Abschlussprüfung Sommer 2006 Fachkraft für Lagerlogistik Wirtschafts-und Sozialkunde

1. Aufgabe
Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs in der Branche schließen sich in einer Großstadt ach~ logistikdienstleister, die Familienbetriebe führen, zu
einer freiwilligen Kooperation zusammen. Sie möchten durch entsprechende Absprachen das "Uberleben" ihrer Betriebe sichern.
Prüfen Sie, welche Absprache gegen das Kartellrecht verstoßen würde!

1. Eine Absprache über gemeinsame Werbemaßnahmen
2. Eine Absprache über einheitliche Verkaufspreise
3. Eine Absprache über gemeinsame Marketingmaßnahmen
4. Eine Absprache über einheitliche Qualitätsmerkmale
5. Eine Absprache über eine gemeinsame Einkaufszentrale

2. Aufgabe 
Jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer hat das Recht, einer Arbeitnehmerorganisation beizutreten (Koalitionsfreiheit). Die meisten dieser
Organisationen sind in einem Dachverband zusammengeschlossen. Stellen Sie fest, wie dieser Dachverband heißt!
1. Deutscher Industrie-und Handelskammertag (DI HK)
2. Bundesagentur für Arbeit (BA)
3. Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
4. Bundesverband der deutschen Industrie (BDI)
5. Bundesverband der deutschen Arbeitgeber (BdA)

3. Aufgabe
Sie möchten mit den anderen Auszubildenden eine Jugend-und Auszubildendenvertretung wählen und befassen sich deshalb mit den für das Arbeitsleben wichtigen Gesetzen und Verordnungen. Dabei wollen Sie noch andere Fragen klären. Ordnen Sie zu, indem Sie die Kennziffern von
3 der insgesamt 7 GesetzelVerordnungen in die Kästchen neben den Aussagen eintragen! Übertragen Sie anschließend Ihre senkrecht angeordneten lösungsziffern in dieser Reihenfolge von links nach rechts in den Lösungsbogen !
GesetzelVerordnungen Aussagen
1. Verordnung über die Berufsausbildung Der Jugend-und Auszubildendenvertreter unterliegt einem
2. Jugendschutzgesetz besonderen Kündigungsschutz.
3. Arbeitsförderungsgesetz
4. Bürgerliches Gesetzbuch Die Berufsausbildung dauert drei Jahre.
5. Tarifvertragsgesetz
6. Kündigungsschutzgesetz Der Arbeitgeber hat die Jugendlichen für die Teilnahme am
7. Jugendarbeitsschutzgesetz Berufsschulunterricht freizustellen.

4. Aufgabe
Achim Frank, Auszubildender zum Bankkaufmann im 2. Ausbildungsjahr, möchte vorzeitig an der Abschlussprüfung teilnehmen. Herr Frank möchte
sich bei der nach dem Berufsbildungsgesetz für den betrieblichen Teil der Ausbildung zuständigen Stelle über die Rechtslage informieren.
Steilen Sie fest, wer diese zuständige Stelle ist!
1. Der zuständige Arbeitgeberverband
2. Die zuständige Berufsschule
3. Die zuständige Industrie-und Handelskammer
4. Die zuständige Berufsgenossenschaft
5. Die zuständige Gewerkschaft

5. Aufgabe
Frau Heise, die bereits vor fünf Jahren den Abschluss für Fachkraft für lagerwirtschalt gemacht hat, kann ihren Beruf aufgrund ärztlicher Atteste aus
gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Sie möchte eine zweite Berufsausbildung als Einzelhandelskauffrau beginnen. Erklären Sie, um welche Maßnahme nach dem Berufsbildungsgesetz es sich bei dieser zweiten Berufsausbildung handelt!
1. Um eine Fortbildung, weil die Befähigung zu einer anderen beruflichen Tätigkeit erworben wird
2. Um eine Fortbildung, weil ein beruflicher Aufstieg ermöglicht wird
3. Um eine Fortbildung, weil sie danach auch kaufmännische Kenntnisse hat
4. Um eine Umschulung, weil sie danach Angestellte ist
5. Um eine Umschulung, weil die Befähigung zu einer anderen beruflichen Tätigkeit erworben wird

6. Aufgabe
Nach dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung schließt Ihr Betrieb mit Ihnen einen Arbeitsvertrag ab. Entscheiden Sie, in welchem Fall Sie gegen Ihre Pflichten als Arbeitnehmer verstoßen! .
1. Sie verwenden einen Teil Ihres Urlaubs zu Renovierungsarbeiten in Ihrer Wohnung.
2. Ihnen unterläuft im hektischen Saisonbetrieb bei der Ausübung Ihrer Arbeit ein Fehler.
3. Sie arbeiten nach Arbeitsende an zwei Werktagen pro Monat ehrenamtlich im Altersheim.
4. Sie haben es versäumt, Ihren Arbeitgeber auf Meinungsverschiedenheiten unter den Kollegen bei der Urlaubsplanung hinzuweisen.
5. Sie kommen wegen der hohen Verkehrsdichte wiederholt zu spät zur Arbeit.

7. Aufgabe
Ihre schwangere Kollegin erzählt Ihnen, dass der Arbeitgeber zur Bestätigung der Schwangerschaft ein ärztliches Attest verlangt. Stellen Sie anhand des nachstehend abgedruckten Auszugs aus dem Mutterschutzgesetz fest, wer rechtlich für die dafür anfallenden Kosten aufkommen muss!

§ 5 Mitteilungsptlicht, ärztliches Zeugnis. (l) 'Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. lAuf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. 3Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenaenMutter zu benachrichtigen. 4Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekannt geben.

(2) 'Für die Berechnung der in § 3 Abs. 2 bezeichneten Zeiträume vor der Entbindung ist das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme maßgebend; das Zeugnis soll den mutmaßlichen Tag der Entbindung angeben. 21rrt sich der Arzt oder die Hebamme über den Zeitpunkt der Entbindung, so verkürzt oder verlängert sich diese Frist entsprechend.

(3) Die Kosten für die Zeugnisse nach den Absätzen I und 2 trägt der Arbeitgeber.

1. Die schwangere Kollegin
2. Die Krankenkasse
3. Der Arbeitgeber
4. Der Arzt
5. Die Berufsgenossenschaft

8. Aufgabe
Herrn Geyer, seit 01.01.2001 bei der Optima GmbH beschäftigt, wurde zum 31.12.2006 betriebsbedingt gekündigt. Es wurde vereinbart, dass Herr Geyer vom Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe eines halben Bruttomonatsgehalts je Beschäftigungsjahr bei der Optima GmbH erhält.
Berechnen Sie die Höhe der Abfindung, die Herrn Geyer zusteht, wenn von seinem derzeitigen Bruttomonatsgehalt in Höhe von 2 400,00 € auszl1gehen ist!

7200,00

9. Aufgabe
ArAbteilungsleiter erstellt den Wochendienstplan und teilt drei Auszubildende (Sven/16 Jahre, Björn/16 Jahre, Maikl17 Jahre) ordnungsgemäß bis 'lIIIp! Uhr zum Dienst ein. Prüfen und begründen Sie, welche Diensteinteilung am nächsten Morgen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz korrekt ist!
1. Er teilt alle drei um 6:00 Uhr ein, da 8 Stunden ununterbrochene Freizeit verbindlich sind.
2. Er teilt alle drei um 8:00 Uhr ein, da 10 Stunden ununterbrochene Freizeit verbindlich sind.
3. Er teilt Sven um 9:00 Uhr, Björn um 8:00 Uhr und Maik um 7:00 Uhr ein, da er das Alter berücksichtigen muss.
4. Er teilt alle drei um 10:00 Uhr ein, da 12 Stunden ununterbrochene Freizeit verbindlich sind.
5. Er muss ihnen einen Tag frei geben, da die Arbeit bis 22:00 Uhr gedauert hat.

10. Aufgabe
Einem volljährigen Arbeitnehmer stehen laut Arbeitsvertrag pro Jahr 32 Werktage Urlaub zu.
Stellen Sie fest, wie viele Werktage Urlaub der Arbeitnehmer mehr erhält, als im Bundesurlaubsgesetz als Mindesturlaub vorgeschrieben sind!

8

11. Aufgabe
Frau Friebe, 82 Jahre alt, Rentnerin, wird durch einen selbst verschuldeten Autounfall stark gehbehindert. Sie ist geistig fit und kann weiterhin
allein wohnen, benötigt aber Hilfe beim An-und Auskleiden, Waschen und Baden. Daher kommt täglich ein Mitarbeiterleine Mitarbeiterin einer
Sozialeinrichtung, um Frau Friebe hierbei zu helfen. Dies kostet monatlich mehrere hundert €. Prüfen Sie, von welchem Zweig der gesetzlichen
Sozialversicherung Frau Friebe ggf. ein Zuschuss zu diesen Kosten zusteht!
1. Von der gesetzlichen Unfallversicherung
2. Von der gesetzlichen Krankenversicherung
3. Von der gesetzlichen Rentenversicherung
4. Von der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung
5. Von der gesetzlichen Pflegeversicherung

12. Aufgabe
Der gesetzlichen Rentenversicherung liegt der so genannte Generationenvertrag zugrunde. Erklären Sie, was in diesem Zusammenhang unter dem Generationenvertrag verstanden wird!
1. Jede Generation ist für ihre Altersvorsorge ausschließlich selbst verantwortlich.
2. Die aktiven Arbeitnehmer finanzieren mit ihren Beiträgen die gesetzliche Rente der Rentenempfänger.
3. Alle jungen Menschen sind verpflichtet, alle alten Menschen direkt finanziell zu unterstützen.
4. Die Erfahrungen, die jede Generation mit der gesetzlichen Sozialversicherung gesammelt hat, werden an die nächste Generation weitergegeben.
5. Rente erhält nur, wer Kinder hat, also die nächste Generation großzieht.


13. Aufgabe
Ihre Kollegin Antje Schwarz hat heute Geburtstag. Nach Arbeitsendelädt Frau Schwarz Sie und einige Arbeitskollegen noch in ein Cafe ein.
Als Sie nach dem Cafebesuch nach Hause fahren, stürzen Sie und ziehen sich Prellungen zu. Der Arzt schreibt Sie für zwei Tage arbeitsunfähig.
Stellen Sie fest, welchen "lohnersatz" Sie für die beiden Tage erhalten!
1. Sie erhalten Verletztengeld von der Berufsgenossenschaft.
2. Sie erhalten lohnfortzahlung von der Berufsgenossenschaft.
3. Sie erhalten lohnfortzahlung vom Arbeitgeber.
4. Sie erhalten Krankengeld vom Arbeitgeber.
5. Sie erhalten Krankengeld von Ihrer Krankenkasse.

14. Aufgabe
elm Arbeitsleben kann es immer mal vorkommen, dass man einen Rechtsstreit vor einem Gericht aüstragen muss. Prüfen Sie, mit welchem Rechtsstreit Sie zum Arbeitsgericht gehen müssten!
1. Ihr Betrieb weigert sich, Ihnen ein wohlwollendes Zeugnis auszustellen.
2. Ihre Kollegin will Ihnen nicht den Schaden an Ihrem Pkw ersetzen, den sie diesem auf dem Firmenparkplatz zugefügt hat.
3. Die Krankenversicherung verweigert Ihnen nach einem Arbeitsunfall das Krankengeld.
4. Die private Unfallversicherung möchte Ihnen die Kur nach einem Arbeitsunfall nicht genehmigen.
5. Die Berufsgenossenschaft will eine berufsbedingte Allergie nicht als Berufskrankheit anerkennen.

15. Aufgabe
Zwei Kollegen eines Fernmeldeunternehmens wollen sich selbstständig machen. Sie beabsichtigen die Gründung einer Telekommunikations GmbH. Ab welchem Zeitpunkt kann die Telekommunikations GmbH rechtswirksame Rechtsgeschäfte unter ihrem Namen abschließen?
1. Der Zeitpunkt des Eintritts der Rechtsfähigkeit der Telekommunikations GmbH wird von den Gesellschaftern durch eine Datumsangabe im Handelsregister festgelegt.
2. Die Rechtsfähigkeit der Telekommunikations GmbH beginnt mit der Obernahme der Stammeinlagen durch die Gesellschafter.
3. Mit der Eintragung in das Handelsregister wird die Telekommunikations GmbH rechtsfähig und kann unter ihrem Namen Rechtsgeschäfte abschließen.
4. Mit Aufnahme der ersten unternehmerischen Tätigkeit wird die Telekommunikations GmbH rechtsfähig und kann unter ihrem Namen Rechtsgeschäfte abschließen.
5. Der Zeitpunkt der Rechtsfähigkeit derGmbH muss im Gesellschaftsvertrag geregelt werden und wird durch diese Vereinbarung bestimmt.

16. Aufgabe
Prüfen Sie, in welchem Fall das ökonomische Prinzip in Form des Maximalprinzips angewendet wird!
1. Ein Baustoffgroßhändler setzt seine drei Fahrzeuge so ein, dass an einem Tag möglichst viele Kunden beliefert werden können.
2. Ein Wohnungsbauunternehmen will in seinen Gebäuden die Heizungsanlagen erneuern und ermittelt durch einen Angebotsvergleich den günstigsten Anbieter.
3. Ein Busunternehmen will durch eine Streckenänderung seine Treibstoffkosten senken und die Auslastung der'Fahrzeuge verbessern.
4. Ein Möbelhändler will durch verstärkten Werbeaufwand seinen Umsatz steigern.
5. Ein Möbelhändler will durch eine erhebliche Preissenkung den Umsatz der Küchenabteilung steigern.

17. Aufgabe
Die Eltron GmbH möchte ihre Forderungen gegenüber ihren Kunden mittels lastschriftverfahren einziehen und bittet deshalb die Kunden um eine Einzugsermächtigung. Welchen Vorteil hat Eltron GmbH bei diesem Verfahren?
1. Bei dem Einzug der Rechnung zahlt der Kunde der Eltron GmbH die Buchungsgebühren.
2. Die Eltron GmbH kann den fälligen Geldbetrag vom Konto des Kunden abbuchen.
3. Platzt die Einzugsermächtigung, kann die Eltran GmbH mit der Bankbestätigung sofort beim Kunden durch den Gerichtsvollzieher pfänden lassen.
4. Für eine pünktliche Zahlung muss der Kunde nur die Rechnung seiner Bank rechtzeitig vorlegen.
5. Der Kunde kann die einmal abgebuchte Summe ohne Zustimmung der Eltron GmbH nicht mehr zurückbuchen lassen.

Zusammenhängende Aufgaben
Situation zur' 18. bis 21. Aufgabe Dieter Wohlgemut und Peter Urban, ehemals Fachverkäufer in einem Elektromarkt, wollen sich selbstständig machen und zusammen ein Computerservice-Unternehmen gründen. Gegenstand des Unternehmens sind die Beratung von PC-Nutzern, das Erstellen individueller Software und die Wartung der Geräte.

18. Aufgabe
Stellen Sie fest, welchem Wirtschaftszweig das geplante Unternehmen zuzuordnen ist!
1. Der Urproduktion
2. Dem Handel
3. Der Industrie
4. Den privaten Dienstleistungsbetrieben
5. Den öffentlichen Dienstleistungsbetrieben

19. Aufgabe
Über die Unternehmensform, die Herr Wohlgemut und Herr Urban gründen möchten, lesen sie Folgendes im Gesetz nach:

Geben Sie an, welche Unternehmensform die beiden Herren planen!

§5 Stammkapital; Stammeinlage 
(1) Das Stammkapital der Gesellschaft muss mindestens fünfundzwanzigtausend Euro, die Stammeinlage jedes Gesellschafters muss mindestens hundert Euro betragen. 

1. Eine Einzelunternehmung
2. Eine Ich-AG
3. Eine Kommanditgesellschaft (KG)
4. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
5. Eine Offene Handelsgesellschaft (OHG)

20.Aufgabe
Im ersten Geschäftsjahr erhält Herr Wohlgemut einen Gewinn in Höhe von 864,00 €.
Ermitteln Sie, welche Rentabilität er mit seiner Stammeinlage von 12000,00 € erwirtschaftet hat!

7,2

21.Aufgabe
Nach Gründung ihres Unternehmens beziehen Herr Wohlgemut und Herr Urban Computer-Bauteile aus Thailand. Erklären Sie, welchen Vorteil der tl0balisierung sie damit nutzen!
1. Den technologischen Fortschritt in der Europäischen Gemeinschaft
2. Ihre Möglichkeit, den weltweit günstigsten Lieferanten auszuwählen
3. Ihre Möglichkeit, sich am günstigsten Produktionsstandort niederzulassen
4: Ihre Möglichkeit, ihr Kapital ohne großen Aufwand ins Ausland zu verlagern
5. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen von Ost nach West

Situation zur 22. bis 24. Aufgabe
Bernd Zimmer begann am 01.08.2003 bei der Eltron GmbH eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für lagerlogistik. Es wurde eine Probezeit von drei Monaten vereinbart.

22. Aufgabe
Um die Ausbildung zu beginnen, wurde ein Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen. Stellen Sie fest, zu welchem Zeitpunkt dies rechtmäßig zu erfolgen hatte I
1. Vor dem 01.08.2003
2. Innerhalb der ersten Woche der Ausbildung
3. Am 02.08.2003
4. Bis spätestens 31.10.2003
5. Spätestens vor Anmeldung zur Berufsschule

23. Aufgabe
Bernd Zimmer überlegte eine Zeit lang, ob er sich nicht lieber zum Koch ausbilden lassen sollte. Im Dezember 2003 erhielt er von einem Restaurant ein Angebot, die gewünschte Ausbildung am 01.01.2004 beginnen zu können. Erklären Sie, ob dieser Ausbildungswechsel für Herrn Zimmer damals möglich gewesen wäre!
1. Ein Wechsel wäre nicht möglich gewesen, da er im August 2003 hätte spätestens angekündigt werden müssen.
2. Ein Wechsel wäre nicht möglich gewesen, weil die Probezeit abgelaufen war.
3. Ein Wechsel wäre unter Einhaltung einer vierwöchigen Kündigungsfrist mit schriftlicher Kündigung mit Begründung möglich gewesen.
4. Ein Wechsel wäre mit formloser, schriftlicher Kündigung ohne Begründung möglich gewesen.
5. Ein Wechsel wäre ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist mit schriftlicher, begründeter Kündigung möglich gewesen.

24. Aufgabe
Herr Zimmer hat sich schließlich entschlossen, die Ausbildung zur Fachkraft für lagerlogistik bei der Eltron GmbH fortzusetzen und wurde zur Abschlussprüfung im Sommer 2006 angemeldet. Die Eltron GmbH möchte mit Herrn Zimmer nach der Ausbildung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingehen. Am 15.05.2006 soll er einen Arbeitsvertrag mit der Eltron GmbH unterschreiben. Prüfen und begründen Sie anhand des abgebildeten Auszugs aus dem Berufsbildungsgesetz, ob dieser Vertragsabschluss rechtlich zulässig ist!
1. Ja, aber die Vereinbarung ist innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Unterschreiben noch anfechtbar
2. Ja, denn die Vereinbarung über die Weiterbeschäftigung wurde innerhalb der Sechsmonatsfrist vor Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses getroffen
3. Nein, denn mit dem Abschluss der Berufsausbildung endet der Ausbildungsvertrag und geht ohne Zutun in einen unbefristeten Arbeitsvertrag über
4. Nein, denn diese Vereinbarung hätte bereits zu Beginn der Ausbildung getroffen werden müssen
5. Nein, denn Herr Zimmer hätte den Ausbildungsvertrag vorher kündigen müssen
 - § 12 Nichtige Vereinbarungen. (1) Eine Vereinbarung, die Auszubildende für die Zei t nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit beschränkt, ist nichtig. Dies gilt nicht, wenn sich Auszubildende innerhalb der letzten sechs Monate des Berufsausbildungsverhältnisses dazu verpflichten, nach dessen Beendigung mit den Ausbildenden ein Arbeitsverhältnis einzugehen.

Situation zur 25. bis 27. Aufgabe
Steffen Hamann, 19 Jahre, Abitur, ist seit 01.01.2006 im Lager eines Speditionsunternehmens in Frankfurt/Oder beschäftigt (unbefristetes Arbeitsverhältnis), um bis zu seinem BWL-Studium erst einmal Geld zu verdienen. Herr Hamann wohnt alleine in einer Mietwohnung im Primelweg 14, 15234 Frankfurt/Oder.

25. Aufgabe
Im März 2006 finden in dem Speditionsunternehmen Betriebsratswahlen statt. Prüfen Sie anhand des abgebildeten Gesetzesauszuges, ob Herr Hamann sich als Kandidat aufstellen lassen darf!
1. Ja, wenn er im März noch in dem Speditionsunternehmen beschäftigt ist
2. Ja, weil er volljährig ist
3. Ja, weil er seinen Vertrag über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten abgeschlossen hat
4. Nein, weil er zur Zeit der Betriebsratswahl noch nicht lange genug in dem Speditionsunternehmen beschäftigt ist
5. Nein, weil er beabsichtigt, ein Studium aufzunehmen
 - Erster Abschnitt. Zusammensetzung und Wahl des Betriebsrats
§ 7. Wahlberechtigung. Wahlberechtjgt sind alle Arbeitnehmer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben...
§ 8. Wählbarkeit. (I) Wählbar sind alle Wahlberechtigten, die sechs Monate dem Betrieb angehören oder als in Heimarbeit
Beschäftigte in der Hauptsache für den Betrieb gearbeitet haben.

26. Aufgabe
Am 2. Mai 2006 haben die Eltern von Herrn Hamann Silberhochzeit. Am 12. Mai 2006 zieht Herr Hamann in eine Mietwohnung im Asternweg 32, 15234 Frankfurt/Oder, am 23. Mai 2006 stirbt sein Großvater.
Prüfen Sie anhand des abgebildeten Auszuges aus dem Manteltarifvertrag, wie viele Tage Arbeitsbefreiung Herrn Hamann aufgrund dieser Ereignisse im Monat Mai 2006 insgesamt zustehen!

-§ 6 Arbeitsbefreiung, Arbeitsunterbrechung
1. Anlässe von Arbeitsbefreiung
1.1 Alle Arbeitnehmer/innen werden aus den folgenden Anlässen unter Fortzahlung ihrer Bezüge von der Arbeit freigestellt:
a) 2Tage bei Eheschließung des/der Arbeitnehmer(s)/in
b) 2Tage bei Eheschließung seiner/ihrer Kinder
c) 2Tage bei silberner oder goldener Hochzeit des/der Arbeitnehmer(s)/in
d) 2Tage beim Tod eines Kindes oder eines Elternteils des/der Arbeitnehmer(s)/in
e) 2Tage beim Tod des Ehegatten des/der Arbeitnehmer(s)/in oder eines Elternteils des Ehegatten
f) 1Tag bei Entbindung der Ehefrau des Arbeitnehmers oder Partnerin in häuslicher Gemeinschaft
g) 1Tag bei Wohnungswechsel (Umzug) von Arbeitnehmer(n)/-innen mit eigenem Hausstand am Ort
h) 2Tage bei Wohnungswechsel (Umzug) von Arbeitnehmer(n)/-innen mit eigenem Hausstand außerhalb der Wohnsitzgemeinde.

1 Tag

27. Aufgabe
Im August 2006 erfährt Herr Hamann, dass er im Oktober 2006 in Berlin mit dem BWL-Studium beginnen kann. Stellen Sie fest, in welchem Gesetz er nachsehen muss, um sich für seinen Fall über die Kündigungsfristen zu informieren!
1. Im Berufsbildungsgesetz
2. Im Jugendarbeitsschutzgesetz
3. Im Handelsgesetzbuch
4. Im Arbeitszeitgesetz
5. Im Bürgerlichen Gesetzbuch

Situation zur 28. und 29. Aufgabe
Wegen eines Umsatzrückgangs wurde Herrn Horn (20 Jahre alt, Angestellter in einem Kaufhaus) am 30.03.2006 zum 30.04.2006 ordentlich gekündigt. Daraufhin bewirbt er sich um einen Arbeitsplatz bei einer Werbeagentur. Vom 24. bis 28.04.2006 nimmt Herr Horn den ihm noch zustehenden Resturlaub.

28. Aufgabe
Prüfen Sie, wer vor der Kündigung angehört werden muss, damit sie rechtswirksam ist!
1. Die Agentur für Arbeit
2. Die Jugend-und Auszubildendenvertretung
3. Die Industrie-und Handelskammer
4. Der Betriebsrat
5. Der direkte betriebliche Vorgesetzte

29. Aufgabe
Prüfen Sie, welchen Entgeltanspruch Herr Horn noch gegenüber seinem alten Arbeitgeber (Kaufhaus) hat!
1. Herr Horn hat nur Anspruch auf Entgeltzahlung bis zum 30.03.2006.
2. Herr Horn hat nur Anspruch auf Entgeltzahlung bis zum 28.04.2006.
3. Herr Horn hat Anspruch auf Entgeltzahluflg bis zum 30.04.2006.
4. Herr Horn hat keinen Anspruch mehr, da das Beschäftigungsverhältnis gekündigt ist.
5. Herr Horn hat keinen Anspruch mehr, da er sich im Urlaub befindet.