Dokumente sind bei Besitz einer Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) in deutschen und europäischen Gewässern, sowie in den Gewässern anderer Länder an Bord mitzuführen?
1. Personalausweis oder Pass,
2. Waffenbesitzkarte,
3. im europäischen Ausland: Europäischer Feuerwaffenpass, ggf. Einfuhrgenehmigung,
4. andere Länder: ggf. Einfuhrgenehmigung.

9.95 Darf an Silvester mit Signalmunition Kaliber 4 (26,5 mm) geschossen werden?
a) Ja, aber nur durch den Erlaubnisinhaber selbst innerhalb der amtlich zugelassenen „Abbrandzeit“ (meist 18.00 – 02.00 Uhr), wenn keine brennbaren Objekte in der Nähe sind.
b) Ja, aber nur wie unter a) beschrieben. Zusätzlich muss der Schütze Inhaber des Kleinen Waffenscheins sein.
c) Nein, dieses Schießen bedarf einer besonderen waffenrechtlichen Erlaubnis.

9.96 Wer darf während des Törns die Signalwaffe am Körper tragen (führen)?
a) Jedes Besatzungsmitglied.
b) Alle Inhaber einer Waffensachkundeprüfung.
c) Der verantwortliche Führer des Wasserfahrzeugs.

9.97 Wer darf in Seenotfällen mit einer Signalwaffe schießen?
a) Jeder.
b) Nur Inhaber einer Waffensachkundeprüfung.
c) Nur der verantwortliche Führer des betroffenen Wasserfahrzeuges.

9.98 Was müssen Sie tun, wenn Ihnen Signalmittel oder Waffen abhanden kommen?
Den Verlust der zuständigen Behörde unverzüglich anzeigen.

9.99 Für welche Signalwaffe benötigen Sie eine Erlaubnis der zuständigen Behörde?
- Signalpistole Kal 4 (26,5 mm).
- Für Signalwaffen (SRS-Waffen), die kein Bauartzulassungszeichen „PTB im Kreis“ (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) tragen.

9.100 Wie weist ein Wassersportler die Sachkunde nach dem Waffen- und Sprengstoffrecht nach?
Durch einen Sachkundenachweis einer dafür bestimmten Stelle.

9.101 Wodurch verliert ein Yachteigner das Bedürfnis zum Besitz einer Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm)?
Wenn das Eigentum an einer seegehenden Yacht nicht mehr nachgewiesen werden kann.

9.102 Welche Ausnahme von den waffenrechtlichen Erlaubnispflichten für Waffen und Munition betrifft den Charterer einer seegehenden Yacht?
Der Charterer darf ohne waffenrechtliche Erlaubnis die tatsächliche Gewalt über eine an Bord befindliche Signalpistole im Kaliber 4 (26,5 mm) und die dazugehörige Munition ausüben.

9.103 Welche pyrotechnischen Handsignale für den Seenotfall sind erlaubnispflichtig?
Handsignale der Unterklasse T2 („Signalraketen rot“, „Fallschirmsignalraketen rot“ und „Rauchsignale orange“).

9.104 Welche Behörde prüft pyrotechnische Seenotsignale und lässt sie zu?
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Sonstige Pflichten des Waffen- und Munitionsbesitzers

10.01 Bei Abhandenkommen der Waffenbesitzkarte ist zu benachrichtigen?
a) Erlaubnisbehörde
b) Deutscher Schützenbund
c) Bundeszentralregister

10.02 Was ist zu tun, wenn erlaubnispflichtige Waffen oder Munition abhanden kommen?
a) Unverzüglich den Verlust der zuständigen Behörde melden.
b) Innerhalb eines Monats den Verlust der zuständigen Behörde melden.
c) Sofort eine Suchanzeige in der Zeitung aufgeben.

10.03 Bei Abhandenkommen einer Schusswaffe aus Privatbesitz muss benachrichtigt werden...
a) der Schützenmeister.
b) die zuständige Behörde.
c) die Versicherung.

10.04 Was ist zu tun, wenn Erlaubnisurkunden abhanden kommen?
Das Abhandenkommen ist unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen.

10.05 Was ist zu tun, wenn erlaubnispflichtige Schusswaffen oder Munition abhanden kommen?
Das Abhandenkommen ist unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen.

10.06 Was ist nach Verlust einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe oder einer Waffenbesitzkarte zu veranlassen?
a) Der Verlust ist unverzüglich der zuständigen Behörde mitzuteilen.
b) Die Versicherung ist umgehend in Kenntnis zu setzen, damit diese die Polizei verständigen und alle weiteren Maßnahmen einleiten kann.
c) Sämtliche denkbaren Maßnahmen zur Wiedererlangung der Schusswaffe und der WBK sind einzuleiten.

10.07 Sind Sie in Bezug auf Ihre Waffen zur Auskunft gegenüber der zuständigen Behörde verpflichtet?
a) Ja.
b) Ja, aber nur während eines Strafverfahrens.
c) Nein, nur gegenüber dem Gericht.

10.08 Sind sie in Bezug auf ihre Waffen zur Auskunft gegenüber der zuständigen Behörde verpflichtet?
Ja.
(Wer eine Erlaubnis nach dem Waffengesetz erhalten hat oder sonst die tatsächliche Gewalt über Schusswaffen ausübt, hat der zuständigen Behörde die für die Durchführung des Gesetzes erforderlichen Auskünfte zu erteilen.)

10.09 Sind Sie bezüglich Ihrer Schusswaffen der zuständigen Behörde gegenüber in begründeten Fällen auskunftspflichtig?
a) Nein, nur wenn gegen mich ein Verfahren eingeleitet wurde.
b) Ja.
c) Nein, nur bei Fragen zur Aufbewahrung.

10.10 Welche Anmeldefrist ist nach dem Erwerb einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe zu beachten?
a) eine Woche
b) zwei Wochen
c) vier Wochen

10.11 Sie erwerben eine Schusswaffe mit vorheriger Erlaubnis der zuständigen Behörde beim Waffenhändler. Worauf haben sie zu achten, um waffenrechtlich keinen Fehler zu begehen?
a) Waffe nach Erwerb sofort bei der Behörde anmelden und sie originalverpackt mit WBK dort vorlegen.
b) Waffenerwerb innerhalb eines Monats schriftlich bei der Behörde anmelden und die WBK zum Eintrag vorlegen.
c) Waffenerwerb innerhalb von zwei Wochen schriftlich unter Benennung von Name und Anschrift des Überlassenden und unter Vorlage der WBK bei der Behörde anzuzeigen.

10.12 Kann die zuständige Behörde die Vorlage von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition und Erlaubnisscheinen zur Prüfung verlangen?
a) Nein, solange Waffenbesitzkarte und Munitionserwerbschein gültig sind.
b) Ja, nur im Rahmen eines Strafverfahrens.
c) Ja, aus begründetem Anlass.

10.13 Kann die zuständige Behörde die Vorlage von erlaubnispflichtigen Schusswaffen und Erlaubnisurkunden verlangen?
a) Nein, nur Waffen.
b) Nein, nur Erlaubnisurkunden.
c) Ja, Erlaubnisurkunden und Waffen aus begründetem Anlass.

10.14 Kann die zuständige Behörde verlangen, dass ihr erlaubnispflichtige Schusswaffen, Munition oder Erlaubnisscheine zur Prüfung vorgezeigt werden?
Ja.
(Die zuständige Behörde kann aus begründetem Anlass anordnen, dass ihr Schusswaffen oder Munition, deren Erwerb der Erlaubnis bedarf oder Erlaubnisscheine binnen angemessener Frist zur Prüfung vorgelegt werden.)

10.15 Kann die zuständige Behörde verlangen, dass ihr die sichere Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Schusswaffen und Munition nachgewiesen wird?
Ja.
(Die zuständige Behörde kann sich jederzeit die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder beabsichtigten Maßnahmen nachweisen lassen.)

10.16 Ist der zuständigen Behörde der Zutritt zu den Räumen zu gestatten, die für die Aufbewahrung erlaubnispflichtiger Schusswaffen und Munition genutzt werden?
Ja.
(Der zuständigen Behörde ist dies zur Überprüfung der sicheren Aufbewahrung getroffenen Maßnahmen zu gestatten.)

Notwehr und Notstand

11.01 Was ist Notwehr?
-Notwehr ist diejenige , die ist, um einen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Lösung: Notwehr ist diejenige Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

11.02 Was ist Notwehr?
-Notwehr ist diejenige Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

11.03 Notwehr ist...
a) jede Abwehr eines gegenwärtigen und rechtswidrigen Angriffs von sich und anderen.
b) jede Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
c) jede Verteidigung, die erforderlich ist, um jeden Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

11.04 Gegen wen findet im Falle der Notwehr die Verteidigungshandlung statt?
a) Angreifer
b) Zuschauer
c) Angegriffener

11.05 In Notwehr darf man handeln bei einem Angriff...
a) nur auf Leib und Leben.
b) auf jedes Individual-Rechtsgut.
c) nur gegen das Eigentum.

11.06 Welches sind Voraussetzungen der Notwehr?
a) Verteidigungslage
b) Verteidigungswille
c) Erforderlichkeit

11.07 Ist eine Notwehrhandlung rechtswidrig und damit strafbar?
a) Ja
b) Nein

11.08 Notwehr mit einer Schusswaffe ist nicht gerechtfertigt...
a) bei Beleidigung.
b) bei lebensgefährlichem tätlichem Angriff auf den Ehepartner.

11.09 Schusswaffengebrauch als Notwehr kann als letztes Mittel zulässig sein,
a) wenn dem Angriff ausgewichen werden kann.
b) wenn der Angiff mit einem Messer erfolgt.
c) wenn der Angreifer mit der Faust droht.

11.10 Ist ein Schusswaffengebrauch in Notwehr zulässig, wenn der Angegriffene dem Angriff ausweichen kann?
a) Nein, niemals.
b) Ist ein Ausweichen ohne Preisgabe wesentlicher Interessen möglich, ist der Schusswaffengebrauch nicht zulässig.
c) Grundsätzlich ist dem Angegriffenen ein Ausweichen nicht zumutbar, da dies seine Ehre verletzt.

11.11 Soll im Notwehrfall vor dem Gebrauch der Schusswaffe gewarnt werden?
a) Ja, das ist Voraussetzung für einen rechtmäßigen Schusswaffengebrauch.
b) Ja, soweit es die Umstände erlauben.
c) Nein, das ist nicht erforderlich.

11.12 Muss der Schusswaffengebrauch in den Notwehrfällen unterbleiben, in denen der Angegriffene den Angriff mit milderen Mitteln abwehren kann?
-Ja.

11.13 Ist der Schusswaffengebrauch in Notwehr zulässig, wenn der Angegriffene dem Angriff ausweichen kann?
-Ist ein Ausweichen ohne Preisgabe wesentlicher eigener Interessen möglich, ist der Schusswaffengebrauch unzulässig.

11.14 Darf in Notwehr stets von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden?
-Nein. (Der Schusswaffengebrauch ist stets als allerletzter Ausweg aus einer bedrohlichen Situation zu betrachten.)

11.15 Sollte im Notwehrfall der Angreifer vor dem Gebrauch der Schusswaffe gewarnt werden?
a) Nein.
b) Wenn möglich durch Zuruf und/oder Warnschuss.
c) Das Zeigen der Waffe reicht aus, um den Angriff zu beenden.

11.16 Soll im Notwehrfall der Angreifer vor dem Gebrauch der Schusswaffe gewarnt werden?
-Ja, soweit es die Umstände erlauben.(Es sollte vor dem Schusswaffengebrauch durch Zuruf, Warnschuss oder auf andere Weise gewarnt werden.)

11.17 Kann in Notwehrfällen, in denen von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden darf, die Abgabe eines möglicherweise tödlich wirkenden Schusses zulässig sein?
-Die Tötung eines Angreifers kann in bestimmten Fällen gerechtfertigt sein. Sie muss aber, wann immer möglich, vermieden werden.

11.18 Dürfen Sie in jeder Notwehrsituation von der Schusswaffe Gebrauch machen?
a) Ja, immer.
b) Nein, allenfalls bei einem Angriff auf Leben, Leib oder erhebliche Rechtsgüter des Einzelnen.
c) Ja, auch wenn der Angriff durch mildere Mittel abgewehrt werden kann.

11.19 Wie lange besteht die Notwehrsituation fort?
-Solange der Angriff andauert.

11.20 Wie lange besteht eine Notwehrsituation fort?
a) Bis der Angreifer weggelaufen ist.
b) Solange der Angriff andauert.
c) Bis ich den Angreifer der Polizei übergeben habe.

11.21 Wie lange besteht eine Notwehrsituation fort?
a) Bis der Gegner bewusstlos bzw. geflüchtet ist.
b) Solange der Angriff andauert.
c) Bis ich gefahrlos dem Angriff ausweichen kann, wenn ich dadurch keine wesentlichen Rechtsgüter aufgeben muss.
d) Auf jeden Fall bis die Polizei eintrifft.

11.22 Wie lange besteht die Notwehrsituation fort?
a) Solange der Angriff andauert.
b) Solange, bis der Angreifer kampfunfähig ist.
c) Solange, bis die Polizei eintrifft.

11.23 Was versteht man unter „Putativnotwehr“?
a) Überschreitung der Notwehr.
b) Ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff wird von einem anderen Angegriffenen abgewehrt.
c) Irrtümliche Annahme einer Notwehrsituation.

11.24 Was versteht man unter „Putativnotwehr“?
a) Überschreitung der Notwehr.
b) Irrtümliche Annahme einer Notwehrsituation.
c) Anderes Wort für Nothilfe.

11.25 Worauf müssen Sie bei Notwehr vorrangig achten?
a) Dass mein Eigentum unversehrt bleibt.
b) Dass ich mich mit allen Mitteln verteidige.
c) Dass ich mich angemessen verteidige. (Verhältnismäßigkeit)

11.26 Was bedeutet Notwehrüberschreitung?
-Notwehrüberschreitung oder Notwehrexzess liegt vor, wenn der Verteidiger das erforderliche Maß der Abwehr überschreitet.

11.27 Erklären Sie den Begriff „Notwehrexzess“ und seine strafrechtliche Bedeutung!
-Beim Notwehrexzess wird das zulässige Maß der Abwehr überschritten. Das Handeln wird nur dann entschuldigt, wenn in Furcht, Verwirrung oder Schrecken über die Grenzen der Notwehr hinausgegangen worden ist.

11.28 Was ist Notstand?
Bei einem Notstand besteht eine gegenwärtige Gefahr für ein Rechtsgut, die nur durch Verletzung eines anderen Rechtsgutes abgewendet werden kann, wobei eine Abwägung der widerstreitenden Interessen stattfinden muss, in deren Ergebnis das als minderwertiger erkannte Rechtsgut geopfert wird.

11.29 Was bedeutet rechtfertigender Notstand?
-In rechtfertigendem Notstand handelt, wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem Anderen abzuwenden, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt.

11.30 Was bedeutet entschuldigender Notstand?
- Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib oder Freiheit eine rechtswidrige Tat begeht, um die Gefahr von sich, einem Angehörigen oder einer anderen ihm nahestehenden Person abzuwenden, handelt ohne Schuld.

11.31 Welche Situation beurteilen Sie als Notstand?
a) Sie finden eine geladene Jagdwaffe im Wald.
b) Sie werden durch ein herrenloses Tier angegriffen.
c) Sie werden durch eine Person angegriffen.

11.32 Nennen Sie vier wesentliche Voraussetzungen für den rechtfertigenden Notstand!
1. Gegenwärtige Gefahr liegt vor.
2. Rechtsgüter sind bedroht (Leben, Leib,Freiheit, Ehre, Eigentum).
3. Das zu schützende Rechtsgut ist wesentlich höherwertiger als das beeinträchtigte.
4. Die Abwehrhandlung muss angemessensein.

11.33 Welches sind die Voraussetzungen des rechtfertigenden Notstandes?
a) gegenwärtige, nicht mit geringerem Eingriff abwehrbare Gefahr für ein Rechtsgut; wesentliches Überwiegen des geschützten Interesses
b) Absicht, die Gefahr nicht von sich oder einem anderen abzuwenden
c) gegenwärtiger rechtswidriger Angriff

11.34 Was versteht man unter Nothilfe?
-Die Abwehr eines Angriffes gegen einen Anderen; sie ist ein Unterfall der Notwehr; die Voraussetzungen sind gleich.

11.35 Nothilfe ist diejenige Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff...
a) von sich selbst abzuwenden.
b) von einem anderen abzuwenden.
c) von sich selbst oder Verwandten abzuwenden.

11.36 In welchem Fall handelt es sich um Nothilfe?
a) Ich leiste bei einem Schwerverletzten Erste Hilfe.
b) Ich wehre den Angriff eines Mannes ab, der eine Frau erkennbar unsittlich belästigt.
c) Ich verteidige mich angemessen im Rahmen der gesetzlichen Nothilfebestimmungen.

11.37 Nothilfe liegt vor...
a) bei Hilfeleistung am Unfallort.
b) wenn ein rechtswidriger Angriff auf einen anderen abgewehrt wird.
c) bei finanzieller Hilfeleistung in Not geratener Verwandter.

11.38 Was ist ein gegenwärtiger Angriff?
Jede ,oder Verletzung eines Rechtsgutes.
Lösung: Jede unmittelbar bevorstehende, gerade stattfindende oder fortdauernde Verletzung eines Rechtsgutes.

11.39 Was ist ein gegenwärtiger Angriff?
-Jede unmittelbar bevorstehende, gerade stattfindende oder fortdauernde Verletzung eines Rechtsgutes.

11.40 Welche Verteidigungshandlung ist erforderlich, um einen Angriff abzuwenden?
-Die Erforderlichkeit bestimmt sich nach Stärke und Gefährlichkeit des Angriffs; grundsätzlich ist das leichteste / mildeste Mittel zur Abwehr zu wählen, das erfolgversprechend ist.

11.41 Wann ist ein Angriff gegenwärtig?
a) Wenn er abgeschlossen ist.
b) Wenn er unmittelbar bevorsteht.
c) Solange er andauert.

11.42 Wann ist ein Angriff gegenwärtig?
a) Wenn zu befürchten ist, dass durch eine Drohung des Angreifers zukünftig eine Gefahr für Leib und Leben eintreten könnte.
b) Wenn ein Angriff unmittelbar bevorsteht oder noch nicht beendet ist.
c) Wenn der Angreifer in die Flucht geschlagen ist, aber mit einem späteren Angriff droht.

11.43 Ein „gegenwärtiger rechtswidriger Angriff“ ist...
a) jede begonnene oder unmittelbar bevorstehende Verletzung eines Individual-Rechtsgutes.
b) jede Androhung von Gewalt für Leib und Leben.
c) auch die bereits abgeschlossene Verletzung eines Rechtsgutes.

11.44 Wann ist die Gefahr gegenwärtig?
a) Es kann jeden Augenblick ein Schaden eintreten.
b) Es wird vielleicht ein Schaden eintreten.
c) Es ist ein Schaden eingetreten, das Rechtsgut ist zur Ruhe gekommen.

11.45 Was bedeutet „gegenwärtig“ und was „rechtswidrig“?
-Gegenwärtig: Der Angriff muss unmittelbar bevorstehen, gerade stattfinden oder andauern.
-Rechtswidrig: Ein Angriff ist rechtswidrig, wenn er gegen eine Rechtsnorm verstößt und ein Rechtfertigungsgrund nicht gegeben ist.

11.46 Unter welchen Voraussetzungen ist ein Angriff rechtswidrig?
-Wenn der Angreifer zu seinem Handeln nicht befugt ist.

11.47 Wer kann rechtswidriger Angreifer sein?
Nur ein Mensch. (Hinweis: Ein Tier kann nicht rechtswidrig handeln, auch wenn es als Werkzeug eingesetzt wird.)

11.48 Was ist Ihre Pflicht nach einem abgewehrten Angriff?
a) Ich habe keinerlei Pflichten gegenüber dem Angreifer.
b) Ich bin zum Schadensersatz verpflichtet.
c) Wenn die Notwendigkeit erkennbar und die Situation zumutbar ist, habe ich Hilfe zu leisten.

11.49 Regelungen über Notwehr und Notstand finden Sie im...
a) Grundgesetz.
b) Waffengesetz.
c) Strafgesetzbuch / BGB.

11.50 Was sind u.a. Rechtfertigungsgründe nach dem Strafgesetzbuch?
a) Notwehr
b) Nothilfe
c) Notstand

11.51 Welches ist das höchste Rechtsgut?
a) Freiheit
b) Eigentum
c) Leib / Leben

11.52 In welcher Situation darf von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden?
a) Bei brutaler Entführung einer Person.
b) Wenn ein Gehbehinderter mit seinem Stock droht.
c) Bei Angriff eines Hundes.

11.53 Bei der Abwehr eines nicht auf Kommando angreifenden Hundes handeln Sie...
a) in Notwehr.
b) in Nothilfe.
c) in Notstand.

11.54 Dürfen Sie auch bei der Gefahr des Verlustes geringwertiger Gegenstände von der Schusswaffe Gebrauch machen?
Nein. (Bei der Gefahr des Verlustes geringwertiger Gegenstände ist Schusswaffengebrauch keine durch Notwehr gebotene Verteidigungshandlung.)

11.55 Nennen Sie drei Beispiele für Rechtsgüter!
1. Leben
2. Leib
3. Freiheit
4. Eigentum
5. Ehre

11.56 Zwei Personen schlagen auf einen Unterlegenen ein um ihn auszurauben. Sie greifen zugunsten des Angegriffenen ein. Welchen Rechtfertigungsgrund haben Sie?
a) Notwehrexzess
b) Nötigung
c) Notwehr bzw. Nothilfe
d) Putativnotwehr
e) gesetzlich nicht geregelt

11.57 Sie beobachten wie jemand mit einer Schusswaffe bedroht wird. Sie greifen mit Ihrer Schusswaffe ein.Dabei wird der Angreifer verletzt. Es stellt sich hinterher heraus, dass kein rechtswidriger Angriff vorlag, weil es sich um Filmaufnahmen handelte.
Sie handelten in…
a) Putativnotwehr (scheinbare Notwehr).
b) Notstand.
c) Notwehrexzess.

11.59 Eine Person bricht Ihren PKW auf. Sie sehen das vom Fenster Ihres Hauses aus und schießen. Die Person wird dabei verletzt. Wie ist die Situation zu beurteilen?
a) Der Einsatz der Schusswaffe war durch Notwehr gerechtfertigt.
b) Die Notwehr wurde überschritten.
c) Das war Notwehrexzess.

II. Waffenkunde und Waffentechnik Waffenkundliche Begriffe

12.01 Bei einem Teilmantelgeschoss...
a) liegt in der Regel an der Spitze der Bleikern frei.
b) ist das Geschoss immer verkupfert.
c) liegt nur am Geschossboden der Bleikern frei.

12.02 Welche Läufe weisen Züge und Felder auf?
a) Glatte Läufe.
b) Gezogene Läufe.
c) Polygonläufe.

12.03 Das Feldkaliber ist im Verhältnis zum Zugkaliber…
a) größer.
b) kleiner.
c) gleich groß.

12.04 Was versteht man unter Kaliber?
Das Kaliber weist auf den Durchmesser des Geschosses bzw. Innendurchmesser des Laufes hin.
(In Waffen mit gezogenen Läufen unterscheidet man zwischen:
- Feldkaliber = Laufdurchmesser sich gegenüber liegender Felder
- Zugkaliber = Laufdurchmesser sich gegenüberliegender Züge
- Geschosskaliber = Geschossdurchmesser.)

12.05 Was versteht man unter Kaliber?
a) Durchmesser der Hülse
b) Innendurchmesser des Laufes
c) Außendurchmesser des Laufes

12.06 Was besagt der Begriff Gefahrenbereich?
a) In diesem Bereich darf auf dem Schießstand nicht geschossen werden.
b) Schützen, die mit großkalibrigen Waffen schießen, haben einen Gefahrenbereich von 4 m. In diesem Bereich darf sich kein Zuschauer aufhalten.
c) Es handelt sich hierbei um die Höchstreichweite von aus Schusswaffen abgefeuerten Geschossen.

12.07 Was versteht man unter Gefahrenbereich?
a) Die Höchstreichweite von aus Schusswaffen abgefeuerten Geschossen.
b) Der Bereich, in dem Menschen oder Sachen gefährdet werden können.
c) Der unmittelbare Bereich hinter dem Schützen.

12.08 Darf mit einem Gewehr (.308 WIN) mit Einstecklauf (.22 l.r.) auf einem
50 m KK-Stand geschossen werden?
a) Ja, aber nur mit Zentralfeuerpatronen.
b) Nein.
c) Ja, wenn der Einstecklauf bauartzugelassen ist.

12.09 Welche Teile einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe darf jeder erwerben?
a) einen Austauschlauf
b) ein Wechselsystem
c) ein Abzugssystem

12.10 Für welchen Teil der erlaubnispflichtigen Schusswaffe bedarf es keiner Erwerbsberechtigung?
a) Lauf
b) Verschluss / Schloss
c) Abzugseinrichtung

12.11 Welchen Zweck haben die Sicherungen an den Schusswaffen?
-Sicherungen sollen dazu dienen, eine unbeabsichtigte Schussauslösung zu verhindern.

12.12 Müssen Pistolen manuelle Sicherungen haben?
a) Auf jeden Fall.
b) Nein.
c) Nur halbautomatische Pistolen.

12.13 Wirken die Sicherungen an den Schusswaffen unbedingt sicher?
Nein.(Hinweis: Z.B. kann beim Fallen oder harten Aufstoßen ein Schuss ausgelöst werden)

12.14 Wozu dient der Verschluss?
a) Er soll die Waffe gegen Wegnahme sichern.
b) Er soll den Rückstoß mindern.
c) Er soll das Patronenlager nach hinten abschließen.

12.15 Welchen Zweck hat der Verschluss einer Waffe?
-Er soll das Patronenlager nach hinten abschließen und der Patronenhülse als Gegenlager dienen.

12.16 Was ist ein Einstecklauf und welchen Zweck hat er?
-Ein Einstecklauf ist ein Lauf ohne eigenen Verschluss, der in einen Lauf von Waffen größeren Kalibers eingesteckt werden kann, um Munition mit einem kleineren Kaliber verschießen zu können.

12.17 Was sind Einsätze und welchen Zweck haben sie?
-Einsätze sind Teile, die den Innenmaßen des Patronenlagers der Schusswaffe angepasst und zum Verschießen von Munition kleinerer Abmessungen bestimmt sind.

III. Waffenkunde und Waffentechnik Handhabung der Schusswaffen

13.01 Eine halbautomatische Pistole entlade ich, indem ich ...
a) den Verschluss öffne und das Magazin entleere.
b) den Verschluss öffne, das Patronenlager entferne, den Verschluss schließe und das Magazin entnehme.
c) das Magazin entnehme, den Verschluss öffne und das Patronenlager entleere.

13.02 Wie ist eine halbautomatische Pistole zu entladen?
-Erst das Magazin entnehmen, Verschluss öffnen, dann das Patronenlager überprüfen; wenn leer, die Waffe, soweit möglich, mit offenem Verschluss ablegen.

13.03 In welcher Reihenfolge werden halbautomatische Waffen entladen?
a) Erst nachsehen, ob das Patronenlager frei ist, dann das Magazin entnehmen und durch Abdrücken das Schlagstück
entspannen.
b) Erst das Magazin entnehmen, Verschluss öffnen, dann das Patronenlager überprüfen; wenn leer, die Waffe, soweit möglich, mit offenem Verschluss ablegen.
c) Erst entspannen, sichern, das Magazin entnehmen, ablegen.

13.04 Was ist beim Entladen eines Revolvers zu beachten?
-Alle Patronenlager der Trommel müssen entleert werden. (Bei Revolvern ohne schwenkbare Trommel oder Kipplaufeinrichtung muss sich -sofern möglich- der Hahn in der Laderaste befinden.)

13.05 Wie ist ein Revolver .357 Mag. zu entladen?
a) Trommel ausbauen
b) 1.Trommel ausschwenken bzw. Ladeklappe öffnen 2. alle Kammern entleeren
c) Trommel ausschwenken und eine volle Patrone entnehmen


13.06 Was ist hinsichtlich der Schussbereitschaft mehrläufiger Waffen zu beachten?
a) Wegen der automatischen Sicherung nichts.
b) Eine weitere Schussbereitschaft nach Abgabe eines Schusses ist möglich.
c) Ein erneutes Entsichern ist erforderlich.

13.07 Was ist hinsichtlich der Schussbereitschaft beim Schießen mit mehrläufigen Schusswaffen besonders zu beachten?
-Nach Abgabe nur eines Schusses kann die Waffe immer noch geladen und schussbereit sein.

13.08 Was ist hinsichtlich der Schussbereitschaft beim Schießen mit halbautomatischen Waffen besonders zu beachten?
-Nach dem Auswerfen der Hülse wird eine neue Patrone in das Patronenlager eingeführt und die Schusswaffe ist somit wieder geladen (schussbereit) und noch entsichert.

13.09 Was ist hinsichtlich der Schussbereitschaft beim Schießen mit Revolvern besonders zu beachten?
-Beim Spannen des Hahnes von Hand (Single- Action) oder beim Durchziehen des Abzuges (Double-Action) wird jeweils ein Patronenlager mit einer neuen Patrone in Schussposition gebracht.

13.10 Dürfen aus Schusswaffen mit Beschusszeichen „SP“ oder „PN“ auch Nitro-Cellulose-Treibladungen verschossen werden?
a) Nein.
b) Ja.
c) Nur, wenn die Waffe auch das Zeichen „J“ trägt.

13.11 Wie ist in der Regel die Schussfolge bei Bockflinten beim nicht umschaltbaren Einzelabzug?
a) oben / unten
b) unten / oben
c) rechts / links

13.12 Bei einer halbautomatischen Waffe können mehrere Schüsse abgefeuert werden...
a) durch jeweiliges Betätigen des Abzuges.
b) durch einmaliges Betätigen des Abzuges.
c) nach erneutem manuellen Spannen.

13.13 Woran erkennt man, welche Munition aus einer Schusswaffe verschossen werden kann?
Die Bezeichnung der zugelassenen Munition ergibt sich aus der Angabe auf der Schusswaffe.

13.14 Halbautomatische Pistolen mit Sicherung dürfen auf dem Schützenstand abgelegt werden...
a) gesichert und gespannt.
b) entladen und mit geöffnetem Verschluss.
c) mit sichtbarer Sicherung.

13.15 Welche Arten von Sicherungen an Schusswaffen unterscheiden Sie
a) nach der Art der Betätigung (mind. 3)?
a) Die Betätigung erfolgt z.B. durch:Schieber, Druckknopf, Hebel, Flügel,

b) nach der Wirkung (mind. 3)?
b) Die Sicherung wirkt auf: Abzug, Stange, Schlagstück, Schlagbolzen.

13.16 Woran erkennt man, ob eine Schusswaffe gesichert oder entsichert ist?
-In der Regel ist im entsicherten Zustand ein roter Punkt oder ein „F“ (= Feuer, fire, feu) und im gesicherten Zustand ein „S“ (= sicher, safe,sûr) sichtbar.

13.17 Wie verhalten Sie sich beim Versagen einer Patrone Ihres Kleinkalibergewehres?
a) Die Waffe mit der Mündung mindestens 10 Sekunden in Richtung Geschossfang halten, dann die Waffe entladen.
b) Waffe öffnen und Patrone weit wegwerfen.
c) Waffe zur Aufsichtsperson bringen.

13.18 Wie ist beim Versagen einer Patrone zu handeln?
-Die Waffe ist mit der Mündung mindestens 10 Sekunden in Richtung Geschossfang zu halten, dann ist die Waffe zu entladen. Bei pyrotechnischer bzw. mit Schwarzpulver geladener Munition beträgt die Wartezeit mindestens 60 Sekunden.

13.19 Wie wird eine Repetierbüchse beim Öffnen des Verschlusses auf dem Schützenstand gehalten?
a) Die Mündung der Waffe ist in Richtung Scheibe / Geschossfang zu richten.
b) Die Waffe ist senkrecht nach unten zu richten.
c) Beliebig, um eine möglichst bequeme Handhabung zu ermöglichen.

13.20 Wie ist die Schusswaffe beim Laden zu halten?
a) Mit der Mündung zum Geschossfang.
b) So wie es die Schießaufsicht gerade möchte.
c) Fest in der Hand, damit der Rückschlag nicht die Waffe aus der Hand schlägt.

13.21 Welche Sicherheitsregeln hat jeder Schütze immer zu beachten?
a) Keine Sicherung ist als absolut zuverlässig zu betrachten.
b) Waffen sind stets entladen zu transportieren und aufzubewahren.
c) Schusswaffen sind immer als geladen zu betrachten, solange man sich nicht persönlich vom Gegenteil überzeugt hat.
d) Der Lauf von Schusswaffen darf nie auf einen Menschen gerichtet werden.

II. Waffenkunde und Waffentechnik Ballistik

14.01 Wie groß ist die Anfangsgeschwindigkeit der Geschosse mittlerer Büchsenkaliber für Zentralfeuerpatronen?
a) 200 - 300 m/s
b) 700 – 1000 m/s
c) 1500 – 1700 m/s

14.02 Was bezeichnet in der Ballistik das Kürzel „v“?
a) Geschossenergie
b) Höchstreichweite des Geschosses
c) Geschossgeschwindigkeit

14.03 Was bedeutet die Bezeichnung „vo“?
a) Die Fluggeschwindigkeit rotierender Schrote nahe dem Nullpunkt.
b) Die Geschossgeschwindigkeit reduziert sich auf Null.
c) Die Geschossgeschwindigkeit beim Verlassen der Mündung.

14.04 Was bedeutet der ballistische Begriff „v50“?
a) Geschossgeschwindigkeit 50 Meter vor der Mündung.
b) Gefahrenbereich des Geschosses bei 50 Metern.
c) Geschossenergie 50 Meter vor der Mündung.

14.05 Die Faustregel für die Reichweite von Schroten in Metern beträgt...
a) 1000 x Schrotgröße in mm.
b) 100 x Schrotgröße in mm.
c) 10 x Schrotgröße in mm.

14.06 Was versteht man unter der Höchstreichweite eines Geschosses?
-Die Entfernung zwischen Laufmündung und maximal entferntem Auftreffpunkt des Geschosses.

14.07 Was versteht man unter der Höchstreichweite eines Geschosses?
a) Die Strecke zwischen Schützenstand und Geschossfang.
b) Das Produkt aus Treibladung und Geschossgewicht.
c) Die Entfernung zwischen Laufmündung und maximal entferntem Auftreffpunkt des Geschosses.

14.08 Die Höchstreichweite eines Geschosses .22 l.r. beträgt ca. ...
a) 1000 m.
b) 1500 m.
c) 2000 m.

14.09 Die Höchstreichweite von ca. 1500 m kann erreicht werden von einem Geschoss der Patrone...
a) .22 l.r.
b) .32 S&W Long N.P. (Wadcutter).
c) 9 mm Luger.

14.10 Was versteht man unter Gefährdungsbereich eines Geschosses?
a) Die Höchstreichweite.
b) Den Streukreis.
c) Die günstigste Schussentfernung.

14.11 Nennen Sie die Gefahrenbereiche der Geschosse folgender Munitionssorten:
1. 4 mm M20 - 300 m
2. .22 l.r. - 1500 m
3. .223 Rem. - 4300 m
4. 9 mm Luger - 2000 m
5. .32 S&W Long N.P. - 1200 m
6. .38 Special - 1500 m
7. .44 Rem. Magnum - 2000 m
8. .308 Win. - 5000 m
9. 12/70 Flintenlaufgeschoss - 1200 m
10. Schrotpatronen Schrot 3 mm - 300 m

14.12 Wie unterteilt sich die Ballistik?
Innenballistik, Mündungsballistik, Außenballistik, Zielballistik, Wundballistik.

14.13 Welcher Begriff gehört nicht zur Ballistik?
a) Gasdruck
b) Geschossflugbahn
c) Abzugsgewicht

14.14 Womit befasst sich u.a. die Außenballistik?
a) Mit Wettereinflüssen.
b) Mit der Geschossflugbahn.
c) Mit der Geschossform.

14.15 Womit befasst sich u.a. die Innenballistik?
a) Mit dem rotationslosen Geschossweg.
b) Mit der Strecke zwischen Patronenlager und Auftreffpunkt.
c) Mit dem Gasdruckverlauf.

14.16 Was versteht man unter der Streuung der Geschosse?
a) Eine schlechte Schießleistung.
b) Die Abweichung einer Reihe von Treffern zueinander bei gleichem Haltepunkt.
c) Die Verformung des Geschosses beim Aufprall.

14.17 Welche Flugbahnbeschreibung ist richtig?
a) Das Geschoss beschreibt auf seiner Flugbahn eine ungleichförmige Kurve, die mit zunehmender Entfernung von der Mündung immer steiler abfällt.
b) Das Geschoss steigt auf seiner Flugbahn bis zur Mitte auf und fällt zum Ziel ebenso ab.
c) Die Visierlinie ist gleichzeitig auch die Flugbahn des Geschosses.

14.18 Was bedeutet der ballistische Begriff „Steighöhe eines Geschosses“?
a) Die maximale Höhe eines Geschosses in der sogenannten „ballistischen Kurve“.
b) Gefahrenbereich des Geschosses bei höchster Steigung.
c) Die Entfernung zwischen Laufmündung und Scheitelpunkt der Geschossbahn bei senkrecht nach oben abgegebenem Schuss.

14.19 Was versteht man unter der Steighöhe eines Geschosses?
-Die Entfernung zwischen Laufmündung und Scheitelpunkt der Geschossbahn bei senkrecht nach oben abgegebenem Schuss.

14.20 Was bedeutet der ballistische Begriff „E0“?
a) Geschossgeschwindigkeit auf 100 m.
b) Steighöhe des Geschosses (Gefahrenbereich).
c) Bewegungsenergie des Geschosses beim Verlassen des Laufes.

14.21 Wovon hängt die Eindringtiefe eines Geschosses ab?
a) Je geringer das Geschossgewicht und die -härte, desto tiefer das Eindringen.
b) Je größer die Querschnittsbelastung, je härter das Geschoss, desto tiefer das Eindringen bei gleicher Auftreffenergie und gleichem Zielmedium.
c) Je schwerer und stumpfer das Geschoss, desto größer ist die Geschwindigkeit und das Eindringen.

14.22 Was bewirkt der Drall?
a) Das Flugverhalten des Geschosses wird erheblich stabilisiert.
b) Die Reichweite des Geschosses verkürzt sich erheblich.
c) Die Bewegungsenergie des Geschosses erhöht sich erheblich.

14.23 Was versteht man unter Drall?
-Die Rotation des Geschosses um seine Längsachse.

14.24 Welchen Zweck hat der Drall?
-Der Drall ist für die Flugstabilität des Geschosses erforderlich.

14.25 Was versteht man unter der Länge des Dralls?
a) Die Länge eines gezogenen Laufes.
b) Die Strecke, auf der sich das Geschoss einmal um seine eigene Längsachse dreht.
c) Die Länge eines speziell gehärteten Laufes einer Schusswaffe.

14.26 Was bedeutet der ballistische Begriff„Geschossrotation“?
a) Fluggeschwindigkeit rotierender Schrote.
b) Die mathematisch festgelegte Energie des rotierenden Geschosses bei verlassen des Laufes.
c) Die Drehung des Geschosses um seine Längsachse.

14.27 Wodurch wird der Geschossknall erzeugt?
a) Das verbrannte Pulver erzeugt den Knall im Inneren der Schusswaffe.
b) Durch die Expansion der vor dem Geschoss komprimierten Luft bei überschallschnellen Geschossen.
c) Das nicht vollständig verbrannte Pulvergas vermischt sich mit Sauerstoff und bewirkt den Knall.

14.28 Wodurch entsteht der Mündungsknall?
a) Durch die mit Überschallgeschwindigkeit austretenden Gase.
b) Die dem Geschoss folgenden Pulvergase stoßen auf die kalte Umgebungsluft.
c) Durch das nicht vollständig verbrannte Pulver.

II. Waffenkunde und Waffentechnik Langwaffen

15.01 Warum weisen Langwaffenläufe im
Bereich des Patronenlagers stärkere
Wandungen auf als im vorderen Laufteil?
a) Damit eine bessere Montage der
Visiereinrichtung erfolgen kann.
b) Weil in diesem Bereich der
höchste Gasdruck auftritt.
c) Weil in diesem Bereich Hersteller,
Beschusszeichen und Nummer am
besten sichtbar angebracht werden
können.

15.02 Was benötigen Sie zum Erwerb einer doppelläufigen Vorderladerflinte mit Perkussionszündung?
a) Altersnachweis 18 Jahre genügt.
b) Bedürfnisbescheinigung des Schützenvereins.
c) Behördliche Erlaubnis (Waffenbesitzkarte).

15.03 Was verstehen Sie unter dem Begriff „Basküle“?
a) Visiereinrichtung für Spezialgewehre
b) Vorderschaft einer „Pump Action“
c) Verschlusskasten einer Kipplaufwaffe

15.04 Züge und Felder sind typische Merkmale von...
a) gezogenen Läufen.
b) glatten Läufen.
c) gezogenen wie glatten Läufen.

15.05 Welcher Unterschied besteht zwischen Büchse und Flinte?
a) Büchse für Kugelschuss, Flinte für Schrotschuss / Flintenlaufgeschosse.
b) Büchsen haben Kammerstängel und Zylinderverschluss, Flinten haben immer einen Kipplauf.
c) Keine Unterschiede.

15.06 Besonderes Merkmal einer Flinte ist der.....
a) glatte Lauf.
b) gezogene Lauf.
c) Kipplauf.

15.07 Was ist bei der Flinte der „Choke“? a) Laufverengung im Bereich des Patronenlagers
b) Laufverengung im Bereich der Mündung
c) Rückstoß beim Schuss

15.08 Woraus ergibt sich die Kaliberbezeichnung bei Flinten?
-Die Kaliberangabe ergibt sich aus der Anzahl der Bleikugeln vom Laufinnendurchmesser, die zusammen die Masse von einem englischen Pfund (453,6g) ergeben.

15.09 Sie wollen eine Bockflinte im Kaliber 16 für das sportliche Wurfscheibenschießen erwerben. Wie alt müssen sie mindestens sein?
a) 18 Jahre
b) 21 Jahre
c) 25 Jahre

15.10 Eine doppelläufige Flinte wird waffenrechtlich eingeordnet als…
a) Repetierwaffe.
b) halbautomatische Waffe.
c) Einzelladerwaffe.

15.11 Was sind die typischen Merkmale einer halbautomatischen Büchse?
a) Durch einmaliges Betätigen des Abzuges kann ich mehrere Schüsse hintereinander abgeben.
b) Nach Abgabe eines Schusses wird die Büchse selbsttätig erneut schussbereit und es kann aus demselben Lauf durch erneute Betätigung des Abzuges jeweils ein weiterer Schuss abgegeben werden.
c) Hierbei handelt es sich um eine Militärwaffe.

15.12 Wie ist eine Doppelbüchse waffenrechtlich einzuordnen?
a) Einzellader-Langwaffe
b) Mehrladewaffe (2 Patronen geladen)
c) halbautomatische Waffe

II. Waffenkunde und Waffentechnik Kurzwaffen

16.01 Was ist eine Kurzwaffe? Eine Schusswaffe mit einer Gesamtlänge von
weniger als 60 cm.

16.02 Darf Munition im Kaliber .22 l.r. auch aus Kurzwaffen verschossen werden?
a) Ja.
b) Nur mit Genehmigung des Schießleiters.
c) Nein.

16.03 Wo darf der Sportschütze Patronen mit Hohlspitzgeschossen aus Kurzwaffen verschießen?
a) Auf dem eigenen Grundstück.
b) Auf dafür zugelassenen Schießständen.
c) Nirgends, das ist gesetzlich verboten.

16.04 Was ist der Unterschied zwischen Pistole und Revolver?
a) Die Pistole hat ein Patronenlager im Lauf, der Revolver hat mehrere Patronenlager in der Trommel, getrennt vom Lauf.
b) Der Revolver hat einen Hahn, eine Pistole nicht.
c) Pistolen sind leichter gebaut als Revolver.

16.05 Welches sind die wesentlichen Teile eines Revolvers im waffenrechtlichen Sinne?
1. Lauf
2. Griffstück (Rahmen)
3. Trommel
16.06 Was ist das typische Merkmal eines Revolvers?
a) Ein Magazin im Griffstück.
b) Die Trommel ist zugleich Patronenlager und Magazin.
c) Ein außenliegendes Schlagstück.

16.07 Welches sind die typischen Merkmale eines Revolvers?
- Der Revolver ist eine mehrschüssige Waffe mit drehbarer Trommel als Magazin.
- Patronenlager und Lauf sind getrennt.

16.08 Was ist ein typisches Merkmal eines Revolvers?
a) Trommel zur Aufnahme von Patronen
b) Stangenmagazin zur Aufnahme von Patronen
c) Sicherungshebel
16.09 Ein Double-Action-Revolver ist im Sinne des Waffenrechts...
a) eine vollautomatische Waffe.
b) keine halbautomatische Waffe.
c) eine halbautomatische Waffe.

16.10 Wodurch unterscheiden sich „Single- Action-“ und „Double-Action-“ Revolver in ihrer Funktion?
-Single-Action bedeutet: Der Hahn (Hammer) muss von Hand gespannt werden und wird durch Betätigung des Abzugs ausgelöst. Double-Action bedeutet: Bei Betätigung des Abzuges wird die Trommel weiter gedreht, so dass das nächste Lager mit einer neuen Patrone vor den Lauf und den Schlagbolzen zu liegen kommt, gleichzeitig wird die Feder gespannt. Durch weiteres Durchziehen des Abzuges schnellt der Hahn nach vorn und löst den Schuss aus.

16.11 Sind Revolver halbautomatische Waffen im Sinne des Waffengesetzes?
Nein.

16.12 Wie ist ein Revolver im „Kleinstkaliber“ 4 mm M20 waffenrechtlich einzuordnen?
a) WBK-pflichtige Schusswaffe.
b) Halbautomatische Schusswaffe.
c) Automatische Schusswaffe.
16.13 Welches sind die typischen Merkmale einer halbautomatischen Pistole?
-Durch Rückstoß oder Gasdruck wird der Selbstlademechanismus ausgelöst, der die leere Hülse auswirft, eine neue Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager einführt.Die Waffe ist wieder schussbereit.

16.14 Welches sind die wesentlichen Teile einer halbautomatischen Pistole im waffenrechtlichen Sinne?
1. Lauf (Patronenlager)
2. Verschluss
3. Griffstück

16.15 Was ist ein typisches Merkmal einer halbautomatischen Pistole?
a) Trommel zur Aufnahme von Patronen
b) Magazin zur Aufnahme von Patronen
c) Lauf vom Patronenlager getrennt

16.16 Was ist die Schließfeder der großkalibrigen Pistole waffenrechtlich gesehen?
a) Ein Zubehörteil der Schusswaffe ohne waffenrechtliche Bedeutung.
b) Ein wesentlicher, erlaubnispflichtiger Teil der Schusswaffe.
c) Ein wesentlicher, beschusspflichtiger Teil der Schusswaffe.

II. Waffenkunde und Waffentechnik Munition

17.01 Was sind Geschosse im Sinne des Waffengesetzes?
Als Waffen oder für Schusswaffen bestimmte ….
a) Treibladungen
b) feste Körper
c) gasförmige, flüssige oder feste Stoffe in Umhüllungen

17.02 Wo werden Wadcutter-Geschosse verwendet?
a) Als Einsatzmunition bei der Polizei.
b) Nirgends, weil „Dum-Dum- Geschosse“ verboten sind.
c) Beim Sportschiessen.

17.03 Welches Geschoss hat die größte Durchschlagskraft?
a) Bleigeschoss
b) Vollmantelgeschoss
c) Teilmantelgeschoss

17.04 Welche Zündarten gibt es?
a) Zentralfeuerzündung
b) Randfeuerzündung
c) Vorratszündung

17.05 Welche Zündungsarten für Patronenmunition sind heute üblich?
- Zentralfeuerzündung (Das Zündhütchen ist hierbei in der Mitte des Patronenbodens angeordnet.)
- Randfeuerzündung (Nur bei Hülsen mit Rand; zumeist bei Kleinkaliberpatronen; sie werden am Rand der Hülse vom Schlagbolzen getroffen und gezündet.)

17.06 Welche Gegenstände können nicht erlaubnisfrei erworben werden?
a) Diabolos
b) Randfeuerpatronen
c) Pfeile

17.07 Wo darf Munition erlaubnisfrei erworben werden?
a) Beim Schützenfest.
b) Auf dem Schießstand (Jahresbedarf).
c) Auf dem Schießstand (sofortiger Verbrauch).

17.08 Welche Munitionsmenge dürfen Sie auf dem Schießstand genehmigungsfrei erwerben?
a) Auf dem Schießstand gibt es diesbezüglich keine Mengenbegrenzung.
b) Die Munitionsmenge, die zum zeitnahen Verbrauch vorgesehen ist.
c) Die Munitionsmenge, die zum sofortigen Verbrauch vorgesehen ist.

17.09 Ist der Erwerb von Presslingen erlaubnispflichtig?
a) Ja, mit Sprengstofferlaubnis.
b) Ja, mit Munitionserwerbsberechtigung.
c) Nein.

17.10 Berechtigt die grüne Waffenbesitzkarte zum Erwerb von Munition?
a) Ja, immer.
b) Ja, mit entsprechendem Eintrag.
c) Ja, in Verbindung mit dem Sportschützenausweis.

17.11 Können Sie mit der grünen Waffenbesitzkarte auch Munition erwerben?
a) Nein, dazu benötigt man einen Munitionserwerbsschein.
b) Ja.
c) Ja, wenn die WBK einen entsprechenden Eintrag aufweist.

17.12 Mit welcher Erlaubnis kann Munition erworben werden?
a) Sportschützenausweis
b) Sportschützen-WBK
c) Sprengstofferlaubnis

17.13 Wo kann Kleinkalibermunition ohne Munitionserwerbsberechtigung erworben werden?
a) Beim Waffenhändler.
b) Zur Mitnahme auf dem Schießstand.
c) Zum sofortigen Verbrauch auf dem Schießstand.

17.14 Eine Munitionserwerbsberechtigung für Patronen ..357 Magnum berechtigt zum Erwerb von Munition...
a) auch .38 Special.
b) nur .357 Magnum.
c) auch 9 mm Luger.

17.15 Ihre WBK lässt den Erwerb von Munition .357 Magnum zu. Dürfen Sie damit auch Munition 9 mm Luger erwerben?
a) Ja, weil der Durchmesser nur einen minimalen Unterschied aufweist.
b) Nein.
c) Ja, aber ich muss später die Behörde informieren.
17.16 Ihre WBK lässt den Erwerb von Munition 9 mm Luger zu. Dürfen Sie dann auch Munition 9 mm kurz erwerben?
a) Ja, der Kaliberdurchmesser ist ja identisch.
b) Nur, wenn der Händler mir die Munition überlässt.
c) Nein, nur Patronen 9 mm Luger.

17.17 Worauf müssen Sie achten, wenn Sie außerhalb von Schießstätten erlaubnispflichtige Munition erwerben wollen?
-Die Waffenbesitzkarte mit entsprechender Munitionserwerbsberechtigung oder der entsprechende Munitionserwerbsschein sind vorzulegen.

17.18 Für welche Patronenmunition erhält der Pistolenschütze eine Erlaubnis?
a) Für Munition mit Hohlspitzgeschossen.
b) Für Leuchtspurmunition.
c) Für Betäubungsmunition zu Angriffszwecken.

17.19 Der Gefährdungsbereich von Geschossen der Patrone .300 Win. Mag. beträgt...
a) 3000 m.
b) 5000 m.
c) 7000 m.

17.20 Welche Höchstreichweite haben Geschosse der Patrone .44 Rem. Mag.?
a) 1500 m
b) 3000 m
c) 2000 m

17.21 Welche Höchstreichweite haben Geschosse der Patrone 9 mm Luger?
a) 1500 m.
b) 2000 m.
c) 1000 m.

17.22 Wie groß ist der Gefährdungsbereich der Schrote bei einer Korngröße von 2 mm Durchmesser?
a) 150 m
b) 200 m
c) 250 m

17.23 Was bedeutet „R“ bei der Patronenbezeichnung „7 x 57R“?
a) „R“ steht für „RASANT“.
b) „R“ steht für Rand.
c) „R“ steht für „Randfeuerzündung“.

17.24 Welche sichtbaren Merkmale kennzeichnen eine Randfeuerpatrone?
a) Patrone ohne Zündhütchen
b) Zündhütchen am Patronenboden
c) Hülse aus Nickel

17.25 Was ist eine Pufferpatrone?
a) Eine Platzpatrone.
b) Eine Patrone mit besonders geringer Treibladung.
c) Eine Patrone ohne Zündhütchen und ohne Ladung zum Üben.

17.26 Was bedeutet die Bezeichnung„Magnum“?
a) Es handelt sich um eine ausländische Patrone.
b) Eine in ihrer Kaliberklasse besonders starke Patrone.
c) Eine Patrone mit übergroßem Durchmesser.

17.27 Was bedeutet die Bezeichnung „Magnum“?
Eine in ihrer Kaliberklasse besonders starke Patrone.

17.28 Welche Bedeutung haben folgende hervorgehobene Angaben in Patronenbezeichnungen:
a) 7.63 Mauser
b) .30-06 Springfield
c) 7 x 57 R?
a) Angabe über den Hersteller / Entwickler.
b) Angabe über das Einführungsjahr, (1906 militärisch eingeführt).
c) Bei den Büchsenpatronen bedeutet der Zusatz „R“, dass die Hülse der Patrone einen Rand hat.

17.29 Woran erkennen Sie, welche Munition aus einer Waffe verschossen werden darf?
a) An den Angaben in der Gebrauchsanweisung.
b) An der mitgelieferten Schussbildscheibe.
c) An der Bezeichnung der Munition auf der Waffe.

17.30 Woran erkennen Sie, dass die von Ihnen zu erwerbende Munition zu Ihrer Schusswaffe passt?
a) Kennzeichnung auf Schusswaffe und Munitionsverpackung / Patronenhülse identisch.
b) An den Beschuss- und Prüfzeichen auf Waffe und Munitionsverpackung.
c) An der Gebrauchsanleitung des Waffenhändlers.

17.31 Was bedeutet die Zahl 12 bei Schrotpatronen?
a) Der Durchmesser des Laufs beträgt 12 mm.
b) In der Schrotpatrone befinden sich 12 gleich große Kugeln.
c) Die Zahl 12 ergibt sich aus der Anzahl der Bleikugeln vom Laufinnendurchmesser, die zusammen die Masse von einem englischen Pfund (453,6g) ergeben.

17.32 Schrotmunition im Kaliber 16
a) ist größer als Kaliber 12.
b) ist kleiner als Kaliber 12.
c) entspricht dem internationalen Kalibermaß 2 x 8 mm.

17.33 Dürfen Sie mit Munition .22 l.r. auf dem eigenen befriedeten Besitztum schießen?
a) Nein.
b) Ja, wenn Personen und bedeutende Sachwerte nicht zu Schaden kommen können.
c) Ja, wenn die Geschosse das Grundstück nicht verlassen können.

17.34 Darf jedermann nach dem Schießen vom Schießstand ein angebrochenes Päckchen KK-Munition mit nach Hause nehmen?
a) Nein.
b) Ja, mit Erlaubnis der Schießaufsicht.
c) Ja, wenn er sie zu Hause sicher aufbewahrt.


III. Schießstätten Schießstandaufsicht

18.01 Wer darf auf einer Schießstätte Aufsicht führen?
a) Alle Vereinsmitglieder.
b) Der Eigentümer der Schießstätte.
c) Alle vom Betreiber bestellten Personen.

18.02 Wer darf die Schießaufsicht ausüben?
Der Aufsichtsberechtigte muss volljährig, zuverlässig, persönlich geeignet und sachkundig sein.

18.03 Wer darf alleine auf einem Schießstand schießen?
Nur eine zur Aufsicht befähigte Person, wenn sichergestellt ist, dass sie sich alleine auf dem Schießstand befindet.

18.04 Darf eine Aufsicht selbst am Schießen teilnehmen?
Nein.

18.05 Welche Anforderungen werden an die verantwortliche Aufsichtsperson gestellt?
a) Volljährigkeit, persönliche Eignung
b) Zuverlässigkeit, Sachkunde
c) Bei Aufsicht über Minderjährige die Eignung für Kinder- und Jugendarbeit

18.06 Nennen sie mindestens vier Pflichten der verantwortlichen Aufsichtsperson beim Schießen!
- Das Schießen ständig beaufsichtigen, insbesondere
- dafür zu Sorgen, dass nur mit für die Schießstätte zugelassenen Waffen und Munition geschossen wird,
- sicherzustellen, dass nur Kinder und Jugendliche ab den vorgeschriebenen Altersgrenzen und mit den altersmäßig zugelassenen Waffen teilnehmen und
- die dafür eventuell notwendigen Einverständniserklärungen der Personensorgeberechtigten aufbewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen aushändigen.
- Dafür Sorge tragen, dass die in der Schießstätte anwesenden Personen durch ihr Verhalten keine vermeidbaren Gefahren
verursachen.

18.07 Was zählt zu den Aufgaben der verantwortlichen Aufsichtsperson?
a) Dafür Sorge zu tragen, dass von den Schützen und ihren Waffen keine Gefahr ausgeht.
b) Die Betreuung von Zuschauern und Gästen.
c) Überprüfen, ob der Verbandskasten aufgefüllt ist.

18.08 Welche weiteren Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Jugendliche unter 18 Jahren mit WBKpflichtigen Waffen für Randfeuerpatronen bis zu einem Kaliber von 5,6 mm lfB (.22 l. r.) und einer maximalen Mündungsenergie von 200 Joule schießen dürfen?
-Schriftliches Einverständnis des Sorgeberechtigten oder dessen/deren Anwesenheit und Anwesenheit einer Aufsichtsperson, die zur Kinder- und Jugendarbeit befähigt ist.

18.09 Welche weiteren Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Jugendliche unter 18 Jahren mit WBKpflichtigen Einzelllader-Flinten bis zu dem Kaliber 12 schießen dürfen?
-Schriftliches Einverständnis des Sorgeberechtigten oder dessen/deren Anwesenheit und Anwesenheit einer Aufsichtsperson, die zur Kinder- und Jugendarbeit befähigt ist.

18.10 Wer darf den freien Raum unmittelbar hinter dem Schützen betreten?
a) Zuschauer
b) Aufsicht
c) Schießleiter

18.11 Was hat ein schießsportlicher Verein eines anerkannten Schießsportverbandes im Hinblick auf die Aufsicht zu beachten?
a) Aufsichtspersonen im Verein registrieren.
b) Voraussetzungen der Sachkunde prüfen.
c) Ein Nachweisdokument ausstellen.

18.12 Ab welchem Alter dürfen Kinder und Jugendliche mit Druckluft-, Federdruck- oder CO2-Waffen schießen und was ist dabei zu beachten?
a) Ab 12 Jahren, wenn die Eltern dabei sind.
b) Ab 12 Jahren, sofern die Personensorgeberechtigten ihr Einverständnis erklärt haben und eine geeignete Aufsichtsperson zur Betreuung vorhanden ist.
c) Ab 12 Jahren, wenn die Eltern schriftlich ihr Einverständnis erklärt haben.

18.13 Darf ein Schütze eine geladene Waffe aus der Hand geben?
a) Nein, niemals.
b) Ja, an einen anderen Schützen.
c) An die Aufsicht bei einer Waffenstörung.

18.14 Wann dürfen Schützen mit dem Schießen beginnen?
a) Sobald die Aufsichtsperson den Schießstand öffnet.
b) Wenn die verantwortliche Aufsichtsperson das Schießen freigegeben hat.
c) Sobald Munition und Scheiben vorhanden sind.